Dieser Entscheid wurde von RA Martin Steiger (https://steigerlegal.ch) veröffentlicht $36C86C:49E56D Obergericht 2?E@?D.QC:49 des Kantons Zürich I.Zivilkammer .:G:=<2>>6C Geschäfts-Nr.:   *5@4 LB160039-O/11doc 6D49O7ED#C! Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrichter ":EH:C<6?5$36CC:49E6C:?C!F?K:<6C(49?:56C+@CD:EK6?56$36CC:49E6C Dr. H.A. Müller und Oberrichter Dr. M. Kriech C"Q==6CF?5$36CC:49E6CC" sowie Gerichtsschrei- C:649D@H:66C:49EDD49C6: berin 6==6C lic. iur. R. Blesi Keller 36C:?=:6:FC'=6D: Udell vom 19. *CE6:=G@> Dezember 2016 6K6>36C  in Sachen :?(2496? A. Kläger und Berufungskläger =O86CF?56CF7F?8D<=O86C gegen 8686? B. , Beklagte und Berufungsbeklagte 6<=28E6F?56CF7F?8D36<=28E6 vertreten durch Rechtsanwalt lic. lur. X. G6CEC6E6?5FC49'649ED2?H2=E=:6:FC- betreffend Persönlichkeitsverletzung 36EC6776?5%6CDP?=:49<6:EDG6C=6EKF?8 Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Uster vom 7. April 2016 6CF7F?88686?6:?*CE6:=56D6K:CAC:=  (CG140012-l)    2   '649ED36269C6? Rechtsbegehren: (Urk. *C<2( S. 2) "1. E s sei die Beklagte zu verpflichten den nachfolgend aufgeführten  DD6:5:66<=28E6KFG6CA7=:49E6?56??2497@=86?52F7867Q9CE6? Text über den Kläger )6IEQ36C56? und die namentliche Erwähnung des Klä- =O86CF?55:6?2>6?E=:496CHO9?F?856D =O gers auf ihrer Website zu beseitigen, namentlich: 86CD2F7:9C6C,63D:E6KF36D6:E:86??2>6?E=:49 Aussage über den Kläger FDD286Q36C56? im 7. Absatz des auf der Website =O86C:>3D2EK56D2F756C,63D:E6 C.. c h publizierten Artikels mit dem Titel"..."vom ft. Oktober 49AF3=:K:6CE6?CE:<6=D>:E56>):E6=G@>EE$:EE6=E8686?6:?H6:E6C6D «Die Zürcher Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ein weiteres ":E8=:6556C.QC496C:6D6C92EE6:>G6C Mitglied der Zürcher D. , A. D i e s e r hatte im ver- 82?86?6?F?:2F7)H:EE6C86D49C:636?+:6==6:49E3C2F49E gangenen Juni auf Twitter geschrieben: "Vielleicht braucht 6D6:?6?6F6 es C:DE2==?249E5:6D>2=8686?5:6"@D4966? eine neue Kristallnacht... diesmal gegen die Moscheen." (AOE6CHFC5656C%@=:E:<6C56DH686?G@?D6:?6> Später wurde der D. - P o l i t i k e r deswegen von seinem C36:E8636C6?E=2DD6?6?ED49F=5:8E6D:49P776?E=:49 Arbeitgeber entlassen. A. e n t s c h u l d i g t e sich öffentlich F?5EC2E2FD56C2FDU und trat aus der D. a u s . » 2. E DD6:5:66<=28E6KFG6CA7=:49E6?56??2497@=86?52F7867Q9CE6? s sei die Beklagte zu verpflichten den nachfolgend aufgeführten Text über den Kläger )6IEQ36C56? und die namentliche Erwähnung des Klä- =O86CF?55:6?2>6?E=:496CHO9?F?856D =O gers auf seiner Website zu beseitigen, namentlich: 86CD2F7D6:?6C,63D:E6KF36D6:E:86??2>6?E=:49 Aussage über den Kläger FDD286Q36C56? im 22.3D2EK56D2F756C,63D:E6 =O86C:> Absatz des auf der Website C.. c h publizierten Artikels mit dem Titel"..."vom ft. Oktober  49AF3=:K:6CE6?CE:<6=D>:E56>):E6=G@>EE$ «Nach C:DE2==?249E)H66EG@?:>F?:U dem "Kristallnacht"-Tweet von A. i m Juni» 3. F üQC56?2==52DD5:6?ECO86:?.:776C r den Fall, dass die Anträge in Ziffer 1F?5.:776C und Ziffer 2@56C6:?6C oder einer von beiden wider Erwarten abgewiesen werden sollten, sei die G@?36:56?H:56CCH2CE6?2386H:6D6?H6C56?D@==E6?D6:5:6 Beklagte zu verpflichten zumindest auf die namentliche Erwäh- 6<=28E6KFG6CA7=:49E6?KF>:?56DE2F75:6?2>6?E=:496CHO9 nung des Klägers ?F?856D in den in Ziffer 1F?5 =O86CD:?56?:?.:776C und 2 362?DE2?56E6?)6IE6? beanstandeten Texten zu verzichten. KFG6CK:49E6? 4.  F ü r den Fall, dass der Antrag Ziffer 1H:56CCH2CE6?2386H:6D6? QC56?2==52DD56C?EC28.:776C wider Erwarten abgewiesen werden sollte, sei der Kläger H6C56?D@==E6D6:56C zu verpflichten zumindest die fal- =O86CKFG6CA7=:49E6?KF>:?56DE5:672= schen Tatsachenbehauptungen im beanstandeten Text zu korri- D496?)2ED2496?3692FAEF?86?:>362?DE2?56E6?)6IEKF<@CC: gieren. Namentlich sei der Text «Die 8:6C6?#2>6?E=:49D6:56C)6IE T:6.QC496C(E22ED2?H2=E Zürcher Staatsanwalt- D4927E6C>:EE6=E8686?6:?H6:E6C6D":E8=:6556C.QC496C schaft ermittelt gegen ein weiteres Mitglied der Zürcher  U5FC49 D T:6.QC496C(E22ED2?H2=ED4927E6C>:EE6=E86 . » durch «Die Zürcher Staatsanwaltschaft ermittelt ge- 86?6:?696>2=:86D":E8=:6556C.QC496C gen ein ehemaliges Mitglied der Zürcher D. UKF6CD6E » zu erset- zen. T+:6==6:49E3C2F49E6D6:?6?6F6 Des Weiteren sei der Text «Vielleicht K6?6D,6:E6C6?D6:56C)6IE braucht es eine neue C:DE2==?249E5:6D>2=8686?5:6"@D4966?U Kristallnacht... diesmal gegen die Moscheen.» durch den Text 5FC4956?)6IE T+:6==6:49E3C2F496?H:CH:656C6:?6 «Vielleicht C:DE2==?249E5:6D>2= brauchen wir wieder eine Kristallnacht... diesmal 7QC"@D4966?U für Moscheen.» zu ersetzen. KF6CD6EK6? -3   5.  E DD6:5:6,:56CC649E=:49<6:E56CF?E6C.:776C s sei die Widerrechtlichkeit der unter Ziffer 1362?DE2?56E6?+6C beanstandeten Ver- letzungen der Persönlichkeitsrechte des Gesuchstellers festzu- =6EKF?86?56C%6CDP?=:49<6:EDC649E656D6DF49DE6==6CD76DEKF stellen. DE6==6? 6.  E DD6:5:6,:56CC649E=:49<6:E56CF?E6C.:776C s sei die Widerrechtlichkeit der unter Ziffer 2362?DE2?56E6?+6C beanstandeten Ver- letzungen der Persönlichkeitsrechte des Gesuchstellers festzu- =6EKF?86?56C%6CDP?=:49<6:EDC649E656D6DF49DE6==6CD76DEKF stellen. DE6==6? 7.  E DD6:5:6,:56CC649E=:49<6:E56CF?E6C.:776C s sei die Widerrechtlichkeit der unter Ziffer 3362?DE2?56E6?+6C beanstandeten Ver- letzung der Persönlichkeitsrechte des Gesuchstellers festzustel- =6EKF?856C%6CDP?=:49<6:EDC649E656D6DF49DE6==6CD76DEKFDE6= len. =6? 8.  D i:66<=28E6D6:KFG6CA7=:49E6?56> e Beklagte sei zu verpflichten dem Kläger für die Verletzung =O86C7QC5:6+6C=6EKF?8 seiner Persönlichkeit eine Genugtuung von CI-IF 1'500.00 D6:?6C%6CDP?=:49<6:E6:?66?F8EFF?8G@?) zu er-  KF6C statten. DE2EE6? 9.  A l==6DF?E6C l e s unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Be- @DE6?F?5?ED49O5:8F?8D7@=86?KF=2DE6?56C6 klagten." <=28E6? *CE6:=56D6K:CAC:= Urteil  des Bezirksgerichts Uster vom 7. April 2016: (Urk. 65 S. 177 *C<( f.) 1. D i:6 =286H:C52386H:6D6? e Klage wird abgewiesen. 2. D i:6?ED496:5863Q9CH:C52F7C e Entscheidgebühr wird auf Fr. 4'000.— festgesetzt. 76DE86D6EKE 3. D i:66C:49ED<@DE6?36DE696?5:?56C?ED496:5863Q9CH6C56? e Gerichtskosten, bestehend in der Entscheidgebühr, werden dem 56>Kläger auferlegt und mit dem vom Kläger =O86C2F76C=68EF?5>:E56>G@> geleisteten Vor- =O86C86=6:DE6E6?+@C schuss verrechnet. D49FDDG6CC649?6E Der nicht beanspruchte Teil des Vorschusses wird dem Kläger 6C?:49E362?DACF49E6)6:=56D+@CD49FDD6DH:C556> =O86C zurückerstattet. Das Verrechnungsrecht des Staates bleibt jedoch KFCQ4<6CDE2EE6E2D+6CC649?F?8DC649E56D(E22E6D3=6:3E;65@49 vorbehalten. +@C3692=E6? 4.  D e r Kläger 6C wird verpflichtet, der Beklagten eine Parteientschädi- =O86CH:C5G6CA7=:49E6E56C6<=28E6?6:?6%2CE6:6?ED49O5: gung von Fr. 6'807.