In der Praxis wird in Fällen, in denen die Gefährdung eines Schutzobjektes droht, das Baugesuch einem Provokationsbegehren im Sinne von § 213 PBG gleichgesetzt, womit innert einem bzw. in Ausnahmefällen innert zwei Jahren ein Schutzentscheid zu treffen ist. Nur dann, wenn lediglich eine Beeinträchtigung des Schutzobjektes zu befürchten ist, der schon mit der Anwendung der verschärften Gestaltungsvorschrift von § 238 Abs. 2 PBG hinreichend begegnet werden kann, entfällt das Erfordernis eines Schutzentscheides (VGr, 19. August 2005, VB.2005.00242 = BEZ 2006 Nr. 3; BRKE IV Nr. 0043/2009 = BEZ 2009 Nr. 47; BRKE I Nr. 0200/2009 = BEZ 2009 Nr. 60, www.baurekursgericht-zh.ch).