Der Gutachter präzisierte dazu, dass ohne Medikamenteneinnahme in 60% aller Fälle ab dem 6./7. Lebensjahrzehnt nur noch eine betreute Wohnform denkbar sei. Jeder Behandlungsunterbruch führe dazu, dass jedes Mal wieder auf tieferem Niveau neu begonnen werden müsse mit entsprechend immer schlechteren Verbesserungsmöglichkeiten. Der Versuch, die Beschwerdeführerin zu einer regelmässigen, freiwilligen Medikamenteneinnahme zu motivieren, ist – nicht zuletzt krankheitsbedingt – gescheitert. Ausserhalb der Klinik ist sie nicht in der Lage, für sich selber zu sorgen, was zur unerwünschten, auch ihrem Wohl nicht dienenden, "Drehtür-Psychiatrie" führte.