— 8F?8G@?C (Barauslagen im Umfang von Fr. 307.— 2C2FD=286?:>*>72?8G@?C in- :? begriffen) zu bezahlen. 368C:776?KF36K29=6? 5.  [Mitteilungssatz] /":EE6:=F?8DD2EK0 6.  [Rechtsmittelbelehrung] /'649ED>:EE6=36=69CF?80 6CF7F?2D2?ECO26 Berufungsanträge: des 56DKlägers und Berufungsklägers (Urk. 64 S. 2): =O86CDF?56CF7F?2D<=O26CD*C<(  "1. D i:6:DA@D:E:G.:776C e Dispositiv-Ziffer 1 D6:2F7KF9636?F?55:6 sei aufzuheben und die Klage sei gutzu- =286D6:8FEKF heissen; 96:DD6?  4  2.:6:DA@D:E:G.:776C D i e Dispositiv-Ziffer 3 D6:2F7KF9636?F?55:6?ED496:5863Q9C sei aufzuheben und die Entscheidgebühr von CI-IF G@? 4000.00 sei vollumfänglich der Beklagten aufzuerlegen;  D6:G@==F>7O?8=:4956C6<=28E6?2F7KF6C=686? 3. D i:6:DA@D:E:G.:776CD6:2F7KF9636?F?55:66<=28E6D6:KF e Dispositiv-Ziffer 4 sei aufzuheben und die Beklagte sei zu verpflichten dem Kläger G6CA7=:49E6?56> die gemäss Rechtsbegehren Ziffer 9 gel- =O86C5:686>ODD'649ED36869C6?.:776C86= tend gemachten Kosten E6?586>249E6? von CHF 8'024.50 @DE6?G@? zu bezahlen.  KF36K29=6? 4.  D i:66<=28E6D6:KFG6CA7=:49E6?56> e Beklagte sei zu verpflichten dem Kläger die in Rechtsbegeh- =O86C5:6:?'649ED36869 ren Ziffer 8 geforderte Genugtuung von CI-IF 1500.00 C6?.:776C867@C56CE66?F8EFF?8G@? zu bezah-   KF36K29 =6? len. 5.  A l==6DF?E6C l e s unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Be- @DE6?F?5?ED49O5:8F?8D7@=86?KF=2DE6?56D6 klagten. <=28E6? CHO8F?86? Erwänungen:  I. 1.> Am 23.F?: Juni 201292EE656C hatte der Kläger und Berufungskläger (fortan Kläger) =O86CF?56CF7F?8D<=O86C7@CE2? =O86C auf seinem Twitter-Account einen Tweet folgenden Inhalts verfasst: "Vielleicht 2F7D6:?6>)H:EE6C44@F?E6:?6?)H66E7@=86?56??92=EDG6C72DDE+:6==6:49E brauchen wir wieder eine Kristallnacht, 3C2F496?H:CH:656C6:?6 diesmal für Moscheen, damit die Regie- C:DE2==?249E5:6D>2=7QC"@D4966?52>:E5:6'68:6 rung endlich aufwacht." Am ft. Oktober 2012AF3=:K:6CE65:66<=28E6F?56CF CF?86?5=:492F7H249E>EE$:E56>):E6=G8=*C< Der Klä- 6C =O ger fühlt sich in seinen Persönlichkeitsrechten verletzt, da er im Artikel "als ver- 86C7Q9=ED:49:?D6:?6?%6CDP?=:49<6:EDC649E6?G6C=6EKE526C:>CE:<6=2=DG6C meintliches Beispiel namentlich" genannt, sein Tweet nicht korrekt wiedergegeben >6:?E=:496D6:DA:6=?2>6?E=:4986?2??ED6:?)H66E?:49E<@CC6:E:?8236G@> Juni 2014 (Datum des Poststempels) 2EF>56D%@DEDE6>A6=D eine 6:?6Klage mit den eingangs angeführten Rechtsbegehren anhängig gemacht =286>:E56?6:?82?8D2?867Q9CE6?'649ED36869C6?2?9O?8:886>249E (Urk. *C<1F?5 und 2). Betreffend den Verlauf des vorinstanzlichen Verfahrens kann auf 6EC6776?556?+6C=2F756DG@C:?DE2?K=:496?+6C729C6?D<2??2F7 den angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Urk. 65 S. 3 77686?52D 56?2?867@49E6?6??ED496:5G6CH:6D6?H6C56?*C<( ff.). Gegen das erstinstanzliche Urteil vom 7. April 2016 6CDE:?DE2?K=:496*CE6:=G@>AC:= hat der Kläger 92E56C mit Eingabe vom 24. =O86C>:E:?8236G@> Juni F?: 2016 rechtzeitig Berufung erhoben (Urk. 63;*C<:6G@C:?DE2?K=:496?249EH6C56?CE ZPO). Das Berufungsgericht wendet zwar das Recht von Amtes wegen an (Art. 57 2D6CF7F?8D86C:49EH6?56EKH2C52D'649EG@?>E6DH686?2?CE ZPO), dabei behandelt es aber grundsätzlich nur die geltend gemachten Rügen, .%$5236:3692?56=E6D236C8CF?5DOEK=:49?FC5:686=E6?586>249E6?'Q86? sofern die rechtlichen Mängel nicht geradezu offensichtlich sind (BGE 142 D@76C?5:6C649E=:496?"O?86=?:49E86C256KF@776?D:49E=:49D:?5 Ill 413   E. 2.2.4). Im Berufungsverfahren sind neue Tatsachenvorbringen und Beweismit-  >6CF7F?8DG6C729C6?D:?5?6F6)2ED2496?G@C3C:?86?F?56H6:D>:E tel (Noven) nur zulässig, wenn sie - kumulativ - ohne Verzug vorgebracht werden E6=#@G6??FCKF=ODD:8H6??D:6F=2E:G@9?6+6CKF8G@C863C249EH6C56? und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden F?5EC@EKKF>FE32C6C(@C872=E?:49ED49@?G@C6CDE6C?DE2?KG@C863C249EH6C56? konnten (Art. 317 <@??E6?CE Abs. 1=:E2F?53.%$ 3D lit, a und b ZPO).  1.1.  Der 6CKläger macht geltend, ihm sei die unentgeltliche Rechtspflege unter =O86C>249E86=E6?5:9>D6:5:6F?6?E86=E=:496'649EDA7=686F?E6C Gewährung einer Ratenzahlung für den Kostenvorschuss 6HO9CF?86:?6C'2E6?K29=F?87QC56? von Fr 5'000.— @DE6?G@CD49FDDG@?C verwei- G6CH6: gert worden. Dadurch habe er sich keinen Anwalt leisten können, was in Bezug 86CEH@C56?25FC4992366CD:49<6:?6??H2=E=6:DE6?6C963=:496?#249E6:=867Q9CE und eine faire Prozessführung verunmöglicht habe (Urk. 64 S. 3). F?56:?672:C6%C@K6DD7Q9CF?8G6CF?>P8=:49E9236*C<(  1.2.  Mit Verfügung vom 15. ":E+6C7Q8F?8G@> September 2014 (6AE6>36C wurde das Gesuch des Klägers HFC5652D6DF4956D =O86CD um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (Urk. 6), unter Gewährung der F>6HO9CF?856CF?6?E86=E=:496?'649EDA7=686*C<F?E6C6HO9CF?856C Möglichkeit von Ratenzahlungen für den Kostenvorschuss, "P8=:49<6:EG@?'2E6?K29=F?86?7QC56? abgewiesen. Die Mit- @DE6?G@CD49FDD2386H:6D6?:6":E tellosigkeit des Klägers E6==@D:8<6:E56D im Sinne von Art. 117=:E2.%$HFC56G6C?6:?E*C< =O86CD:>(:??6G@?CE lit. a ZPO wurde verneint (Urk. 8). Die gegen den Entscheid erhobene Beschwerde wies die Kammer :68686?56??ED496:56C9@36?66D49H6C56H:6D5:6 mit Urteil vom 2>>6C>:E*CE6:=G@> 13.#@G6>36C November 2014 ab (Urk. 12). 23*C< Hierauf gelangte der Kläger :6C2F786=2?8E656C an das Bundesge- =O86C2?52DF?56D86 richt, welches die gegen den obergerichtlichen Entscheid erhobene Beschwerde C:49EH6=496D5:68686?56?@36C86C:49E=:496??ED496:56C9@36?66D49H6C56 mit Urteil vom 16. >:E*CE6:=G@> Juli 2015636?72==D23H:6DD@H6:E6D2F7D:66:?EC2E*C< F=: ebenfalls abwies, soweit es auf sie eintrat (Urk. 33; *C<34). Urk. N36C5:6C286@356> =O86C6:?F?6?E86=E=:496C'649ED36:DE2?5KF Über die Frage, ob dem Kläger ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen ist (Art. 1183D 36DE6==6?:DECE Abs. 1=:E4.%$F?55:6D:49:?5:6D6>.FD2>>6?92?8 lit. c ZPO), und die sich in diesem Zusammenhang stellende Frage der Mittellosigkeit des Klägers DE6==6?56C28656C":EE6==@D:8<6:E56D wurde somit rechtskräftig ent- =O86CDHFC56D@>:EC649ED69C724956??D496:? der Befangenheit erweckt (Urk. 64 S. 4 f., S. 5 f. und S. 14). 56C672?86?96:E6CH64:E5:6D6?FD7Q9CF?86?6:?FDDE2?5D36869C6? stellen will, gilt Folgendes: Ausstandsgründe sind grundsätzlich bei der entschei- DE6==6?H:==8:=E@=86?56DFDDE2?5D8CQ?56D:?58CF?5DOEK=:4936:56C6?ED496: denden Instanz geltend zu machen (Art. 49 f. ZPO). Wenn die betreffende Instanz 56?56??DE2?K86=E6?5KF>2496?CE7.%$,6??5:636EC6776?56?DE2?K den Entscheid bereits gefällt hat, können Ausstandsgründe während laufender 56??ED496:536C6:ED867O==E92E:EE6=7C:DE36:56C'649ED>:EE6=:?DE2?KG@C863C249EH6C56? Ill 466 E. 3.4 rn.w.H.). Entsprechend ist die Kammer >H?EDAC6496?5:DE5:6 zur Behandlung der Ausstandsbe- 2>>6CKFC692?5=F?856CFDDE2?5D36 gehren zuständig. 