{"Signatur": "ZG_VG_003", "Spider": "ZG_Verwaltungsgericht", "Datum": "2021-07-02", "PDF": {"Datei": "ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_003_F-2021-26_2021-07-02.pdf", "URL": "https://verwaltungsgericht.zg.ch/tribunavtplus/ServletDownload/F_2021_26_5725904a692227324825c1f1a293ecde4d11ef1e3ac4b930b81526f0b35f8a5bc7ffbd543730ed4a12cec1e86021f6b3fbd0f744b73f6fe1bdb8df2526274d22?path=5725904a692227324825c1f1a293ecde4d11ef1e3ac4b930b81526f0b35f8a5bc7ffbd543730ed4a12cec1e86021f6b3fbd0f744b73f6fe1bdb8df2526274d22&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=F_2021_26", "Checksum": "83cd36b0aa58fd4388be2d2223b45f89"}, "Scrapedate": "2026-02-12", "Num": ["F 2021 26"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Zug Verwaltungsgericht Fürsorgerechtliche Kammer 02.07.2021 F 2021 26"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Verwaltungsgericht Fürsorgerechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug  Fürsorgerechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo  Fürsorgerechtliche Kammer"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Fürsorgerische Unterbringung | Psychiatrische Klinik"}], "ScrapyJob": "446973/51/2114", "Zeit UTC": "12.02.2026 02:51:25", "Checksum": "b3fd750956d5035cd3816329b08bf1aa", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Zug Verwaltungsgericht Fürsorgerechtliche Kammer 02.07.2021 F 2021 26\nRegeste:\nFürsorgerische Unterbringung | Psychiatrische Klinik\n\n VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG\n\nFÜRSORGERECHTLICHE KAMMER\n\nMitwirkende Richter: lic. iur. Gisela Bedognetti-Roth, Vorsitz\nlic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Ersatzrichterin lic. iur. Judith Fischer\nGerichtsschreiberin: MLaw Jeannine Suter\n\nU R T E I L vom 2. Juli 2021 [rechtskräftig]\n\nin Sachen\n\nA.________, zzt. Klinik Meissenberg AG, 6300 Zug\nBeschwerdeführerin\n\ngegen\n\nKlinik Meissenberg AG, Meisenbergstrasse 17, 6300 Zug\nBeschwerdegegnerin\n\nbetreffend\n\nFürsorgerische Unterbringung\n\nF 2021 26\n2\n\nA. A.________, Jahrgang 1964, wurde am 18. Juni 2021 von Notfallärztin\nB.________, Baar, mit fürsorgerischer Unterbringung (FU) in die Klinik Meissenberg eingewiesen.\n\nB. Gegen diese Einweisung beschwerte sich A.________ mit Schreiben vom 24. Juni\n2021 (Poststempel 25. Juni 2021; Eingang auf der Gerichtskanzlei am 28. Juni 2021) beim\nVerwaltungsgericht und erklärte, dass sie aus der Klinik entlassen werden möchte. Sie sei\n\"geistlich und körperlich\" gesund.\n\nC. Am 2. Juli 2021 wurde die Beschwerdeführerin von der fürsorgerechtlichen Kammer des Verwaltungsgerichts in den Räumen der Klinik Meissenberg angehört. An dieser\nVerhandlung nahmen seitens der Klinik Dr. med. C.________ und zu Beginn der\nAnhörung Assistenzarzt med. pract. D.________ sowie als gerichtlicher Gutachter\nDr. med. E.________ teil, der sein Gutachten im Anschluss an die Anhörung mündlich\nerstattete. Die Verhandlung wurde anschliessend zur Beratung unterbrochen und danach\nwurde der Urteilsspruch eröffnet und mündlich kurz begründet.\n\nDas Verwaltungsgericht erwägt:\n\n1. Gegen eine ärztlich angeordnete Unterbringung kann die betroffene oder eine ihr\nnahestehende Person innert zehn Tagen seit Mitteilung des Entscheids schriftlich das Gericht anrufen (Art. 439 Abs. 1 Ziff. 1 und 2 ZGB). Zuständiges Gericht für die Beurteilung\nvon Beschwerden in den Fällen von Art. 439 ZGB ist gemäss § 58 Abs. 1 lit. b des Einführungsgesetzes zum ZGB (EG ZGB; BGS 211.1) das Verwaltungsgericht. Örtlich zuständig\nist das Verwaltungsgericht, wenn die angefochtene Massnahme auf dem Hoheitsgebiet\ndes Kantons Zug angeordnet worden ist (s. dazu BGE 146 III 377). Die Beschwerdeführerin ist von einer in Baar – mithin im Hoheitsgebiet des Kantons Zug – tätigen Ärztin eingewiesen worden, sodass die örtliche und sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts\ngegeben und die fristgerecht eingereichte und den minimalen formellen Anforderungen genügende Beschwerde (Art. 439 Abs. 3 i.V.m. Art. 450e Abs. 1 ZGB) zu prüfen ist.\n\n2. Eine Person, die an einer psychischen Störung oder an geistiger Behinderung leidet oder schwer verwahrlost ist, darf in einer geeigneten Einrichtung untergebracht wer-\n\nUrteil F 2021 26\n3\n\nden, wenn die nötige Behandlung oder Betreuung nicht anders erfolgen kann (Art. 426\nAbs. 1 ZGB in der seit 1. Januar 2013 geltenden Fassung). Die Belastung und der Schutz\nvon Angehörigen und Dritten sind zu berücksichtigen (Art. 426 Abs. 2 ZGB). Die betroffene\nPerson wird entlassen, sobald die Voraussetzungen für die Unterbringung nicht mehr erfüllt sind; über die Entlassung entscheidet die Einrichtung (Art. 426 Abs. 3 und Art. 429\nAbs. 3 ZGB). Die ärztliche Unterbringung fällt spätestens nach sechs Wochen dahin, sofern nicht ein vollstreckbarer Unterbringungsentscheid der Erwachsenenschutzbehörde\nvorliegt (Art. 429 Abs. 2 ZGB i.V.m. § 51 Abs. 3 EG ZGB). Hat die betroffene Person gegen eine fürsorgerische Unterbringung Beschwerde erhoben, hört sie die gerichtliche Beschwerdeinstanz in der Regel als Kollegium an (Art. 450e Abs. 4 Satz 1 ZGB). Die Beschwerdeinstanz entscheidet in der Regel innert fünf Arbeitstagen seit Eingang der Beschwerde (Art. 450e Abs. 5 ZGB). Bei psychischen Störungen muss zudem gestützt auf\ndas Gutachten einer sachverständigen Person entschieden werden (Art. 450e Abs. 3\nZGB)\n\n"}