{"Signatur": "ZH_KSG_001", "Spider": "ZH_Obergericht", "Datum": "2004-11-15", "PDF": {"Datei": "ZH_Obergericht/ZH_KSG_001_AA040101_2004-11-15.pdf", "URL": "https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/8AA7EB51E630B02BC1256F5D003C64DA_AA040101.pdf", "Checksum": "b87e587e7094a06b2668917f2d234db5"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["AA040101"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zürich Kassationsgericht 15.11.2004 AA040101"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zurich Kassationsgericht 15.11.2004 AA040101"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zurigo Kassationsgericht 15.11.2004 AA040101"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zürich Kassationsgericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zurich Kassationsgericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zurigo Kassationsgericht "}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "-"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Anspruch auf unentgeltliche Prozessführung"}], "ScrapyJob": "446973/28/2354", "Zeit UTC": "05.09.2025 22:42:21", "Checksum": "11c112bd6058acc977638ac178a04e49", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Zürich Kassationsgericht 15.11.2004 AA040101\nRegeste:\nAnspruch auf unentgeltliche Prozessführung\n\nKassationsgericht des Kantons Zürich\n\nKass.-Nr. AA040101/U/mb\n\nMitwirkende: die Kassationsrichter Moritz Kuhn, Präsident, Hans Michael Riemer, Dieter Zobl, Alfred Keller und Reinhard Oertli sowie die Sekretärin Daniela Brüschweiler\n\nZirkulationsbeschluss vom 15. November 2004\n\nin Sachen\nX.\nBeklagter, Appellant und Beschwerdeführer\nvertreten durch Rechtsanwältin ____\n\nsowie\n\nY. Versicherung,\nStreitberufene\n\ngegen\n\nPolitische Gemeinde S.,\nKlägerin, Appellatin und Beschwerdegegnerin\nvertreten durch Sozialbehörde (Vormundschaftsbehörde),\nvertreten durch Rechtsanwalt ____\nbetreffend\nUnterhaltsklage\n\nNichtigkeitsbeschwerde gegen einen Beschluss der II. Zivilkammer des\nObergerichts des Kantons Zürich vom 21. Mai 2004 (NE040006/Z03)\n- 2 -\n\nDas Gericht hat in Erwägung gezogen:\n\nI.\n\n1. Mit Eingabe vom 29. Mai 2003 (ER act. 2) liess die Sozialbehörde S. Unterhaltsklage gegen X. mit folgendem Rechtsbegehren erheben:\n\n\"1. Es sei der Beklagte rückwirkend für den Zeitraum vom 15. April 2002 bis\n15. November 2002 zur Zahlung angemessener Unterhaltsbeiträge für seinen\nSohn G., geboren am ____ 1991, zu verpflichten.\n\n2. Es sei der Beklagte rückwirkend ab 15. April 2002 zur Zahlung angemessener\nUnterhaltsbeiträge für seinen Sohn S., geboren am ____ 1991, zu verpflichten;\n\nalles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Beklagten.\"\n\nDieser Unterhaltsklage gingen verschiedene Anordnungen der Sozialbehörde S., insbesondere Fremdplatzierungsentscheide über die Kinder G. und S., voraus, welche auch Gegenstand diverser Beschwerde- und Rekursverfahren sowie\neines Kassationsverfahrens bildeten (vgl. Beschlüsse der II. Zivilkammer vom\n16. Dezember 2002 [ER act. 10/5 bzw. 12/3a] und vom 24. Juli 2003 [ER\nact. 10/23]; Kass.-Nr. AA030124, Entscheid vom 25. Dezember 2003).\n\nMit Urteil der Einzelrichterin im ordentlichen Verfahren des Bezirkes Winterthur (Erstinstanz) vom 21. November 2003 wurde X. (nachfolgend: Beschwerdeführer) zur Leistung von Unterhaltsbeiträgen verpflichtet (ER act. 14 S. 23 f.). Das\nGesuch des Beschwerdeführers um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und der unentgeltlichen Rechtsvertretung wurde mit Verfügung vom gleichen\nTag abgewiesen (ER act. 14 S. 23).\n\n2. Gegen den Entscheid der Einzelrichterin erhob der Beschwerdeführer Berufung (ER act. 16). Gleichzeitig beantragte er, es sei davon Vormerk zu nehmen,\ndass dem Berufshaftpflicht-Versicherer der beschwerdeführerischen Rechtsvertreterin der Streit verkündet worden und der Y.-Versicherung entsprechend Frist\nzur Erklärung anzusetzen sei, ob sie als Nebenintervenientin dem Prozess beitrete (ER act. 16).\n- 3 -\n\nMit Beschluss der II. Zivilkammer vom 12. März 2004 wurde das Rubrum in\ndem Sinn berichtigt, als die politische Gemeinde S. (nachfolgend Beschwerdegegnerin), vertreten durch die Sozialbehörde, als Partei aufzunehmen sei (OG\nact. 23). Die Streitverkündung des Beschwerdeführers an die Y.-Versicherung\nwurde mit Beschluss vom 31. März 2004 vorgemerkt (OG act. 29). Mit Schreiben\nvom 15. April 2004 teilte die Y.-Versicherung mit, sie werde dem Prozess nicht\nbeitreten (OG act. 31).\n\nMit seiner Berufungsbegründung vom 12. Mai 2004 liess der Beschwerdeführer folgende Anträge stellen (OG act. 34 S. 2 ff.):\n\n\"1.a) Es sei in Gutheissung der Berufung das angefochtene Urteil der Vorinstanz\naufzuheben und die Klage vollumfänglich abzuweisen\n\nb) Beim Entscheid über den Antrag 1 a) sei vorfrageweise die Verletzung der\nArt. 6 Ziff. 1 EMRK und Art. 8 EMRK zu prüfen\n\n2. eventuell\nEs sei das Verfahren zu sistieren\n\n3. subeventuell\nEs sei das angefochtene Urteil aufzuheben und das Verfahren zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.\n\nin prozessualer Hinsicht:\n\n[4. - 8. ... (diverse Akteneditions- bzw. -beizugsbegehren)]\n\nsowie\n\n9. Es sei dem Beklagten ab 12.10.03 die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen und es sei ihm in meiner Person [RAin ____] ein unentgeltlicher\nRechtsvertreter zu bestellen\n\nalles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Kläger und Berufungsbeklagten\"\n\nMit Beschluss vom 21. Mai 2004 (OG act. 36 bzw. KG act. 2) wies die\nII. Zivilkammer (Vorinstanz) den beschwerdeführerischen Antrag auf Sistierung\ndes Verfahrens ebenso ab wie den Antrag auf Aktenbeizug. Dem Beschwerdeführer wurde ab 12. Oktober 2003 bezüglich der Frage nach der Höhe des Unterhaltsbeitrages für S. und G. einerseits die unentgeltliche Prozessführung (Disp.-\nZiff. 3) und anderseits die unentgeltliche Rechtsverbeiständung bewilligt und in\n- 4 -\n\nder Person von Rechtsanwältin lic. iur. ____ eine unentgeltliche Rechtsvertreterin\nernannt (Disp.-Ziff. 4).\n\n3. Gegen den obergerichtlichen Beschluss vom 21. Mai 2004 liess der Beschwerdeführer rechtzeitig (§ 287 ZPO; vgl. OG act. 37/1) kantonale Nichtigkeitsbeschwerde mit folgenden Anträgen einreichen (KG act. 1 S. 2 ff.):\n\n"}