869C6?KFDEO?5:8 2.3.   Die Einwände erweisen sich indessen sogleich als unbegründet. So :6:?HO?566CH6:D6?D:49:?56DD6?D@8=6:492=DF?368CQ?56E(@ trägt der Kläger ECO8E56C keine Konstellationen =O86C<6:?6 vor, welche den objektiven Anschein feh- @?DE6==2E:@?6?G@CH6=49656?@3;6>6E2=.%$ Art. 47 N 30). @>>CE# Dass die Vorinstanz unter der Erwägung 2DD5:6+@C:?DE2?KF?E6C56CCHO8F?8 2.3.  einleitend Ausführungen zur (Reichs-)Kristallnacht 6:?=6:E6?5FD7Q9CF?86?KFC'6:49D vom 9. auf den 10.#@ C:DE2==?249EG@>2F756? No- vember G6>36C1938 macht (Urk. 64 S. 4 f.), liegt in der Natur der zu beurteilenden Klage.  >249E*C<(7=:68E:?56C#2EFC56CKF36FCE6:=6?56? =286 Gleich verhält es sich damit, dass die Vorinstanz dem Kläger =6:49G6C9O=E6DD:4952>:E52DD5:6+@C:?DE2?K56> "wiederholt dessen =O86CH:656C9@=E56DD6? Blog und dessen Twitterkonto vorwirft". Hieraus ableiten zu wollen, der Vorinstanz =@8F?556DD6?)H:EE6C<@?E@G@CH:C7E:6C2FD23=6:E6?KFH@==6?56C+@C:?DE2?K missfalle es, wenn der Kläger >:DD72==66DH6??56C die Justiz öffentlich kritisiere, und sie wolle ihm of- =O86C5:6FDE:KP776?E=:49@7 fensichtlich "eins auswischen", geht fehl (Urk. 64 S. 14). 76?D:49E=:496:?D2FDH:D496?869E769=*C<( Ein Ausstandsgrund :?FDDE2?5D8CF?5 kann sodann nicht darin gesehen werden, dass die Vorinstanz angeblich "einsei- <2??D@52???:49E52C:?86D696?H6C56?52DD5:6+@C:?DE2?K2?863=:496:?D6: tig" Bezug auf den Bundesgerichtsentscheid 6B_627/2015 E:86KF82F756?F?56D86C:49ED6?ED496:51  vom 4. November G@>#@G6>36C 2015 nimmt, mit welchem der Kläger ?:>>E>:EH6=496>56C für seinen Tweet vom 23.F?: =O86C7QCD6:?6?)H66EG@> Juni 2012=6EKE:? letztin- stanzlich wegen Rassendiskriminierung schuldig gesprochen wurde, mit Bezug DE2?K=:49H686?'2DD6?5:D:?:6CF?8D49F=5:886DAC@496?HFC56>:E6KF8 auf die Erwägungen über "die Frage, ob der Tweet politisch gewesen ist oder 2F75:6CHO8F?86?Q36C5:6C286@356C)H66EA@=:E:D4986H6D6?:DE@56C nicht", aber nicht (Urk. 64 S. 5 f.). Die Tatsache allein, dass ein Gericht in gewis- ?:49E236C?:49E*C<(7:6)2ED24962==6:?52DD6:?6C:49E:?86H:D sen Punkten der Argumentation des Bundesgerichtes in einem von diesem in ei- D6?%F?6?E2E:@?56DF?56D86C:49E6D:?6:?6>G@?5:6D6>:?6: nem anderen Verfahren, notabene auch noch in einem anderen Rechtsgebiet, ge- ?6>2?56C6?+6C729C6??@E236?62F49?@49:?6:?6>2?56C6?'649ED863:6E86 fällten Urteil folgt und in gewissen Punkten nicht, bewirkt keine Befangenheit. Wie 7O==E6?*CE6:=7@=8EF?5:?86H:DD6?%F?@356C =O86C5FC495:6G@?:9>362?DE2? der Sache geht es darum, ob der Kläger durch die von ihm beanstan- 56E6?)6IEDE6==6?:?D6:?6C%6CDP?=:49<6:EG6C=6EKEH@C56?:DE:6+@C:?DE2?K92E deten Textstellen in seiner Persönlichkeit verletzt worden ist. Die Vorinstanz hat 6:?6+6C=6EKF?856C%6CDP?=:49<6:EDC649E656D eine =O86CDG6C?6:?E*C<( Verletzung der Persönlichkeitsrechte des Klägers verneint (Urk. 65 S. 10 77 ff.). 2DF?56D86C:49E92E:?56CCHO8F?8 Das Bundesgericht hat in der Erwägung 5.1.56D*CE6:=D1 G@>F=: des Urteils 5A_975/2015 vom 4. Juli 5:686D6EK=:496?CF?5=286?F?55:6'649EDAC649F?8KFC%6CDP?=:49<6:ED 2016 die gesetzlichen Grundlagen und die Rechtsprechung zur Persönlichkeits- G6C=6EKF?85FC49%C6DD6OFDD6CF?86?6:?8696?552C86=68ED:DE52C2F7KFG6C verletzung durch Presseäusserungen eingehend dargelegt. Es ist darauf zu ver- H6:D6? weisen. 2.Gemäss 6>ODD+@C:?DE2?KHFC565:6#6??F?856D =O86CD:>CE:<6=>:E56> Vorinstanz wurde die Nennung des Klägers im Artikel mit dem ):E6=5FC4956DD6?)H66EG@> Titel d u r c h dessen Tweet vom 23.F?: Juni 2012G6C2?=2DDE*C<(   veranlasst (Urk. 65 S. 5 E. 2.2). 6CKläger Der =O86CH:C7E56C+@C:?DE2?K:?5:6D6>.FD2>>6?92?8F?E6C2?56C6>6:?6 wirft der Vorinstanz in diesem Zusammenhang unter anderem eine ?:49EC:49E:863KHF?G@==DEO?5:866DEDE6==F?856D(249G6C92=EDG@C(6:?6#6? nicht richtige bzw. unvollständige Feststellung des Sachverhalts vor. Seine Nen- ?F?8:>DEC:EE:86?CE:<6=D6:?:49E5FC49D6:?6?)H66ED@?56C?5FC49D6:?6696 nung im strittigen Artikel sei nicht durch seinen Tweet, sondern durch seine ehe- >2=:86":E8=:65D4927EG6C2?=2DDEH@C56?*C<( malige D.- M i t g l i e d s c h a f t veranlasst worden (Urk. 64 S. 37:6D6692FA f.). Diese Behaup- EF?8:DE?6FF?552>:E:>6CF7F?8DG6C729C6??:49E>69CKF9PC6?6C(249G6C tung ist neu und damit im Berufungsverfahren nicht mehr zu hören. Der Sachver- 92=EHFC56?:49E72=D4976DE86DE6==E halt wurde nicht falsch festgestellt.  Gemäss 3.1. 6>ODD56C+@C:?DE2?KDE6==E5:6?2>6?E=:496#6??F?856D =O86CD:> der Vorinstanz stellt die namentliche Nennung des Klägers im 362?DE2?56E6?CE:<6=<6:?6%6CDP?=:49<6:EDG6C=6EKF?852C:6+@C:?DE2?K9:6=E beanstandeten Artikel keine Persönlichkeitsverletzung dar. Die Vorinstanz hielt 527QC:>.FD2>>6?92?8>:E56>)H66ED6:6DKF6:?6C"65:6?>:EE6:=F?856C dafür, im Zusammenhang mit dem Tweet sei es zu einer Medienmitteilung der 86<@>>6?56C6?":E8=:6556C =O86C52>2=D86H6D6?D6:D@H:6KF6: D.g e k o m m e n , deren Mitglied der Kläger damals gewesen sei, sowie zu ei- ?6C"65:6?<@?76C6?K(@52??D6:86C:49ED?@E@C:D4952DDD:4956C =O86C:?6: ner Medienkonferenz. Sodann sei gerichtsnotorisch, dass sich der Kläger in ei- ?6>?E6CG:6H:>)286D?K6:86CG@> nem Interview im Tages-Anzeiger vom 31.2?F2C Januar 2013,:?H6=496>56C C:DE2== in welchem der Kristall- ?249E)H66EF?556DD6?FDH:C2E:D:6CE nacht-Tweet und dessen Auswirkungen auf das Leben des Klägers thematisiert H@C56?D6:6?2?6:?63C6:E6M776?E=:49<6:E86H2?5E92366C6:ED2FD5:6D6?*> worden seien, an eine breite Öffentlichkeit gewandt habe. Bereits aus diesen Um- DEO?56?6CD496:?66D2=DKF=ODD:852DD5:66<=28E656? =O86C:>.FD2>>6? ständen erscheine es als zulässig, dass die Beklagte den Kläger im Zusammen-  8  92?8>:E56> hang C:DE2==?249E)H66EG@> mit dem Kristallnacht-Tweet vom 23.F?: Juni 2012?2>6?E=:49?6??66C =O namentlich nenne. Der Klä- 86CD@5:6+@C:?DE2?KH6:E6C9236D@52??D6=36CM776?E=:49<6:E96C86DE6==E236: ger, so die Vorinstanz weiter, habe sodann selber Öffentlichkeit hergestellt. Dabei sei entscheidend, dass er selber unter www.E.. c h einen sogenannten Blog D6:6?ED496:56?552DD6CD6=36CF?E6CHHH496:?6?D@86?2??E6?=@8 :>?E6C?6E36EC6:3656C36:6:?6C2=@8H6?5656C sich auch hinsichtlich seiner diver- =O86CD:492F499:?D:49E=:49D6:?6C5:G6C D6?%C@K6DD6:>.FD2>>6?92?8>:E56> sen C:DE2==?249E)H66E2?5:63C6:E6M7 Prozesse im Zusammenhang mit dem Kristallnacht-Tweet an die breite Öf- fentlichkeit (zuletzt etwa mit Blogeintrag vom 23."OCK 76?E=:49<6:EKF=6EKE6EH2>:E=@86:?EC28G@> März 2016, davor insbesondere 52G@C:?D36D@?56C6 mit Einträgen vom 30.