{"Signatur": "ZG_VG_004", "Spider": "ZG_Verwaltungsgericht", "Datum": "2025-03-03", "PDF": {"Datei": "ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_004_V-2019-4_2025-03-03.pdf", "URL": "https://verwaltungsgericht.zg.ch/tribunavtplus/ServletDownload/V_2019_4_5725904a692227324825c1f1a293ecdef260f1344e31f49758b52776164ac223a31366b089c70e4eec888dd0ed3ea8e617c385162fbae338d47a16d10604003a?path=5725904a692227324825c1f1a293ecdef260f1344e31f49758b52776164ac223a31366b089c70e4eec888dd0ed3ea8e617c385162fbae338d47a16d10604003a&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=V_2019_4", "Checksum": "ab41f98e68acac4e0d9097dc0e69f342"}, "Scrapedate": "2026-02-12", "Num": ["V 2019 4"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Zug Verwaltungsgericht Vergabekammer 03.03.2025 V 2019 4"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Verwaltungsgericht Vergabekammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug  Vergabekammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo  Vergabekammer"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Verwaltungsrechtl. 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Sie ist als gestalterische Einheit konzipiert und in zwei Etappen realisiert worden, von denen die erste Josef Stöckli selber, die\nzweite 1971 Erich Weber (Alpenblick 2) und Ralph Schmid (Alpenblick 3, 5) nach Stöcklis Konzept erbauten. Dabei ist auf die ausgeprägten Landschaftselemente eingegangen worden. Architekt Josef\nStöckli und Gartenarchitekt Adolf Zürcher betteten die Baukörper in einen von Bäumen besetzten,\ngrosszügigen Grünraum, der eine Fortführung des von grossflächigen, naturnahen Uferpartien geprägten Ufers des Zugersees bildet, und erreichten so eine optimale Einbindung der Hochhausgruppen in\ndas Landschaftsbild. Gleichzeitig bilden die grossen Baumgruppen ein Gegengewicht zu den Bauten\nund diese wiederum profitieren stark von den angrenzenden Freiräumen (Uferzone, Sumpfgebiet, Lorzenebene und See). Auch durch die gestuften Baukörper und deren gestaffelte Anordnung erreichte der\nArchitekt eine optimale Einbettung in die Uferlandschaft, und es entstanden spannende Zwischenräume, Ruhebereiche, Spielplätze sowie Sichtachsen. Eine konventionelle Bebauung mit üblichen\n\nUrteil 2018 119 / V 2019 2 / V 2019 4\n18\n\nMehrfamilienhäusern hätte nur den vordersten Bauten die freie Sicht ermöglicht und eine geschlossene\nFront gegenüber der Uferzone gebildet. Die Hochhaussiedlung Alpenblick hingegen folgt dem Gebot\nzur Verdichtung durch Massstabsvergrösserung und Stapelung der Gebäudekörper anstelle der schlichten Zeilenstrukturen mit geringer Dichte, wie sie in den 1940er- und 1950er-Jahren entstanden sind. Sie\nwartet auf mit offenen, weiten Rasenflächen als Pendant zu den grossen Baukuben, bewegten Topografien mit hügelartigen Erhebungen, die als Raumteiler und Grossskulpturen ihre Wirkung entfalten,\nund mit einem reduzierten, dafür in grossen Gruppen angeordneten Pflanzensortiment. Die Gestaltung\nmit klaren Linien, abstrakten Grossformen und funktionalistischen Raumkonzepten ist ein typisches Beispiel der Grünflächen der Moderne der 1960er-Jahre.\n\nDie Siedlung Alpenblick zählt zu den Hauptwerken des damals noch jungen Architekten Josef Stöckli,\nder Cham ab 1960 wesentlich mitgeprägt hat (siehe Werkübersicht: Josef Stöckli, Werkgeschichte eines Architekten, Zug 2017). Nach einer Lehre als Hochbauzeichner, dem Architekturstudium am Regent Street Polytechnics in London und einer Assistenten-Zeit bei Professor Sir Basil Spence gründete\ner 1959 sein eigenes Architekturbüro in Zug. Seine geleistete Arbeit für eine Hebung der Wohn- beziehungsweise Lebensqualität innerhalb der Gemeinde Cham wurde 2010 mit dem Anerkennungspreis der\nBürgergemeinde Cham geehrt. Stöckli schuf Bauwerke, welche durch ihre hohe architektonische Qualität und ihren städtebaulichen Wert hervortreten. Seine Bauten sind geprägt von einer gelungenen Einbettung in die Topographie, einer klaren und strengen Fassadengliederung, insbesondere Rasterung\ndurch Fenster, und insgesamt einem sachlichen Baustil, der durch wenige Elemente definiert wird –\nCharakteristika, die bereits bei der Siedlung Alpenblick deutlich hervortreten. Durch die einheitliche Gestaltung der Volumen und Fassaden und die reduzierte Formensprache mit der kontrastreichen Mate-\nrial- und Farbwahl gewinnen die Hochhäuser ihre prägnante grafische Erscheinung. Die von Josef\nStöckli sorgfältig geplante und präzise umgesetzte architektonische Differenzierung zwischen Wohnflächen und Servicepartien mit Treppe, Lift, Leitungen, Luftschächten und Bädern prägt das äussere Erscheinungsbild: Die Wohnflächen, offen mit Fensterbändern über von Mauer zu Mauer gespannten Betonbrüstungen, bilden die horizontale Komponente, der geschlossene Serviceteil mit tragenden,\naussteifenden, gemauerten Prismen bildet die vertikale Dominante. Die rationale Fassadengestaltung\nmit Sichtbackstein und Beton ist für die Bauzeit modern und überzeugt in ihrer architektonischen Präzision. Diese qualitativ hochstehende Architektur besitzt bis heute Vorzeigecharakter.\n\nAlle diese Qualitäten bezüglich Einbettung in die Landschaft in Verbindung mit der spezifischen Architektur machen die Wohnsiedlung Alpenblick nicht nur zu einem Hauptwerk Stöcklis, sondern sind im\nganzen Kanton einzigartig. Dies zeigt nicht zuletzt auch die Rezeptionsgeschichte der Siedlung auf, wie\nsie im EKD-Gutachten Ziff. 3.4 dokumentiert ist.\n\n"}