{"Signatur": "ZH_OG_004", "Spider": "ZH_Obergericht", "Datum": "2009-03-03", "PDF": {"Datei": "ZH_Obergericht/ZH_OG_004_VB080045_2009-03-03.pdf", "URL": "https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/VB080045U.pdf", "Checksum": "0d122e232cc01263931d4c75809c1873"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["VB080045"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Zürich Obergericht Verwaltungskommission 03.03.2009 VB080045"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zürich Obergericht Verwaltungskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zurich  Verwaltungskommission"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zurigo  Verwaltungskommission"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Verrechnung der Überhaftentschädigung mit Gerichtskosten"}], "ScrapyJob": "446973/28/2354", "Zeit UTC": "05.09.2025 22:39:03", "Checksum": "0e1e3c40bd2ca6f196142d34e8a5edf0", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Zürich Obergericht Verwaltungskommission 03.03.2009 VB080045\nRegeste:\nVerrechnung der Überhaftentschädigung mit Gerichtskosten\n\nObergericht des Kantons Zürich\n\nGeschäfts-Nr. VB080045/U\n\nVerwaltungskommission\n\nMitwirkend: Vizepräsident lic. iur. R. Naef, Oberrichter Dr. E. Mazurczak, und\nOberrichterin lic. iur. A. Katzenstein sowie Obergerichtssekretärin\nlic. iur. V. Girsberger\n\nBeschluss vom 3. März 2009\n\nin Sachen\n\nA._____,\nBeschwerdeführer\n\nvertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____\n\ngegen\n\nObergericht des Kantons Zürich,\nBeschwerdegegner\n\nbetreffend Beschwerde gegen die Verrechnung der Überhaftentschädigung\nmit Gerichtskosten\n-2-\n\nDie Verwaltungskommission erwägt:\n\nI.\n\n1. Mit Beschluss vom 13. August 2008 entschädigte der Regierungsrat des\nKantons Zürich den heutigen Beschwerdeführer für erlittene Überhaft gestützt auf § 11 Haftungsgesetz (LS170.1) mit Fr. 30'000.-- zuzüglich 5% Zins\nvon Fr. 28'000.– seit dem 14. März 2006. Das Bezirksgericht Zürich wurde\neingeladen, dem Beschwerdeführer den zugesprochenen Betrag auszuzahlen (act. 2/3).\n\n2. Mit Schreiben vom 16. Oktober 2008 verfügte das Zentrale Inkasso des\nObergerichts nach Verrechnung mit einer Gegenforderung für geschuldete\nUntersuchungs- und Gerichtskosten aus früheren Verfahren im Betrage von\nFr. 25'322.95 die Auszahlung des Restguthabens von Fr. 8'205.80\n(Fr. 33'528.75 ./. Fr. 25'322.95), und zwar Fr. 2'000.– direkt an Rechtsanwalt\nlic. iur. X._____ und Fr. 6'205.80 an den Beschwerdeführer (act. 2/1; act.\n2/4).\n\n3. Mit Beschwerde vom 30. Oktober 2008 wurde der Verwaltungskommission\ndes Obergerichts beantragt:\n\nDie Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 16. Oktober 2008 sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, dem Beschwerdeführer CHF 25'322.95 auszuzahlen.\n\nUnter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin.\n\nDem Beschwerdeführer sei die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren und in der Person des Unterzeichneten ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen.\n\n4. Der Beschwerdegegner beantragte in seiner Beschwerdeantwort vom\n13. November 2008 die Abweisung der Beschwerde (act. 5; act. 6/1-5d). Die\nBeschwerdeantwort wurde dem Beschwerdeführer zur Kenntnisnahme zugestellt (act. 7 und 8).\n-3-\n\n5. Mit Präsidialverfügung vom 29. Dezember 2008 wurde dem Beschwerdeführer Frist angesetzt, um der Verwaltungskommission Belege zu seinen aktuellen finanziellen Verhältnissen einzureichen (act. 9).\n\n6. Mit Eingabe vom 29. Januar 2009 reichte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers nach erstreckter Frist die folgenden Dokumente ein\n(act. 13): Lohnabrechnungen Mai 2008 bis Dezember 2008, eine Unterstützungsbestätigung der Sozialen Dienste der Stadt Zürich vom 12. Januar\n2009, die Verfügung der SVA Zürich vom 23. Januar 2009 für das Jahr 2009\nbetreffend Beiträge für Nichterwerbstätige, die Staats- und Gemeindesteuerrechnung 2006 vom 19. September 2008 und Kopie der Steuererklärung\n2007 vom 26. Januar 2009; inkl. Unterstützungsbestätigung der Sozialen\nDienste der Stadt Zürich für den Zeitraum vom 1. Januar 2007 bis 31. Dezember 2007 (act. 14/1-5).\n\nII.\n\n1. Nach § 108 Abs. 1 Satz 1 GVG kann wegen Rechtsverweigerung der Gerichtsbehörden sowie wegen anderer Verletzungen von Amtspflichten bei\nder nächst übergeordneten Aufsichtsbehörde Beschwerde geführt werden.\nAufsichtsbehörde über das Zentrale Inkasso ist das Obergericht (§ 106\nGVG), das diese Aufgabe mit § 21 lit. a seiner Organisationsverordnung\nvom 22. Juni 2005 (in Kraft seit 1. Januar 2006; LS 212.51) der Verwaltungskommission übertragen hat. Die Nachzahlung gemäss § 92 ZPO betrifft eine Justizverwaltungssache, weshalb ihre Anordnung mit Beschwerde\ngemäss § 108 GVG angefochten werden kann (FRANK/STRÄULI/MESSMER,\nKommentar zur zürcherischen Zivilprozessordnung, Ergänzungsband, Zürich 2000, N 3 f. zu § 92 ZPO; Entscheid des Kassationsgerichts vom\n5. August 1998 i.S. W. W. gegen Obergerichtskasse des Kantons Zürich =\nRB 1998 Nr. 81).\n-4-\n\n"}