#@G6>36C >:E:?ECO86?G@> November 2015, 2.6K6>36C Dezember 2015 oder vom 10.6K6> @56CG@> Dezem- ber 2015F?5E6:=H6:D6F?E6C6IA=:K:E6C+6CH6?5F?856D68C:77D 36C und teilweise unter expliziter Verwendung des Begriffs "Kristallnacht- C:DE2==?249E Tweet" i n d e r Titelsetzung). Auch a u f Twitter s e i d e r Kläger )H66E:?56C):E6=D6EKF?8F492F7)H:EE6CD6:56C unter =O86CF?E6C https://twitter.com/E. n a c h wie vor aktiv und berichte über seine verschie- 9EEAD EH:EE6C6@> ?249H:6G@C2.FD2>>6?92?8>:E56>)H66EG@>F?: 2012*C<( (Urk. 65 S. 137 f.).  Insoweit 3.2. ?D@H6:E56C =O86C5:6D36KQ8=:496:?H6?56E6C9236525FC4952DD6C der Kläger diesbezüglich einwendet, er habe dadurch, dass er den Tweet nach fünf Minuten wieder gelöscht habe, deutlich gemacht, dass er 56?)H66E?2497Q?7":?FE6?H:656C86=PD49E923656FE=:4986>249E52DD6C nicht wolle, dass ihm sein Tweet ständig wieder vorgehalten werde (Urk. 64 ?:49EH@==652DD:9>D6:?)H66EDEO?5:8H:656CG@C8692=E6?H6C56*C< S. (10), stellt der Kläger DE6==E56C eine neue Behauptung auf. Diese ist verspätet und nicht =O86C6:?6?6F6692FAEF?82F7:6D6:DEG6CDAOE6EF?5?:49E mehr zu beachten. >69CKF36249E6?    Der 3.3.1 6CKläger =O86CH6?56EH6:E6C6:?6C9236<6:?6:?H:==:8F?8KFC?2>6?E=: wendet weiter ein, er habe keine Einwilligung zur namentli- chen Nennung gegeben. Ein überwiegendes öffentliches Interesse an seiner na- 496?#6??F?8868636?:?Q36CH:686?56DP776?E=:496D?E6C6DD62?D6:?6C?2 mentlichen Erwähnung im inkriminierten Artikel bestehe nicht. Zum Zeitpunkt der >6?E=:496?CHO9?F?8:>:?:?:6CE6?CE:<6=36DE696?:49E.F>.6:EAF?6?E=:496CHO9?F?8:?6:?6>?E:11111 ikel sei daher unnötig. Sodann sei gerichtlich festgestellt worden, dass sein Tweet D6:5296CF??PE:8(@52??D6:86C:49E=:4976DE86DE6==EH@C56?52DDD6:?)H66E ?:49EA@=:E:D4986H6D6?D6:N36C5:6D92366CD6:EQ36CG:6C29C6?<6:?A@=:E: nicht politisch gewesen sei. Überdies habe er seit über vier Jahren kein politi- sches Milizamt mehr inne. Im Artikel sei es nicht um die Pressekonferenz der D496D":=:K2>E>69C:??6>CE:<6=D6:6D?:49EF>5:6%C6DD6<@?76C6?K56C D.v o m 27. G@> Juni 20128682?86?D9236<6:?6?2$2=DQ36C56?)H66EKF36C:49E6?(6:??E6CG:6H nochmals über den Tweet zu berichten. Sein Interview vom G@>31.2?F2C Januar 2013 könne nicht nachträglich dafür herangezogen werden, um    56?2>EE$*CE6:=56C+@ publizierten Artikel zu rechtfertigen. Die im Urteil der Vo- rinstanz erwähnten Ergebnisse auf Google seien Teil der Hetze gegen ihn. Die C:?DE2?K6CHO9?E6?C863?:DD62F7@@8=6D6:6?)6:=56C6EK68686?:9?:6 auf diesen Websites begangenen Persönlichkeitsverletzungen könnten nicht als 2F75:6D6?,63D:E6D3682?86?6?%6CDP?=:49<6:EDG6C=6EKF?86?2E:@?7QC6:?6H6:E6C6%6CDP?=:49<6:EDG6C=6EKF?896C2?86K@86?H6C56? (@52??769=E6?6=686527QC52DD6CH686?D6:?6D=@8D:?56?"65:6?F?5:> Sodann fehlten Belege dafür, dass er wegen seines Blogs in den Medien und im Artikel erwähnt worden sei. Er sei nicht wegen seines Blogs, sondern wegen ei- CE:<6=6CHO9?EH@C56?D6:CD6:?:49EH686?D6:?6D=@8DD@?56C?H686?6: nes auf Twitter verfassten Tweets und seiner Mitgliedschaft bei der D.e r - ?6D2F7)H:EE6CG6C72DDE6?)H66EDF?5D6:?6C":E8=:65D4927E36:56C6C wähnt worden. Dass er in seinem Blog nebst verschiedenen Themen auch über HO9?EH@C56?2DD6C:?D6:?6>=@8?63DEG6CD49:656?6?)96>6?2F49Q36C das ihm widerfahrene Leid schreibe, beweise noch kein öffentliches Interesse. Ein 52D:9>H:56C729C6?6!6:5D49C6:3636H6:D6?@49<6:?P776?E=:496D?E6C6DD6:? Blog sei wie ein Tagebuch und diene der Psychohygiene. Das Interesse an sei- =@8D6:H:66:?)2863F49F?55:6?656C%DJ49@9J8:6?62D?E6C6DD62?D6: ?6?=@82CE:<6=?D6:86C:?8C6CC6:49652>:E?FC6:?686C:?866DF496CK29=:6 nen Blogartikeln sei gering. Er erreiche damit nur eine geringe Besucherzahl. Die von der Vorinstanz erwähnten Blogartikel seien zudem alle über drei Jahre nach G@?56C+@C:?DE2?K6CHO9?E6?=@82CE:<6=D6:6?KF56>2==6Q36C5C6:29C6?249 dem inkriminierten Artikel verfasst worden und könnten somit nicht zu dessen 56>:?:?:6CE6?CE:<6=G6C72DDEH@C56?F?5:E?:49EKF56DD6? '649E76CE:8F?896C2?86K@86?H6C56?6C?6C>249E56C Rechtfertigung =O86C:?5:6D6>.F herangezogen werden. Ferner macht der Kläger in diesem Zu- D2>>6?92?86:?'649E2F7+6C86DD6?86=E6?5*C<( sammenhang ein "Recht auf Vergessen" geltend (Urk. 64 S. 1077 ff.). 3.3.2   Gemäss Bundesgericht besteht ein öffentliches Interesse daran, über 6>ODDF?56D86C:49E36DE69E6:?P776?E=:496D?E6C6DD652C2?Q36C 56?Kläger den =O86CF?5D6:?6?)H66EKF36C:49E6?6C1 G@>F=: und seinen Tweet zu berichten (BGer 5A_975/2015  vom 4. Juli 2016, E. 5.3;36DEOE:8E:?6C1  bestätigt in BGer 5A_515/2016  vom 24. G@> November 2016, #@G6>36C E. 3.1).  Auf die  F75:6 6?EDAC6496?56?FD7Q9CF?86?<2??G6CH:6D6?H6C56?9?6?:DE?:49ED36:KF7Q entsprechenden Ausführungen kann verwiesen werden. Ihnen ist nichts beizufü- 86?.FC?2>6?E=:496?#6??F?856D gen. =O86CD9:6=E52DF?56D86C:49E76DE56C Zur namentlichen Nennung des Klägers hielt das Bundesgericht fest, der Kläger sei durch die - teilweise mit voller Namensnennung erfolgte - Berichterstat- =O86CD6:5FC495:6E6:=H6:D6>:EG@==6C#2>6?D?6??F?86C7@=8E66C:49E6CDE2E EF?8Q36CD6:?6?)H66ED@H:65FC495:66:?36CF76?6"65:6?<@?76C6?K:?D=:4< tung über seinen Tweet sowie durch die einberufene Medienkonferenz ins Blick- 76=556CM776?E=:49<6:E86EC6E6?(@52??923656C)286D2?K6:86C2> feld der Öffentlichkeit getreten. Sodann habe der Tagesanzeiger am 31.2?F2C Januar 20136:?KH6:D6:E:86D?E6CG:6H>:E:9>F?E6CG@==6C#2>6?D?6??F?8F?5>:E:=5 ein zweiseitiges Interview mit ihm unter voller Namensnennung und mit Bild publiziert. Weiter hätten die kantonalen Instanzen festgehalten, dass der Kläger AF3=:K:6CE,6:E6C9OEE6?5:6<2?E@?2=6??DE2?K6?76DE8692=E6?52DD56C =O86C das Verfahren mit einem Blog im Internet sowie auf Twitter weiterhin aktiv an die 52D+6C729C6?>:E6:?6>=@8:>?E6C?6ED@H:62F7)H:EE6CH6:E6C9:?2:?E6C8CF?5D6:?:49EKFD696?:?H:676C?5:6%6C Öffentlichkeit trage. Vor diesem Hintergrund sei nicht zu sehen, inwiefern die Per- sönlichkeit des - längst zur relativen Person der Zeitgeschichte gewordenen (mit DP?=:49<6:E56D=O?8DEKFCC6=2E:G6?%6CD@?56C.6:E86D49:49E686H@C56?6?>:E Hinweis auf BGer 5A_195/2016 :?H6:D2F76C1  vom 4. Juli 2016, G@>F=: E. 5.3)  - Klägers verletzt sein =O86CDG6C=6EKED6:? solle, wenn die Beklagte ihn in ihrer nach wie vor auf Internet einsehbaren Be- D@==6H6??5:66<=28E6:9?:?:9C6C?249H:6G@C2F7?E6C?6E6:?D6932C6?6 richterstattung mit vollem Namen nenne (BGer 5A_975/2015 C:49E6CDE2EEF?8>:EG@==6>#2>6??6??66C1 vom 4. Juli 2016, G@>F=:  36DEOE:8E:?6C E.  G@> 5.4; bestätigt in BGer 5A_515/2016 #@G6>36C vom 24.  November *2016,  :6D6? E. 3.1). Diesen - 10 -   Ausführungen ist einzig hinzuzufügen, dass der Kläger FD7Q9CF?86?:DE6:?K:89:?KFKF7Q86?52DD56C auch vorliegend nicht be- =O86C2F49G@C=:686?5?:49E36 DEC6:E6E52DD6CD@H@9=:?D6:?6>=@886>ODD56C+@C:?DE2?KKF=6EKE2> streitet, dass er sowohl in seinem Blog (gemäss der Vorinstanz zuletzt am 23."OCK März 2016) als auch über Twitter noch immer über seine laufenden Gerichts- 2=D2F49Q36C)H:EE6C?