Ohne medikamentöse Behandlung gehen die Fachärzte übereinstimmend davon aus, dass es der Patientin nicht gelingen würde, auch nur ihre Grundbedürfnisse (Nahrung, Körperhygiene, Obdach) zu decken. Auch zur Gewährleistung der Medikamenteneinnahme sowie der Tagesstruktur sei sie auf Unterstützung angewiesen. Ohne Medikation verschlimmere sich das psychotische Zustandsbild jeweils rasch wieder. Nach Schilderung des zuständigen Oberarztes sei bereits innerhalb des Klinikrahmens eine Verwahrlosung festzustellen und sei die Patientin gegenwärtig wahnhaft und zurückgezogen. Das Zimmer der Patientin sei "verwohnt"; die Kleidung wechsle sie nicht.