{"Signatur": "ZG_VG_001", "Spider": "ZG_Verwaltungsgericht", "Datum": "2021-03-10", "PDF": {"Datei": "ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2019-141_2021-03-10.pdf", "URL": "https://verwaltungsgericht.zg.ch/tribunavtplus/ServletDownload/S_2019_141_5725904a692227324825c1f1a293ecde5293d8a7614cf31c75942d10b83db53b397e7cb7b8063c3e05ee66618d54843b8569e4cf0931f547a2512e885081a69a?path=5725904a692227324825c1f1a293ecde5293d8a7614cf31c75942d10b83db53b397e7cb7b8063c3e05ee66618d54843b8569e4cf0931f547a2512e885081a69a&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=S_2019_141", "Checksum": "7a1720a31759f1b13d1b127f636a60d7"}, "Scrapedate": "2026-02-12", "Num": ["S 2019 141"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 10.03.2021 S 2019 141"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 10.03.2021 S 2019 141"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 10.03.2021 S 2019 141"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Invalidenversicherung (Leistungen) | Invalidenversicherung"}], "ScrapyJob": "446973/51/2114", "Zeit UTC": "12.02.2026 02:51:50", "Checksum": "4f4a7042b43ac799cb7187638405d256", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 10.03.2021 S 2019 141\nRegeste:\nInvalidenversicherung (Leistungen) | Invalidenversicherung\n\n VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG\n\nSOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER\n\nMitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz\nlic. iur. Jacqueline Iten-Staub und MLaw Ines Stocker\nGerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler\n\nU R T E I L vom 10. März 2021\ngemäss § 29 der Geschäftsordnung\n\nin Sachen\n\nA.________\nBeschwerdeführer\nvertreten durch RA lic. iur. B.________\n\ngegen\n\nIV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug\nBeschwerdegegnerin\n\nbetreffend\n\nInvalidenversicherung\n(Leistungen)\n\nS 2019 141\n2\n\nA. Der 1977 geborene Versicherte, A.________, war bei der C.________ AG als\nSchreiner angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Suva gegen die Folgen von Berufsund Nichtberufsunfällen versichert, als er am 1. November 2012 beinahe vom\nHochregallager stürzte und sich hierbei am linken Knie und der rechten Hand verletzte.\nDie Suva anerkannte ihre Leistungspflicht und richtete die gesetzlichen Kurzzeitleistungen\naus (IV-act. 12 S. 101), die sie schliesslich jedoch per 30. April 2019 einstellte und dem\nVersicherten mit Verfügung vom 13. Juni 2019 eine Rente bei einem\nErwerbsunfähigkeitsgrad von 15 % ab dem 1. Mai 2019 sowie eine\nIntegritätsentschädigung bei einer Integritätseinbusse von 17,5 % zusprach (IV-act. 158\nS. 3 ff.).\n\nAm 28. Mai 2013 meldete sich der Versicherte sodann bei der IV-Stelle Zug zum\nLeistungsbezug an (IV-act. 1). Die IV-Stelle ihrerseits holte bei den behandelnden Ärzten\naktuelle Berichte ein, zog die Akten der Unfallversicherung bei und liess den Versicherten\nin der Folge durch das ABI Aerztliches Begutachtungsinstitut GmbH (in der Folge ABI)\npolydisziplinär begutachten (IV-act. 140 S. 1 ff.). Entsprechend dem Resultat der\npolydisziplinären Begutachtung ging die IV-Stelle davon aus, dass der Versicherte – mit\nAusnahme der Zeitspanne zwischen der Knieoperation vom 2. Mai 2016 und der\nnachfolgenden, neunmonatigen Rekonvaleszenz – in einer angepassten Tätigkeit\nvollständig arbeitsfähig sei, weshalb sie ihm mit Verfügung vom 19. September 2019 eine\nbefristete ganze Rente vom 1. August 2016 bis 30. April 2017 zusprach (IV-act. 171).\n\nB. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 21. Oktober 2019 liess A.________\nbeantragen, die Verfügung vom 19. September 2019 sei aufzuheben und die Sache sei\nzur Ergänzung der Akten mit anschliessender Neubeurteilung der gesetzlichen Leistungen\n(Rente und berufliche Massnahmen) an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.\nEventualiter seien ihm Leistungen nach Gesetz auszurichten; alles unter Kosten- und\nEntschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin. In materieller Hinsicht liess der\nBeschwerdeführer im Wesentlichen einen ungenügend ermittelten Sachverhalt und den\ndurch die IV-Stelle vorgenommenen Einkommensvergleich rügen.\n\nC. Der mit Verfügung vom 22. Oktober 2019 erhobene Kostenvorschuss wurde durch\nden Beschwerdeführer fristgerecht bezahlt.\n\nD. Mit Vernehmlassung vom 11. Dezember 2019 beantragte die IV-Stelle die\nvollumfängliche Abweisung der Beschwerde.\n\nUrteil S 2019 141\n3\n\nE. Im Rahmen des weiteren Schriftenwechsels hielten die Parteien an ihren Anträgen\nund Begründungen fest. Ergänzend stellte der Beschwerdeführer das Gesuch, es sei ihm\nfür das Beschwerdeverfahren die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und in der\nPerson von RA lic. iur. B.________ ein unentgeltlicher Rechtsvertreter beizustellen.\n\nF. Mit Verfügung vom 8. Mai 2020 bewilligte der Vorsitzende der\nsozialversicherungsrechtlichen Kammer des Verwaltungsgerichts das Gesuch des\nBeschwerdeführers um unentgeltliche Rechtsverbeiständung und stellte ihm für das\nVerfahren vor dem Verwaltungsgericht ab Zeitpunkt der Gesuchstellung (21. Februar\n2020) in der Person von RA lic. iur. B.________ einen unentgeltlichen Rechtsbeistand bei.\n\nDas Verwaltungsgericht erwägt:\n\n1. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles\ngrundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung (in casu:\n19. September 2019) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b).\nDabei sind in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der\nVerwirklichung des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130\nV 445 E. 1.2.1).\n\nAm 1. Januar 2021 sind die am 21. Juni 2019 verabschiedeten geänderten Bestimmungen\ndes Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG;\nSR 830.1) in Kraft getreten. Dementsprechend sieht Art. 83 ATSG vor, dass für im\nZeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 21. Juni 2019 beim erstinstanzlichen\nGericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt. Die hier zu beurteilende\nBeschwerde wurde am 21. Oktober 2019 der Post übergeben, weshalb die bis\n31. Dezember 2020 gültigen Normen des ATSG auf den vorliegenden Fall Anwendung\nfinden und in dieser Fassung zitiert werden.\n\n2. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus\ndem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 ATSG in Verbindung mit § 77 des\nVerwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 des Einführungsgesetzes\n\nUrteil S 2019 141\n4\n\n"}