@49:>>6CQ36CD6:?6=2F76?56?6C:49ED verfahren zum "Kristallnacht-Tweet" G6C729C6?KF> berichtet. So führt er selbst aus, er schreibe C:DE2==?249E)H66E36C:49E6E(@7Q9CE6CD6=3DE2FD6CD49C6:36 in seinem Blog "nebst verschiedenen Themen auch über das ihm widerfahrene :?D6:?6>=@8?63DEG6CD49:656?6?)96>6?2F49Q36C52D:9>H:56C729C6?6 Leid" (Urk. 64 S. 13). !6:5*C<( Die Vorinstanz hat daher zutreffend festgehalten, dass die :6+@C:?DE2?K92E5296CKFEC6776?576DE8692=E6?52DD5:6 Namensnennung des Klägers #2>6?D?6??F?856D im Zusammenhang mit dem Kristallnacht-Tweet =O86CD:>.FD2>>6?92?8>:E56> C:DE2==?249E)H66E nicht persönlichkeitsverletzend war. Dabei spielt es entgegen der Auffassung des ?:49EA6CDP?=:49<6:EDG6C=6EK6?5H2C236:DA:6=E6D6?E8686?56CF772DDF?856D Klägers keine Rolle, dass nicht dieser Tweet im Zentrum des Artikels stand, son- =O86CD<6:?6'@==652DD?:49E5:6D6C)H66E:>.6?ECF>56DCE:<6=DDE2?5D@? 56C?56C*>82?856C11111 dern der Umgang der D. m i >:E":E8=:656C?2>C649E6?'2?556DA@=:E:D496? t Mitgliedern am rechten Rand des politischen Spektrums. Weiter ist unerheblich, ob gewisse Medien den Kläger (A6D,6:E6C:DEF?6C963=:49@386H:DD6"65:6?56? nicht mehr als =O86C?:49E>69C2=D Person von öffentlichem Interesse einschätzen (Urk. 64 S. 14). %6CD@?G@?P776?E=:496>?E6C6DD66:?D49OEK6?*C<(  3.3.3   Betreffend das vom Kläger 6EC6776?552DG@> geltend gemachte "Recht auf Vergessen" =O86C86=E6?586>249E6'649E2F7+6C86DD6? kann auf die beiden den Kläger <2??2F75:636:56?56? betreffenden Urteile der angerufenen Kammer =O86C36EC6776?56?*CE6:=656C2?86CF76?6? 2>>6C vom G@>29. Oktober 2015 $ Januar 2016 2?F2C   -9( (OGer     ZH 12150060-Q  .G6CH:6D6?H6C56?(@52??92E52DF?56D E. 5.2.1 f) verwiesen werden. Sodann hat das Bundes- gericht in seinem Entscheid 5A_195/2016 86C:49E:?D6:?6>?ED496:51  vom 4. Juli 201676DE8692=E6?6,-9 G@>F=: festgehalten: "In der $);:;-44-6:1+015(<:)55-60)6/51;&-9E..-6;41+0<6/-6)<.6;-96-;*-:76,-9- Tat stellen sich im Zusammenhang mit Veröffentlichungen auf Internet besondere Probleme, namentlich aufgrund der Möglichkeit der Verknüpfung und des Aufsu- !97*4-5-6)5-6;41+0)<./9<6,,-9E/41+03-1;,-9&-936F8.<6/<6,,-:6:< +0-6:=766.795);176-6=/4-;>)C"!-9:76-6*-A7/-6-6.795) chens von Informationen (vgl. etwa AEBI-MCILLER, Personenbezogene Informa- tionen im System des zivilrechtlichen Persönlichkeitsschutzes, Bem 2005, ;176-615#@:;-5,-:A1=149-+0;41+0-6!-9:E641+03-1;::+0<;A-:-96 Rz. "A 585 if., insb. Rz. 589). Der Bundesrat hat am 9. Oktober ..16:*"A-9<6,-:9);0);)5 3;7*-9 2013,-6-91+0;"-+0; den Bericht "Recht- 41+0-):1:.F9#7+1)4-,1)=-9)*:+01-,-;>-4+0-9:1+016:*-:76,-9-)<+0,-9 liche Basis für Social Media" verabschiedet, welcher sich insbesondere auch der betreffenden Frage widmet (S. 27..<6,#&79,-516;-9/9<6,,-9-:; *-;9-..-6,-69)/->1,5-;# if und S. 76). Vor dem Hintergrund der Fest- :;-44<6/,)::,-9-:+0>-9,-.F09-9:-4*:;4)<.-6,.F9>-1;-9-B..-6;41+03-1; stellung, dass der Beschwerdeführer selbst laufend für weitere Öffentlichkeit sore, ist im Zusammenhang mit der Tatsache, dass die beanstandeten Texte :79/;1:;15(<:)55-60)6/51;,-9$);:)+0-,)::,1-*-)6:;)6,-;-6$-?;- immer noch auf Internet abgerufen werden können, jedenfalls im heutigen Zeit- 155-967+0)<.6;-96-;)*/-9<.-6>-9,-63E66-62-,-6.)44:150-<;1/-6(-1; 8<63;6)+0>1-=793-16->1,-99-+0;41+0-!-9:E641+03-1;:=-94-;A<6/)<:A< punkt nach wie vor keine widerrechtliche Persönlichkeitsverletzung auszu- machen." (E. 5.3). 5)+0-6 Im gleichen Sinne hat es im Urteil 5A_975/2015 >8=6:496?(:??692E6D:>*CE6:=1 ebenfalls vom 636?72==DG@> F=: 4. Juli 20166?ED49:656?G8=,6:E6C6FD7Q9CF?86?9:6CKF6CQ3C:86? entschieden (vgl. E. 5.4.). Weitere Ausführungen hierzu erübrigen D:49 sich.     lm 4.1.1 >F>DEC:EE6?6?CE:<6=H:C5>:EF?E6C76DE8692=E6?5:6.QC496C(E22ED umstrittenen Artikel wird mitunter festgehalten, die Zürcher Staats- 2?H2=ED4927E6C>:EE=68686?6:?H6:E6C6D":E8=:6556C.QC496C anwaltschaft ermittle gegen ein weiteres Mitglied der Zürcher D., A. :6D6C9236:>G6C82?86?6?F?:2F7)H:EE6C86D49C:636?+:6==6:49E3C2F49E6D Dieser habe im vergangenen Juni auf Twitter geschrieben: "Vielleicht braucht es 6:?6?6F6 eine C:DE2==?249E5:6D>2=8686?5:6"@D4966?(AOE6CD6:56C neue Kristallnacht diesmal gegen die Moscheen." Später sei der D. %@=:E:<6C56DH686?G@?D6:?6>C36:E8636C6?E=2DD6?H@C56?9236D:49 Politiker deswegen von seinem Arbeitgeber entlassen worden. A.h a b e sich P776?E=:496?ED49F=5:8EF?5D6:2FD56C2FD86EC6E6?*C< öffentlich 6C entschuldigt und sei aus der D.a u s g e t r e t e n (Urk. 3/3). =O86C Der Kläger 36CF7ED:492F49:?56C6CF7F?852C2F75:66<=28E6G6C3C6:E672=D496)2ED2496? beruft sich auch in der Berufung darauf, die Beklagte verbreite falsche Tatsachen. CD6::>.6:EAF?69C":E8=:6556C Er sei im Zeitpunkt der Publikation des Artikels nicht mehr Mitglied der D. 86H6D6?*C< gewesen (Urk. 2(*C<( S. 5; Urk. 64 S. 7).   Die 4.1.2 :66CHO9?E6FDD286:DE:?D@H6:E?:49E82?K<@CC6-1;-9-:1;/41-,,-9(F9+0-96C>:EE6=E6C festhält, es werde gegen ein weiteres Mitglied der Zürcher D. e r m i t t e l t . Der =O86CH2C:>.6:EAF?69C":E8=:6556C Kläger war im Zeitpunkt der Verfassung des Artikels nicht mehr Mitglied der DHOC6H@9=6:?6 D. E s wäre wohl eine=2>>6C36>6C:E56>+6C>6C<696>2=:86D Klammerbemerkung mit dem Vermerk "ehemaliges" 2?86K6:8E86H6D6?@49=ODDE5:6D6;@FC?2=:DE:D496*?86?2F:8<6:E5:66C:49E6C angezeigt gewesen. Doch lässt diese journalistische Ungenauigkeit die Berichter- DE2EEF?8?:49E:?D86D2>E2=DF?H29C6CD496:?6?QC56?FC49D49?:EED=6D6CH:C5 stattung nicht insgesamt als unwahr erscheinen. Für den Durchschnittsleser wird 2FD56C82?K6?%2DD286<=2C6CD:49E=:4952DD56C aus =O86CKH2C:>.6:EAF?:E5:6%6CDP?=:49<6:E56D Partei =O ausgetreten ist. Die Ungenauigkeit lässt somit die Persönlichkeit des Klä- 86CDH656C:?6:?6>72=D496?!:49E6CD496:?6??@49H:C5G@?:9>6:?529:?86 gers weder in einem falschen Licht erscheinen noch wird von ihm ein dahinge- 96?5DAQC32CG6C7O=D49E6D:=586K6:49?6E52DD6C:?D6:?6>?D696?36:56? hend spürbar verfälschtes Bild gezeichnet, dass er in seinem Ansehen bei den ":E>6?D496?G6C8=:496?>:E56>E2EDO49=:49868636?6?(249G6C92=E6>A7:?5 Mitmenschen - verglichen mit dem tatsächlich gegebenen Sachverhalt - empfind- =:4996C2386D6EKEH:C5G8=6C1 G@>F=: lich herabgesetzt wird (vgl. BGer 5A_975/2015  vom 4. Juli 2016, ":E56C E. 5.1). Mit der +@C:?DE2?K:DE52G@?2FDKF8696?52DD<6:?6+6C=6EKF?856C%6CDP?=:49<6:E56D Vorinstanz ist davon auszugehen, dass keine Verletzung der Persönlichkeit des =O86CDG@C=:68E*C<( Klägers  vorliegt (Urk. 65 S. 11).   >CE:<6=H:C556C6:?82?8DK:E:6CE6)H66E56D 4.2.1 =O86CDD@52?? lm Artikel "..." wird der eingangs zitierte Tweet des Klägers sodann G6C:E5:6'68:6CF?86?5=:492F7H249EH:656C verkürzt, ohne den Nebensatz "damit die Regierung endlich aufwacht.", wieder- 868636?,6:E6CD49C:635:66<=28E63C2F496?H:CH:656C6:?62?DE2EE gegeben. Weiter schrieb die Beklagte "(...) brauchen wir wieder eine (...)" anstatt 3C2F49E6D6:?6?6F6F?55:6D>2=7QC"@D4966?2?DE2EE "(...) braucht es eine neue (...)" und "(...) diesmal für Moscheen (...)" anstatt "(...) 5:6D>2=8686?5:6"@D4966?*C< :6+@C:?DE2?K9:6=E2F495:6D36 diesmal gegen die Moscheen (...)" (Urk. 3/3). Die Vorinstanz hielt auch diesbe- KQ8=:49527QC56C:?E2EDO49=:496C:?D:49EF?86?2F6CE:<6=D6:6:?6;@FC?2=:DE: züglich dafür, der in tatsächlicher Hinsicht ungenaue Artikel sei eine journalisti- D496*?86?2F:8<6:E(:6<2>KF>(49=FDD52DD5:6*?86?2F:8<6:E6?56? =O86C sche Ungenauigkeit. Sie kam zum Schluss, dass die Ungenauigkeiten den Kläger - 12 -   weder in einem falschen Licht erscheinen liessen noch das Bild von ihm spürbar H656C:?6:?6>72=D496?!:49E6CD496:?6?6DD6??@4952D:=5G@?:9>DAQC32C verfälschten. Die Abweichungen hätten keine Auswirkungen auf das Verständnis G6C7O=D49E6?:63H6:49F?86?9OEE6?<6:?6FDH:CF?56D86C:49E:DE davon auszugehen, dass mit dem Begriff "Kristallnacht" 52G@?2FDKF8696?52DD>:E56>68C:77 oder "Reichskristallnacht" C:DE2==?249E@56C'6:49D249368C:77#@G6>36CA@8C@>65:6C6:8?:DD636K6:49?6EH6C56? wie sie sich insbesondere in der Nacht vom 9. auf den 10.#@G6>36C H:6D:6D:49:?D36D@?56C6:?56C#249EG@>2F756? November 1938, aber  236C auch noch in den Folgetagen zugetragen haben (insbesondere das Anzünden 2F49?@49:?56?@=86E286?KF86EC286?9236?:?D36D@?56C652D?KQ?56? bzw. Verwüsten von über 1000(J?28@86?D@H:6F?KO9=:86C;Q5:D496C6D49O7 3KH+6CHQDE6?G@?Q36C Synagogen sowie unzähliger jüdischer Geschäf- te). Sie bildeten den Auftakt zur unmittelbar in diesem Zusammenhang beschlos- E6(:63:=56E6?56?F7E2:EE6=32C:?5:6D6>.FD2>>6?92?836D49=@D senen systematischen Verfolgung und Ausgrenzung der Juden in Deutschland D6?6?DJDE6>2E:D496?+6C7@=8F?8F?5FD8C6?KF?856CF56?:?6FED49=2?5 F?5MDE6CC6:49:6D6)2ED2496?5QC76?2=D2==86>6:?36<2??E86=E6?F?5D:?5:? und Österreich. Diese Tatsachen dürfen als allgemein bekannt gelten und sind in den Nachschlagewerken, wie sie der Durchschnittsleser bei allfälligen Wissenslü- 56?#249D49=286H6C<6?H:6D:656CFC49D49?:EED=6D6C36:2==7O==:86?,:DD6?D=Q cken konsultieren wird, leicht zugänglich. Der Tweet überträgt im Sinn einer rheto- 4<6?<@?DF=E:6C6?H:C5=6:49EKF8O?8=:496C)H66EQ36CECO8E:>(:??6:?6CC96E@ rischen Frage das Kerngeschehen C:D496?C28652D der Kristallnacht 6C?86D49696?56C - das staatlich organisierte C:DE2==?249E52DDE22E=:49@C82?:D:6CE6 Anzünden der Synagogen im Land als Aufruf zur systematischen Verfolgung und ?KQ?56?56C(J?28@86?:>!2?52=DF7CF7KFCDJDE6>2E:D496?+6C7@=8F?8F?5 Vertreibung der Juden - auf die Moscheen. Dies lässt sich für den Durchschnitts- +6CEC6:3F?856CF56?2F75:6"@D4966?:6D=ODDED:497QC56?FC49D49?:EED leser nicht anders interpretieren denn als Frage, ob nicht staatlich organisiert die =6D6C?:49E2?56CD:?E6CAC6E:6C6?56??2=DC286@3?:49EDE22E=:49@C82?:D:6CE5:6 Moscheen angezündet werden sollten als Fanal zur systematischen Verfolgung "@D4966?2?86KQ?56EH6C56?D@==E6?2=D2?2=KFCDJDE6>2E:D496?+6C7@=8F?8 und Vertreibung der Muslime. Die unverkennbar mit Bedacht gewählten Worte F?5+6CEC6:3F?856C"FD=:>6:6F?G6C<6??32C>:E65249E86HO9=E6?,@CE6 des 56DKlägers sind klarerweise auf diese gedankliche Verknüpfung angelegt; sie =O86CDD:?5<=2C6CH6:D62F75:6D68652?<=:496+6CFC49D49?:EED=6D6C?:49E2?56CDG6CDE2?56?H6C56?6C 5A2195/2015 1  vom 4. Juli 2016, G@>F=: E. 5.5, und BGer 5A_975/2016 F?56C1 vom 4. Juli 2016, G@>F=:  E. 5.5, je mit Hinweisen; bestätigt in BGer 5A_515/2016 ;6>:E:?H6:D6?36DEOE:8E:?6C1  vom 24. G@> November 2016, #@G6>36C  E. 3.1).  Zum vom Kläger  .F>G@> angefügten Zusatz hielt das Bundesgericht in seinem =O86C2?867Q8E6?.FD2EK9:6=E52DF?56D86C:49E:?D6:?6> diesbezüglichen (Straf-)Urteil vom 4. November 2015 5:6D36KQ8=:496?(EC27*CE6:=G@>#@G6>36C betreffend den Kläger 36EC6776?556? und =O86CF?5 den ihm zur Last gelegten Vorwurf der Rassendiskriminierung das Folgende fest: 56?:9>KFC!2DE86=68E6?+@CHFC756C'2DD6?5:D:?:6CF?852D@=86?5676DE "Es ist nicht ersichtlich, inwiefern der Beschwerdeführer mit diesem Tweet ernst- D1:;61+0;-9:1+0;41+016>1-.-96,-9-:+0>-9,-.F09-951;,1-:-5$>--;-96:; haft anstreben wollte, dass "damit die Regierung endlich aufwacht". Der absurde 0).;)6:;9-*-6>744;-,)::,)51;,1-"-/1-9<6/-6,41+0)<.>)+0;H-9)*:<9,- Zusatz (ein NS-Pogrom: damit die Regierung aufwacht) stellt ein Anhängsel dar, (<:);A-16#!7/975,)51;,1-"-/1-9<6/)<.>)+0;:;-44;-1660D6/:-4,)9 - 13 -   das für den durchschnittlichen Beobachter, soweit es überhaupt seine Aufmerk- 52D.F9,-6,<9+0:+061;;41+0-6-7*)+0;-9:7>-1;-:F*-90)<8;:-16-<.5-93 samkeit erlangt, schlicht keinen Sinn ergibt und in keiner Weise geeignet ist, der :)53-1;-94)6/;:+041+0;3-16-6#166-9/1*;<6,163-16-9'-1:-/--1/6-;1:;,-9 <::)/-,-:$>--;:-;>):=76109-5-0)4;A<6-05-6F9C*-94-/<6/-67* Aussage des Tweets etwas von ihrem Gehalt zu nehmen. Für Überlegungen, ob "wir wieder eine Kristallnacht brauchen", besteht kein Raum....." (BGer >19>1-,-9-16-91:;)446)+0;*9)<+0-6*-:;-0;3-16")<56C 6B_627/2015 1  vom 4 . November 2015, G@>#@G6>36C E . 2.8).  Auch in den Entscheiden F49:?56??ED496:56? 5A_195/2016 1  vom 4. Juli 2016F?51 G@>F=: und 5A_515/2016  vom 24. G@> November 201636 #@G6>36C be- zeichnete es den Zusatz als "absurd" (vgl. die Erwägungen 3.F?5 K6:49?6E66D56?.FD2EK2=D23DFC5G8=5:6CHO8F?86? und 3.1). Dieser  :6D6C Einschätzung ist auch im vorliegenden Verfahren nichts hinzuzufügen. Sie kann :?D49OEKF?8:DE2F49:>G@C=:686?56?+6C729C6??:49ED9:?KFKF7Q86?(:6<2?? vollumfänglich übernommen werden. Der Kläger G@==F>7O?8=:49Q36C?@>>6?H6C56?6C nimmt in seinem Tweet den Völ- =O86C?:>>E:?D6:?6>)H66E56?+P= kermord an den Juden, die Kristallnacht <6C>@C52?56?F56?5:6 als Bezeichnung für die Novemberpog- C:DE2==?249E2=D6K6:49?F?87QC5:6#@G6>36CA@8 C@>6:?6FED49=2?5F?5MDE6CC6:492F7F?5C:49E6E5:6D6?692=E8686?"@ rome in Deutschland und Österreich, auf und richtet diesen Gehalt gegen Mo- scheen, also gegen die Islamgläubigen. Der Tweet erweckt den Eindruck rassisti- D4966?2=D@8686?5:6D=2>8=OF3:86?6C)H66E6CH64 E. =O86C:?6:?6>A@=:E:D496? 1.d). Ob die Äusserung vom Kläger @?E6IE86OFDD6CE in einem politischen Kontext geäussert wurde oder nicht, spielt dabei keine Rolle (Urk. 64 S. 9 f.). Die Ungenauigkeiten HFC56@56C?:49EDA:6=E5236:<6:?6'@==6*C<(7:6*?86?2F:8<6:E6? im Artikel lassen die Persönlichkeit des Klägers :>CE:<6==2DD6?5:6%6CDP?