{"Signatur": "ZH_OG_004", "Spider": "ZH_Obergericht", "Datum": "2020-09-17", "PDF": {"Datei": "ZH_Obergericht/ZH_OG_004_PG200001_2020-09-17.pdf", "URL": "https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/PG200001-O5.pdf", "Checksum": "d49bfb3aa8a464c731519bea257460a5"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["PG200001"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Zürich Obergericht Verwaltungskommission 17.09.2020 PG200001"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zürich Obergericht Verwaltungskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zurich  Verwaltungskommission"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zurigo  Verwaltungskommission"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Vollstreckbarkeitsbescheinigung"}], "ScrapyJob": "446973/28/2290", "Zeit UTC": "05.07.2025 22:11:31", "Checksum": "03b42fd64058f201b711a08c3df79552", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Zürich Obergericht Verwaltungskommission 17.09.2020 PG200001\nRegeste:\nVollstreckbarkeitsbescheinigung\n\nObergericht des Kantons Zürich\nVerwaltungskommission\n\nGeschäfts-Nr.: PG200001-O/U\n\nMitwirkend: Der Obergerichtspräsident lic. iur. M. Langmeier, Oberrichterin\nlic. iur. E. Lichti Aschwanden und Oberrichter lic. iur. Ch. Prinz sowie\ndie Gerichtsschreiberin lic. iur. A. Leu\n\nBeschluss vom 17. September 2020\n\nin Sachen\n\nA._____ AG,\nGesuchstellerin\n\nvertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X1._____ u/o\nRechtsanwalt M.A. HSG in Law X2._____\n\ngegen\n\nB._____ [Unternehmen in Albanien],\nGesuchsgegnerin\n\nbetreffend Vollstreckbarkeitsbescheinigung\n-2-\n\nErwägungen:\n\nI.\n\n1. In dem von der A._____ AG (fortan: Gesuchstellerin) am 31. Juli 2017 eingeleiteten Schiedsverfahren gegen die B._____ (fortan: Gesuchsgegnerin)\nerging am 11. Oktober 2019 der \"Final Award\" der Swiss Chambers' Arbitration Institution (Prozessnummer 600491-2017; act. 3/1). Dabei wurde die\ndortige Beklagte und hiesige Gesuchsgegnerin verpflichtet, der Klägerin und\nhiesigen Gesuchstellerin einen Betrag von Euro 6'139'637.- zuzüglich Zins\nab 15. Oktober 2012 zu bezahlen. Zudem wurde die Gesuchsgegnerin verpflichtet, die Kosten für das Schiedsverfahren zu tragen und der Gesuchstellerin solche in der Höhe von Fr. 186'000.- zuzüglich Zins zurückzuerstatten,\nsowie der Gesuchstellerin Beträge von Fr. 705'682.04, Euro 43'361.58 sowie\nvon RSD 2'393.54, je zuzüglich Zins, als Ersatz für die bei ihr angefallenen\nProzesskosten und weiteren Kosten zu entrichten. Alle weiteren Klagen bzw.\nBegehren wurden abgewiesen (act. 3/1 Rz 476).\n\n2. Mit Eingabe vom 17. Januar 2020 gelangte die Gesuchstellerin ans Obergericht des Kantons Zürich und liess die folgenden Anträge stellen (act. 1):\n\n\"1. Es sei zu bescheinigen, dass der Schiedsentscheid (Final Award)\ndes SCAI-Schiedsgerichts mit Sitz in Zürich vom 11. Oktober\n2019 in Sachen A._____ AG gegen B._____, Verfahrensnummer\n600491-2017, vollstreckbar ist;\n2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Gesuchsgegnerin.\"\n\n3. Den der Gesuchstellerin mit Verfügung vom 21. Januar 2020 auferlegten\nKostenvorschuss von Fr. 4'000.- (act. 4) leistete diese am 31. Januar 2020\ninnert Frist (act. 5). Ebenfalls mit Verfügung vom 21. Januar 2020 wurde der\nGesuchsgegnerin eine Frist angesetzt, um in der Schweiz ein Zustellungsdomizil im Sinne von Art. 140 ZPO zu bezeichnen (act. 4 Dispositivziffer 2).\nDie Zustellung der Verfügung erfolgte auf dem Rechtshilfeweg (act. 8). Mit\nE-Mail vom 16. Juli 2020 bestätigte das Justizministerium in C._____ [Stadt\n-3-\n\nin Albanien] die erfolgreiche Zustellung (act. 11). Die Originalakten gingen\nam Obergericht am 4. August 2020 ein (act. 10). Darin bestätigte das Gericht in C._____ die Zustellung der massgeblichen Unterlagen an den Vertreter der Gesuchsgegnerin, D._____, am 15. Mai 2020 (act. 10 S. 5). Innert\nangesetzter Frist bezeichnete die Gesuchsgegnerin in der Schweiz kein Zustellungsdomizil.\n\n4. Mit Verfügung vom 13. August 2020 wurde der Gesuchsgegnerin sodann\ndas rechtliche Gehör gewährt (act. 13), wobei die Zustellung gemäss Verfügung vom 21. Januar 2020 androhungsgemäss mittels Publikation im\nSchweizerischen Handelsamtsblatt erfolgte (act. 14). Innert Frist ging keine\nStellungnahme der Gesuchsgegnerin ein. Es ist damit von einem Verzicht\nauf Stellungnahme auszugehen (act. 13 Dispositiv-Ziffer 1).\n\nIII.\n\n1. Das Schiedsgericht hatte seinen Sitz in Zürich (act. 3/1 Rz 10 und 12), weshalb das Obergericht des Kantons Zürich für die Behandlung des vorliegenden Gesuchs zuständig ist (Art. 193 Abs. 2 IPRG, Art. 356 Abs. 1 lit. b ZPO\ni.V.m. § 46 GOG; vgl. Berger/Kellerhals, Internationale und interne Schiedsgerichtsbarkeit in der Schweiz, Bern 2006, Rz 1834).\n\n2. Auf das Schiedsverfahren gelangt das Bundesgesetz über das Internationale Privatrecht vom 18. Dezember 1987 (IPRG, SR 291) zur Anwendung,\nzumal kein entsprechender Ausschluss von dessen 12. Kapital vereinbart\nwurde (Art. 176 Abs. 1 und 2 IPRG; vgl. dazu act. 3/1 Rz 10 und Rz 14 f.,\ninsb. Rz 15. \"The arbitral proceedings are subject to the following procedural\nrules: (a) the mandatory provisions of the PILA; (b) the Swiss Rules; (c) the\nProcedural Rules; and (d) any additional procedural rules which the Parties\nhave agreed on or which, failing such agreement, the Tribunal has ordered.\").\n\n3. Die Vollstreckbarkeitsbescheinigung dient dem Nachweis, dass der\nSchiedsspruch nach schweizerischem Sitzrecht vollstreckbar ist. Sie ist aus-\n-4-\n\n"}