{"Signatur": "ZG_VG_001", "Spider": "ZG_Verwaltungsgericht", "Datum": "2020-11-03", "PDF": {"Datei": "ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2019-142_2020-11-03.pdf", "URL": "https://verwaltungsgericht.zg.ch/tribunavtplus/ServletDownload/S_2019_142_5725904a692227324825c1f1a293ecde4a114e01105e1ac4104f046e6cc3ad4eba4bd9a4c3f2b1994dd45a6ed5d7a56a68ddbec01c9255fe64fe62f40318cc1c?path=5725904a692227324825c1f1a293ecde4a114e01105e1ac4104f046e6cc3ad4eba4bd9a4c3f2b1994dd45a6ed5d7a56a68ddbec01c9255fe64fe62f40318cc1c&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=S_2019_142", "Checksum": "e06445bdb02676e7f0cdbe99379b73b6"}, "Scrapedate": "2026-02-12", "Num": ["S 2019 142"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 03.11.2020 S 2019 142"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 03.11.2020 S 2019 142"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 03.11.2020 S 2019 142"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Sozialvers.rechtl. 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November 2020 [rechtskräftig]\ngemäss § 29 der Geschäftsordnung\n\nin Sachen\n\nA.________\nBeschwerdeführerin\ngesetzlich vertreten durch B.________\n\ngegen\n\nIV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug\nBeschwerdegegnerin\n\nbetreffend\n\nInvalidenversicherung\n(berufliche Eingliederungsmassnahmen)\n\nS 2019 142\n2\n\nA. Die 2003 geborene A.________ wurde am 27. September 2018 von ihrer Mutter\nbei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug angemeldet (IV-act. 1). Die IV-Stelle\nZug tätigte in der Folge schulische und medizinische Erhebungen, insbesondere holte sie\nBerichte der behandelnden Ärzte ein. Gestützt auf die Stellungnahme von C.________,\nFacharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD)\nvom 2. Mai 2019 stellte die Verwaltung vorbescheidsweise die Ablehnung der\nKostengutsprache für Berufsberatung in Aussicht (IV-act. 26). Hiergegen erhob die Mutter\nder Versicherten am 22. Mai 2019 Einwände (IV-act. 28) und reichten den\nneuropädiatrischen Bericht des Spitals D.________ vom 24. Juni 2019 zu den Akten (IVact. 32). Nach einer weiteren Stellungnahme von RAD-Arzt C.________ vom\n13. September 2019 (IV-act. 33) verfügte die IV-Stelle am 26. September 2019 wie\nvorbeschieden (IV-act. 34).\n\nB. Beschwerdeweise liess A.________ beantragen, in Aufhebung der Verfügung vom\n26. September 2019 sei ihr Berufsberatung, die erstmalige berufliche Ausbildung sowie\nallenfalls weitere berufliche Massnahmen zuzusprechen. Eventualiter sei die Sache an die\nIV-Stelle zur Einholung eines psychiatrischen/neuropädiatrischen Gutachtens\nzurückzuweisen (act. 1).\n\nC. Der mit Verfügung vom 23. Oktober 2019 erhobene Kostenvorschuss von\nFr. 500.– wurde fristgerecht bezahlt (act. 3).\n\nD. Die IV-Stelle schloss vernehmlassend auf Abweisung der Beschwerde (act. 5).\n\nE. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an ihren\njeweiligen Anträgen fest (act. 8 und 10).\n\nDas Verwaltungsgericht erwägt:\n\n1. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus\ndem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen\nTeil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] in Verbindung mit § 77 des\nVerwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 des Einführungsgesetzes\n\nUrteil S 2019 142\n3\n\nzu den Bundesgesetzen über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die\nInvalidenversicherung [BGS 841.1]). Die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts\ndes Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über\ndie Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) – Zuständigkeit am Ort der IV-Stelle – fraglos\ngegeben. Die IV-Stelle erliess die strittige Verfügung am 26. September 2019; diese ging\ngemäss unbestritten gebliebenen Angaben am 27. September 2019 den Eltern zu. In\nAnwendung von Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG ist dagegen direkt Beschwerde beim zuständigen\nVersicherungsgericht einzureichen. Die Beschwerdeschrift wurde am 22. Oktober 2019\nder Post übergeben und ging tags darauf beim Verwaltungsgericht ein. Die gemäss Art. 60\nAbs. 1 ATSG vorgesehene 30-tägige Beschwerdefrist wurde somit gewahrt. Die\nBeschwerdeführerin ist von der angefochtenen Verfügung direkt betroffen und zur\nBeschwerde legitimiert. Die Beschwerdeschrift enthält sodann Antrag und Begründung.\nDamit ist den formellen Anforderungen Genüge getan, weshalb auf die Beschwerde\neinzutreten ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der\nGeschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).\n\n2. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles\ngrundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung (in casu 26.\nSeptember 2019) eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 121 V 362 E. 1b). Dabei sind in\nzeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung des zu\nRechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 V 445 E. 1.2.1).\n\n3.\n3.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder\nteilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Nicht erwerbstätige Minderjährige\ngelten als invalid, wenn die Beeinträchtigung ihrer körperlichen, geistigen oder\npsychischen Gesundheit voraussichtlich eine ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit zur\nFolge haben wird (Art. 8 Abs. 2 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung\nder körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach\nzumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der\nErwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt\n(Art. 7 Abs. 1 ATSG).\n\n3.2 Gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG haben invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 ATSG)\nbedrohte Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit diese notwendig\nund geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu\n\nUrteil S 2019 142\n4\n\n"}