=:49<6:E56D somit weder in einem falschen =O86CDD@>:EH656C:?6:?6>72=D496? Licht erscheinen noch wird von ihm ein dahingehend spürbar verfälschtes Bild !:49E6CD496:?6??@49H:C5G@?:9>6:?529:?8696?5DAQC32CG6C7O=D49E6D:=5 gezeichnet, dass er in seinem Ansehen bei den Mitmenschen - verglichen mit 86K6:49?6E52DD6C:?D6:?6>?D696?36:56?":E>6?D496?G6C8=:496?>:E dem tatsächlich gegebenen Sachverhalt - empfindlich herabgesetzt wird (vgl. 56>E2EDO49=:49868636?6?(249G6C92=E6>A7:?5=:4996C2386D6EKEH:C5G8= BGer 5A_975/2015 6C1 vom 4. Juli 2016, G@>F=: E. 5.1).  Die Persönlichkeit des Klägers :6%6CDP?=:49<6:E56D wird =O86CDH:C5 nicht verletzt (Urk. 65 S. 11). ?:49EG6C=6EKE*C<(  5.1.6C  Der Kläger beruft sich im Weiteren darauf, seine Persönlichkeit werde =O86C36CF7ED:49:>,6:E6C6?52C2F7D6:?6%6CDP?=:49<6:EH6C56 dadurch verletzt, als er im inkriminierten Artikel in den Zusammenhang mit "politi- 525FC49G6C=6EKE2=D6C:>:?:?:6CE6?CE:<6=:?56?.FD2>>6?92?8>:EA@=:E: schem Rassismus" gestellt werde (Urk. 58 S. 10 77*C<(776>ODD D496>'2DD:D>FD86DE6==EH6C56*C<( if.; Urk. 64 S. 5 ff.). Gemäss Vorinstanz wird die Bezeichnung "..." im beanstandeten Artikel zwar nicht direkt +@C:?DE2?KH:C55:66K6:49?F?8:>362?DE2?56E6?CE:<6=KH2C?:49E5:C6CE:<6=KF> des Klägers C:DE2==?249E)H66E56D als ei- =O86CD2=D6: nes (damaligen) D.- M i t g l i e d s geneigt sein, anzunehmen, der Autor beziehe ?6D52>2=:86?":E8=:65D86?6:8ED6:?2?KF?69>6?56CFE@C36K:696 die Bezeichnung "politischer Rassismus" auch auf den Kristallnacht-Tweet 5:66K6:49?F?8A@=:E:D496C'2DD:D>FD2F492F756? des C:DE2==?249E)H66E56D Klägers. Daran ändere angesichts des klaren Titels ("...") auch die Einschränkung =O86CD2C2?O?56C62?86D:49ED56D<=2C6?):E6=D2F495:6:?D49CO?6CDE6?3D2EK56D:?:?:6CE6?)6IE6D?:49EDH@?2496DD:49F>>FE>2DD=: che Diskriminierungsvorfälle handle. Insofern sei der Kläger 496:D:?:6CF?8DG@C7O==692?5=6?D@76C?D6:56C durch dieses Wertur- =O86C5FC495:6D6D,6CEFC - 14-   teil des Autors betroffen. Indessen sei der Kläger E6:=56DFE@CD36EC@776??56DD6?D6:56C wegen seines Kristallnacht- =O86CH686?D6:?6D C:DE2==?249E Tweets rechtskräftig der Rassendiskriminierung im Sinne von Art. 261" )H66EDC649ED:?:6CF?8:>(:??6G@?CE Abs. 4  3:D3D StGB schuldig gesprochen worden (mit Hinweis auf BGer 6B_627/2015 (ED49F=5:886DAC@496?H@C56?>:E:?H6:D2F76C1  vom 4. G@> November #@G6>36C2015, E. 2.8).  Vor diesem Hintergrund erweise sich der Bezug des Be- +@C5:6D6>:?E6C8CF?56CH6:D6D:4956C6KF856D6 griffs "politischer Rassismus" auf den Kläger 8C:77DA@=:E:D496C'2DD:D>FD2F756? als zulässig. Ob der Hinweis auf eine =O86C2=DKF=ODD:8$356C:?H6:D2F76:?6 politische Komponente A@=:E:D496 zutreffend sei, bestimme sich nicht aufgrund einer Erwä- @>A@?6?E6KFEC6776?5D6:36DE:>>6D:49?:49E2F78CF?56:?6CCHO gung eines anderen Gerichts, welches in einer anderen Sache in einem anderen 8F?86:?6D2?56C6?6C:49EDH6=496D:?6:?6C2?56C6?(2496:?6:?6>2?56C6? Rechtsgebiet entschieden habe. Vielmehr sei diesbezüglich entscheidend, dass '649ED863:6E6?ED49:656?9236+:6=>69CD6:5:6D36KQ8=:496?ED496:56?552DD der 56CKläger im Zeitpunkt der Publikation des Kristallnacht-Tweets =O86C:>.6:EAF?:EE6=32C6?@=86236C2FD5:6D6C2FD86EC6E6?D6:F?55:6D auch an einer durch die Partei organisierten Medienkonferenz kommuniziert habe. 2F492?6:?6C5FC495:6%2CE6:@C82?:D:6CE6?"65:6?<@?76C6?K<@>>F?:K:6CE9236 Unter diesen Umständen sei ein hinreichender politischer Bezug gegeben (Urk. *?E6C5:6D6?*>DEO?56?D6:6:?9:?C6:496?56CA@=:E:D496C6KF8868636?*C< 65 S. 107 ( f.). 5.2.1   Entgegen der Ansicht des Klägers ?E8686?56C?D:49E56D handelt es sich bei der Wortkombi- =O86CD92?56=E6DD:4936:56C,@CE<@>3: nation "politischer Rassismus" nicht um eine Tatsachenbehauptung (Urk. 64 S. 5). ?2E:@?A@=:E:D496C'2DD:D>FD?:49EF>6:?6)2ED2496?3692FAEF?8*C<( Weiter wirft der Kläger ,6:E6CH:C7E56C der Vorinstanz mit Bezug auf die Frage, ob sein Tweet po- =O86C56C+@C:?DE2?K>:E6KF82F75:6C286@3D6:?)H66EA@ litisch gewesen sei oder nicht, "Rosinenpickerei" vor. Die Vorinstanz beziehe sich =:E:D4986H6D6?D6:@56C?:49E'@D:?6?A:4<6C6:G@C:6+@C:?DE2?K36K:696D:49 für ihre Argumentation einerseits auf den Bundesgerichtsentscheid 6B_627/2015, 7QC:9C6C8F>6?E2E:@?6:?6CD6:ED2F756?F?56D86C:49ED6?ED496:51   lehne dann aber die darin enthaltenen Erwägungen zur Frage, ob der Tweet poli- =69?652??236C5:652C:?6?E92=E6?6?CHO8F?86?KFCC286@356C)H66EA@=: tisch gewesen sei oder nicht, ab. Das sei widersprüchlich und verstosse gegen E:D4986H6D6?D6:@56C?:49E232DD6:H:56CDACQ49=:49F?5G6CDE@DD68686? das Fairnessgebot. Das Zürcher Obergericht sowie das Bundesgericht hätten 52D2:C?6DD863@E2D.QC496C$36C86C:49ED@H:652DF?56D86C:49E9OEE6? festgehalten, dass der Tweet nicht politisch gewesen sei. Wenn die Vorinstanz 76DE8692=E6?52DD56C)H66E?:49EA@=:E:D4986H6D6?D6:,6??5:6+@C:?DE2?K 56??ED496:56C1  527QC96CK:69652DD6CH686?CE den Entscheid BGer 6B 627/2015  3:D(E dafür herziehe, dass er wegen Art. 261" StGB verurteilt worden sei, könne es die im selben Entscheid enthaltenen Erwägungen G6CFCE6:=EH@C56?D6:D6=36??ED496:56?E92=E6?6?CHO8F?86? nicht einfach ignorieren. Es sei massgeblich, dass er wegen Verstosses gegen ?:49E6:?7249:8?@C:6C6?DD6:>2DD863=:4952DD6CH686?+6CDE@DD6D8686? CE  bi Art. 261 3:D(EG6CFCE6:=EH@C56?D6:H6:=52DF?56D86C:49E56?)H66E?:49E2=D s StGB verurteilt worden sei, weil das Bundesgericht den Tweet nicht als politisch eingestuft habe und ihm deswegen die weitgehende Meinungsäusse- A@=:E:D496:?86DEF7E9236F?5:9>56DH686?5:6H6:E8696?56"6:?F?8DOFDD6 rungsfreiheit nach Art. 10 "' CF?8D7C6:96:E?249CE EMRK236C<2??E9236>:E:?H6:D2F75:6CHO8F? aberkannt habe (mit Hinweis auf die Erwägun- gen 2.5 86? und 2.6; F?5 Urk. 64 S. 5 f.). *C<(7 5.2.2    Der 6CKristallnacht-Tweet führte zur Verurteilung des Klägers C:DE2==?249E)H66E7Q9CE6KFC+6CFCE6:=F?856D wegen =O86CDH686? Verletzung von Art. 261bis +6C=6EKF?8G@?CE StGB (Rassendiskriminierung), welche letztinstanzlich  3:D(E'2DD6?5:D:?:6CF?8H6=496=6EKE:?DE2?K=:49 - 15-   vom Bundesgericht bestätigt wurde (vgl. Urteil 6B_627/2015 G@>F?56D86C:49E36DEOE:8EHFC56G8=*CE6:=1  vom 4. November G@>#@G6>36C 2015). Dass es gestützt auf diesen Hintergrund nicht persönlichkeitsverletzend ist, 2DD6D86DEQEKE2F75:6D6?:?E6C8CF?5?:49EA6CDP?=:49<6:EDG6C=6EK6?5:DE wenn der Kläger H6??56C in einem Artikel im Zusammenhang mit "Rassismus" erwähnt =O86C:?6:?6>CE:<6=:>.FD2>>6?92?8>:E'2DD:D>FD6CHO9?E wird, hat das Bundesgericht bereits festgestellt (BGer 5/%2195/2016 H:C592E52DF?56D86C:49E36C6:ED76DE86DE6==E6C1  vom 4. Juli G@>F=: 2016, E. 5.6; bestätigt in BGer 5A_515/2016 36DEOE:8E:?6C1  vom 24. G@> November 2016, #@G6>36C E. 3.1).    