{"Signatur": "ZH_KSG_001", "Spider": "ZH_Obergericht", "Datum": "2004-09-15", "PDF": {"Datei": "ZH_Obergericht/ZH_KSG_001_AA040131_2004-09-15.pdf", "URL": "https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/D88DB4D8E00AEF01C1256F2300408C19_AA040131.pdf", "Checksum": "95ebd5a70db2d7444639dfbd7398c352"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["AA040131"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zürich Kassationsgericht 15.09.2004 AA040131"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zurich Kassationsgericht 15.09.2004 AA040131"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zurigo Kassationsgericht 15.09.2004 AA040131"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zürich Kassationsgericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zurich Kassationsgericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zurigo Kassationsgericht "}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "-"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Grundzüge des kantonalen Beschwerdeverfahrens"}], "ScrapyJob": "446973/28/2354", "Zeit UTC": "05.09.2025 22:42:34", "Checksum": "c906db5a851952a40bf9a5e8b8599748", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Zürich Kassationsgericht 15.09.2004 AA040131\nRegeste:\nGrundzüge des kantonalen Beschwerdeverfahrens\n\nKassationsgericht des Kantons Zürich\n\nKass.-Nr. AA040131/U/cap\n\nMitwirkende: die Kassationsrichter Moritz Kuhn, Präsident, Robert Karrer,\nDieter Zobl, Alfred Keller und die Kassationsrichterin Yvona Griesser sowie der Sekretär Markus Nietlispach\n\nZirkulationsbeschluss vom 15. September 2004\n\nin Sachen\n\nX.,\n\nBeklagter, Rekurrent und Beschwerdeführer\n\ngegen\n\nY.,\n\nKlägerin, Rekursgegnerin und Beschwerdegegnerin\nvertreten durch Rechtsanwalt _________.\n\nbetreffend Ausweisung / Kündigungsschutz\n\nNichtigkeitsbeschwerde gegen einen Beschluss der II. Zivilkammer des\nObergerichts des Kantons Zürich vom 29. Juli 2004 (NL040078/U)\n- 2 -\n\nDas Gericht hat in Erwägung gezogen:\n\n1.a) Mit Eingabe vom 8. Oktober 2003 machte der Beschwerdeführer (Mieter, Ausweisungsbeklagter und Rekurrent) bei der Schlichtungsbehörde des Bezirkes Zürich ein Begehren betreffend Kündigungsschutz anhängig (ER Proz.-Nr.\nEU040173 [im Folgenden \"ER I\"] act. 2/1 = ER Proz.-Nr. EU040120 [nachfolgend\n\"ER II\"] act. 4/15 = OG act. 3/12), nachdem die zwischen den Parteien mit Wirkung ab 1. Oktober 2001 (befristet) abgeschlossenen Mietververträge über das\nLadenlokal, einen Lagerraum und einen Abstellplatz in der Liegenschaft P. in Zürich (vgl. ER I act. 2/7/1 = ER II act. 4/2 = OG act. 3/3a und ER II act. 4/3-4 = OG\nact. 3/3b-c) wegen Zahlungsverzugs des Mieters (gestützt auf Art. 257d OR) mit\namtlichem Formular per 31. Oktober 2003 gekündigt worden waren (s. ER I act.\n2/7/3 = ER II act. 4/12 = OG act. 3/11). Am 11. Februar 2004 gelangte die Beschwerdegegnerin (Vermieterin, Ausweisungsklägerin und Rekursgegnerin) ihrerseits mit dem Begehren an die Einzelrichterin im summarischen Verfahren (Audienzrichteramt) des Bezirkes Zürich, den Beschwerdeführer sowie sämtliche namentlich nicht bekannten, die Mietobjekte (mit)besitzenden bzw. (mit)benützenden Personen unverzüglich aus den gemieteten Räumlichkeiten auszuweisen (ER\nII act. 1 = ER I act. 2/14; s.a. ER II act. 14 S. 2 f.).