Auch im Werk des Architekten Otto Streicher sei das Erkermotiv zahlreich repräsentiert, etwa bei den ABZ-Wohnsiedlungen Ottostrasse (1927, im Inventar) und Sihlfeld I/II (1928 - 1929, unter Schutz). Was sodann die Fassadenmalereien von Wilhelm Hartung anbelange, so seien diese ebenfalls nicht derart einzigartig, wie der Rekurrent glaubhaft machen wolle. Die genrehaften Szenen bildeten eine horizontal durchlaufende Bilderabfolge, die ein kontinuierliches Narrativ suggerierten. Die künstlerische Strategie der Bilderreihe verrate ein eher traditionelles Verständnis von Fassaden- und Bauschmuck, welcher dem Bedürfnis nach Selbstdarstellung nach aussen zum Ausdruck verhelfe.