Dem ist nichts beizufügen. Der Kläger 6>:DE?:49ED36:KF7Q86?6C scheint sich denn auch in erster Linie daran =O86CD496:?ED:4956??2F49:?6CDE6C!:?:652C2? zu stören, dass er in einem Artikel mit dem Titel "..." erwähnt wird. Diesbezüglich KFDEPC6?52DD6C:?6:?6>CE:<6=>:E56>):E6=6CHO9?EH:C5:6D36KQ8=:49 hat die Vorinstanz zutreffend festgestellt, dass der Kläger 92E5:6+@C:?DE2?KKFEC6776?576DE86DE6==E52DD56C im Zeitpunkt der Publi- =O86C:>.6:EAF?:EE6=32C6?@=86 aber aus dieser austrat und dies an einer durch die Partei organisierten Medien- 236C2FD5:6D6C2FDEC2EF?55:6D2?6:?6C5FC495:6%2CE6:@C82?:D:6CE6?"65:6? konferenz kommunizierte. Unter diesen Umständen sei ein hinreichender politi- <@?76C6?K<@>>F?:K:6CE6*?E6C5:6D6?*>DEO?56?D6:6:?9:?C6:496?56CA@=:E: scher Bezug gegeben (Urk. 65 S. 11). D496C6KF8868636?*C<( Auch auf diese Ausführungen kann vollum- F492F75:6D6FD7Q9CF?86?<2??G@==F> fänglich verwiesen werden. Entgegen der Ansicht des Klägers 7O?8=:49G6CH:6D6?H6C56??E8686?56C?D:49E56D hat die Vorinstanz =O86CD92E5:6+@C:?DE2?K den politischen Bezug nicht aus seiner Verurteilung wegen Verletzung von Art. 56?A@=:E:D496?6KF8?:49E2FDD6:?6C+6CFCE6:=F?8H686?+6C=6EKF?8G@?CE  3:D(E3KH2FD56C62?EH@CEF?856CC286@356C)H66E:>'29>6?6: 261bis StGB bzw. aus der Beantwortung der Frage, ob der Tweet im Rahmen ei- ner politischen Diskussion gepostet wurde oder nicht, abgeleitet. Von einer "Rosi- ?6CA@=:E:D496?:DFDDE65:6+@C:?DE2?K:? ihrem Urteil auch nicht darauf hinweisen, dass der Tweet des Klägers :9C6>*CE6:=2F49?:49E52C2F79:?H6:D6?52DD56C)H66E56D vom Bun- =O86CDG@>F? desgericht im Urteil 6B_627/2015 56D86C:49E:>*CE6:=1  angeblich als "unpolitisch" eingestuft worden ist 2?863=:492=DF?A@=:E:D496:?86DEF7EH@C56?:DE (Urk. 64 S. 4). Die Vorinstanz hat in diesem Zusammenhang weder den Sachver- *C<(:6+@C:?DE2?K92E:?5:6D6>.FD2>>6?92?8H656C56?(249G6C halt unvollständig festgestellt noch das Recht verletzt, indem sie eine Verletzung 92=EF?G@==DEO?5:876DE86DE6==E?@4952D'649EG6C=6EKE:?56>D:66:?6+6C=6EKF?8 der Persönlichkeit des Klägers 56C%6CDP?=:49<6:E56D verneinte. =O86CDG6C?6:?E6 6. Zusammenfassend hat die Vorinstanz eine rechtswidrige Persönlichkeits- .FD2>>6?72DD6?592E5:6+@C:?DE2?K6:?6C649EDH:5C:86%6CDP?=:49<6:ED verletzung des Klägers G6C=6EKF?856D zu Recht verneint und daher auch die Beseitigungs- sowie =O86CDKF'649EG6C?6:?EF?55296C2F495:66D6:E:8F?8DD@H:6 Feststellungsbegehren (Urk. 2 ( 6DEDE6==F?8D36869C6?*C< S. 2 '649ED36869C6?.:776C? Rechtsbegehren Ziffern 1 3:DD@H:656? bis 7) sowie den geltend gemachten Genugtuungsanspruch (Rechtsbegehren Ziffer 8) abgewie- 86=E6?586>249E6?6?F8EFF?8D2?DACF49'649ED36869C6?.:776C2386H:6 sen. Dies führt zur Abweisung der Klage. D6?:6D7Q9CEKFC3H6:DF?856C Die Berufung ist in diesem Punkt abzu- =286:66CF7F?8:DE:?5:6D6>%F? =O86C 2F76C=68EF?5>:E56>G@?:9>86=6:DE6E6? auferlegt @DE6?G@CD49FDDG6CC649?6EN36C5:6D und mit dem von ihm geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. Überdies wurde der Kläger HFC5656C verpflichtet, der Beklagten eine Parteientschädigung von =O86CG6CA7=:49E6E56C6<=28E6?6:?6%2CE6:6?ED49O5:8F?8G@? - 16-   Fr. 6'807.— C (inklusive Barauslagen von Fr. 307.—) :?<=FD:G62C2FD=286?G@?C zu bezahlen (Urk. 65 S. 1577 KF36K29=6?*C<( if. und S. 17, F?5( Dispositiv Ziffern 3 F?5":E:?H6:D2F75:6G@C2?8696?56?CHO :DA@D:E:G.:776C? und 4). Mit Hinweis auf die vorangehenden Erwä- gungen ist der angefochtene Entscheid bezüglich Kosten- 8F?86?:DE56C2?867@49E6?6?ED496:536KQ8=:49 und Entschädigungs- @DE6?F?5?ED49O5:8F?8D folgen zu bestätigen. Entsprechend hat es mit der im angefochtenen Entscheid 7@=86?KF36DEOE:86??EDAC6496?592E6D>:E56C:>2?867@49E6?6??ED496:5 getroffenen 86EC@776?6?Kosten- und Entschädigungsregelung sein Bewenden. Somit ist die @DE6?F?5?ED49O5:8F?8DC686=F?8D6:?6H6?56?(@>:E:DE5:6 Berufung auch hinsichtlich Dispositivziffer 3F?556DG@C:?DE2?K=:496?*CE6:=D23 6CF7F?82F499:?D:49E=:49:DA@D:E:GK:776C und 4 des vorinstanzlichen Urteils ab- zuweisen. KFH6:D6?  Die Entscheidgebühr für das Berufungsverfahren ist in Anwendung von § 12 :6?ED496:5863Q9C7QC52D6CF7F?8DG6C729C6?:DE:??H6?5F?8G@?R Abs. 3D1 F?5 und 2 :+>R3D i.V.m. § 5 Abs. 163+$2F7C GebV OG auf Fr. 3'000.—  festzusetzen. Die Ge- 76DEKFD6EK6?:66 richtskosten sind ausgangsgemäss dem Kläger C:49ED<@DE6?D:?52FD82?8D86>ODD56> aufzuerlegen (Art. 1063D =O86C2F7KF6C=686?CE Abs. 1  ZPO). Der Beklagten ist mangels wesentlicher Umtriebe im Berufungsverfahren .%$6C6<=28E6?:DE>2?86=DH6D6?E=:496C*>EC:636:>6CF7F?8DG6C729C6? keine Parteientschädigung zuzusprechen. <6:?6%2CE6:6?ED49O5:8F?8KFKFDAC6496? DH:C56C<2??E Es wird erkannt: 1. D i:66CF7F?8H:C52386H:6D6?F?552D*CE6:=56D6K:C e Berufung wird abgewiesen und das Urteil des Bezirksgerichts Uster vom 7. April 2016 AC:= bestätigt. 36DEOE:8E 2. D i:6?ED496:5863Q9C56D6CF7F?8DG6C729C6?DH:C52F7C e Entscheidgebühr des Berufungsverfahrens wird auf Fr. 3'000.—  festge- 76DE86 setzt. D6EKE 3. D i:66C:49ED<@DE6?56D6CF7F?8DG6C729C6?DH6C56?56> e Gerichtskosten des Berufungsverfahrens werden dem Kläger auferlegt. =O86C2F76C=68E 4.  D e r Beklagten wird für das Berufungsverfahren keine Parteientschädigung 6C6<=28E6?H:C57QC52D6CF7F?8DG6C729C6?<6:?6%2CE6:6?ED49O5:8F?8 zugesprochen. KF86DAC@496? 5.  Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte unter Beilage der (49C:7E=:496":EE6:=F?82?5:6%2CE6:6?2?5:66<=28E6F?E6C6:=28656C Doppel der Urkunden 64, 66 und 67/1-2, @AA6=56C*CA72?8DD496:? a , - 17-   #249F?36?FEKE6>3=2F756C'649ED>:EE6=7C:DE8696?5:66CDE:?DE2?K=:496? Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen (49H6:K6C:D496?F?56D86C:49E Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000!2FD2??6 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- 6:?KFC6:496?.F=ODD:8<6:EF?5@C>6:?6CD@=496?6 D49H6C56C:49E6?D:49?249CE schwerde richten sich nach Art. 72776D49H6C56:?.:G:=D2496?@56C if. (Beschwerde in Zivilsachen) oder CE113 77DF3D:5:OC6+6C72DDF?8D36D49H6C56:?+6C3:?5F?8>:ECE Art. if. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 56DF?56D86D6EK6DQ36C52DF?56D86C:49E Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 D92?56=ED:49F>6:?6?:49E :6D:DE6:??56?ED496:5:>(:??6G@?CE BGG. Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine G6C>P86?DC649E=:496?86=686?96:E:66D49H6C562?52DF?56D86C:49E92E<6:?6 aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 if. BGG. 2F7D49:636?56,:C36C  Dezember 2016 Obergericht des Kantons $36C86C:49E56D Zürich 2?E@?D.QC:49 I..:G:=<2>>6C Zivilkammer :6+@CD:EK6?56 Die Vorsitzende: D i e :66C:49EDD49C6:36C:? Gerichtsschreiberin: Dr. L. Hunziker Schnider C!F?K:<6C(49?:56C l i c . =:6:FC'=6D: kw. R. Blesi Keller 6==6C G6CD2?5E2>;@ versandt am: Jo