Die künstlerische Strategie der Bilderreihe verrate ein eher traditionelles Verständnis von Fassaden- und Bauschmuck, welcher dem Bedürfnis nach Selbstdarstellung nach aussen zum Ausdruck verhelfe. Im Vergleich dazu seien die ebenfalls von Wilhelm Hartung geschaffenen Erkermalereien der Siedlung Sihlfeld I/II als ein auf die vertikalen Erkertürme bezogenes, komplexes Bildgeschehen aus abstrakt gestalteten Wandpartien und figürlichen Darstellungen zu werten. Dieses Werk verrate ein von künstlerischer Avantgarde inspiriertes, vergleichsweise modernes Kunstverständnis, welches vom Rekurrenten pauschal und unbegründet als "naiv" und "ungelenk" abqualifiziert worden sei.