\n\nIn der Folge überwies die Schlichtungsbehörde das Kündigungsschutzverfahren mit Beschluss vom 9. März 2004 in Anwendung von Art. 274g Abs. 3 OR\nan besagte Einzelrichterin (ER I act. 1 = ER I act. 2/16 = OG act. 3/13), welche\ndie beiden Verfahren (betreffend Kündigungsschutz und betreffend Ausweisung)\nmit Verfügung vom 17. März 2004 vereinigte, das Kündigungsschutzbegehren\nabwies und dem Beschwerdeführer in Gutheissung des gegen ihn gerichteten\nAusweisungsbegehrens unter Androhung der Zwangsvollstreckung im Unterlassungsfalle (und unter gleichzeitiger Vollstreckungsanweisung an das Stadtammannamt) befahl, die gemieteten Räumlichkeiten (Ladenlokal, Lagerraum und\nAbstellplatz) unverzüglich zu räumen und der Beschwerdegegnerin ordnungsgemäss zu übergeben. Überdies wies sie – was vorliegend allerdings nicht weiter\ninteressiert – das klägerische Befehlsbegehren ab, soweit dieses sich gegen Unbekannt richtete (ER II act. 17a = OG act. 2 = OG act. 7).\n- 3 -\n\nb) Gegen den einzelrichterlichen Entscheid, das Kündigungsschutzbegehrens abzuweisen und den anbegehrten Räumungsbefehl zu erteilen, liess der Beschwerdeführer unter dem 24. Mai 2004 fristgerecht Rekurs erheben (OG act. 1),\nden die II. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich (Vorinstanz) nach\nEingang der Rekursantwort (OG act. 11) mit Beschluss vom 29. Juli 2004 in Bestätigung der erstinstanzlichen Ausweisungsverfügung (und unter Erneuerung der\nVollstreckungsanweisung an das Stadtammannamt) abwies (OG act. 12 = KG\nact. 2).\n\nc) Gegen diesen der Beschwerde führenden Partei am 2. August 2004 zugestellten (vgl. OG act. 13/1) vorinstanzlichen Rekursentscheid, dessen Beschwerdefähigkeit ohne weiteres zu bejahen ist (vgl. § 281 ZPO und Frank/\nSträuli/Messmer, Kommentar zur zürcherischen Zivilprozessordnung, 3. A., Zürich\n1997, N 10 zu § 281 ZPO; von Rechenberg, Die Nichtigkeitsbeschwerde in Zivilund Strafsachen nach zürcherischem Recht, 2. A., Zürich 1986, S. 5; s.a. Spühler/Vock, Rechtsmittel in Zivilsachen im Kanton Zürich und im Bund, Zürich 1999,\nS. 62), richtet sich die vorliegende, vom 1. September 2004 datierte, gleichentags\nzur Post gegebene und damit fristwahrend eingereichte (vgl. § 287 ZPO, § 140\nAbs. 2 GVG und §§ 191/193 GVG) Nichtigkeitsbeschwerde, in welcher der Beschwerdeführer erklärt, mit dem angefochtenen Beschluss nicht einverstanden zu\nsein (KG act. 1). Neben der kantonalen Nichtigkeitsbeschwerde erhob der Beschwerdeführer gegen den vorinstanzlichen Beschluss auch eidgenössische Berufung beim Bundesgericht (vgl. OG act. 14).\n\nd) Wie die nachstehenden Erwägungen (Erw. 3) zeigen, erweist sich die Beschwerde sofort als den formellen Anforderungen an die Begründung einer solchen nicht genügend. Deshalb kann – nach bereits erfolgtem Beizug der vorinstanzlichen Akten (vgl. KG act. 6) – von Weiterungen im Sinne von § 289 ZPO\nabgesehen werden. Auch ist vom Beschwerdeführer (trotz der Vorschrift von § 75\nAbs. 1 ZPO) keine Kaution einzufordern. Dies deshalb, weil im Rahmen eines in\nAnwendung von Art. 274g OR in der Hand des Ausweisungsrichters vereinigten\n(summarischen) Verfahrens nicht nur über das Ausweisungsbegehren, sondern\n(vorab) auch über die Gültigkeit bzw. Wirkung der Kündigung zu befinden ist und\n- 4 -\n\nhinsichtlich dieses – im vorliegenden Fall eine Mietstreitigkeit über Geschäftsräume betreffenden – Entscheids die Besonderheiten des einfachen und raschen\nVerfahrens (insbes. § 78 Ziff. 2 ZPO) gelten (vgl. Art. 274d Abs. 1 OR und § 53\nAbs. 2 Ziff. 2 ZPO).\n\n"}