{"Signatur": "ZG_VG_001", "Spider": "ZG_Verwaltungsgericht", "Datum": "2021-01-25", "PDF": {"Datei": "ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2019-138_2021-01-25.pdf", "URL": "https://verwaltungsgericht.zg.ch/tribunavtplus/ServletDownload/S_2019_138_5725904a692227324825c1f1a293ecde94bb5fc779d4b1edde7889acc1e3d84a5dca07a8b35a20ae438fcb9966d92fa859bbeb7037abe862ea14770ce956947b?path=5725904a692227324825c1f1a293ecde94bb5fc779d4b1edde7889acc1e3d84a5dca07a8b35a20ae438fcb9966d92fa859bbeb7037abe862ea14770ce956947b&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=S_2019_138", "Checksum": "258dbe929ddf99239453ddc07e622ace"}, "Scrapedate": "2026-02-12", "Num": ["S 2019 138"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 25.01.2021 S 2019 138"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 25.01.2021 S 2019 138"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 25.01.2021 S 2019 138"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Sozialvers.rechtl. 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Sie verrechnete dabei\nden von Januar 2014 bis November 2016 ausbezahlten Betrag von Fr. 39'661.– mit dem\nihm zustehenden Betrag für Januar 2018 bis August 2019 von Fr. 23'580.–, was eine\nRestschuld von Fr. 16'081.– ergab (IV-act. 707).\n\ni) Mit Verfügung vom 23. Januar 2020 hob die IV-Stelle den Anspruch des\nBeschwerdeführers auf Assistenzbeiträge mit Wirkung per 1. Februar 2020 auf (IVact. 855). Mit einer separaten Verfügung vom 23. Januar 2020 hob die IV-Stelle zudem\nden Anspruch auf Hilflosenentschädigung zufolge Verletzung der auferlegten\nMitwirkungspflicht auf (IV-act. 856).\n\nj) Mit Feststellungsverfügung vom 1. April 2020 hielt die IV-Stelle fest, es bestehe für\ndie Assistenzbeiträge Juni bis Dezember 2013, Januar 2018 bis Januar 2020 ein\nGuthaben von insgesamt Fr. 31'241.56. Demgegenüber bestehe eine Restschuld des\nBeschwerdeführers gemäss Verfügung vom 17. September 2019 (Hilflosenentschädigung\nbis August 2019) von Fr. 16'081.– und einen Rückforderungsanspruch betreffend\nAssistenzbeiträge Januar 2015 bis Mai 2016 von Fr. 19'574.85 bzw. insgesamt\nFr. 35'655.85. Dies ergebe eine Differenz (zusätzliche Rückforderung zugunsten IV) von\nFr. 4'414.29. Auf die Einforderung der festgestellten zusätzlichen Rückforderung werde\naktuell verzichtet. Die zusätzliche Rückforderung werde eingefordert, sobald die\nVerfügungen vom 29. August 2019 und 17. September 2019 in Rechtskraft erwachsen\nseien. Werde eine oder beide dieser Verfügungen aufgehoben, sei die Rückforderung neu\nzu berechnen (IV-act. 875).\n\nB. Gegen die Verfügungen der IV-Stelle vom 29. August 2019 und vom 17. September 2019 (Rückforderung Hilflosenentschädigung [HE]) liess der Versicherte beim\nVerwaltungsgericht am 11. Oktober 2019 Beschwerde einreichen und das Folgende\nbeantragen:\n\n1. a) Ziffer 1 (Aufhebung) der Verfügung rückwirkende Aufhebung der Hilflosenentschädigung\nund Assistenzbeiträge vom 29. August 2019 sei aufzuheben.\nb) Es sei festzustellen, dass der Anspruch auf Hilflosenentschädigung und Assistenzbeiträge\nrückwirkend ab 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2017 existiere und entsprechend seien die\nLeistungen zu erbringen.\n\nUrteil S 2019 138\n5\n\n2. a) Ziffer 2 (Rückerstattung) der Verfügung rückwirkende Aufhebung der\nHilflosenentschädigung und Assistenzbeiträge vom 29. August 2019 sei aufzuheben.\nb) Die Verfügung Rückforderung Hilflosenentschädigung vom 7. [recte: 17.] September 2019\nsei aufzuheben. Das heisst: Die Rückforderung (Teilverrechnung) der Hilflosenentschädigung\nim Betrag von Fr. 23'380.– und die offene Restschuld von Fr. 16'081.– seien aufzuheben.\n3. Infolge Verjährung sei der Rückforderungsbetrag von Fr. 10'530.– für die Zeit vom 1. Januar\n2014 bis zum 30. September 2014 unverzüglich auszubezahlen.\n4. Die Nachzahlungen ab dem 1. Januar 2018 seien mit dem gesetzlichen Verzugszins von 5 %\nzu entrichten.\n5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der IV-Stelle.\n6. Es sei die aufschiebende Wirkung der Verfügung vom 29. August 2019 rückwirkende\nAufhebung der Hilflosenentschädigung und Assistenzbeiträge wiederherzustellen.\n7. Dem Beschwerdeführer sei die unentgeltliche Verbeiständung und Rechtspflege zu gewähren.\n\nZur Begründung lässt der Beschwerdeführer im Wesentlichen darlegen, dass er mit hoher\nWahrscheinlichkeit am Uhthoff-Phänomen leide, wovon 60 bis 80 % der MS-Patienten\nbetroffen seien. Der Wärme wegen müsse er den Sommer in C.________ und den Winter\nin der Schweiz verbringen. Die mehrmonatigen Aufenthalte im Frühling/Sommer in\nC.________ seien zu Linderungszwecken medizinisch bedingt und hätten\nausserordentlicherweise auch schon verlängert werden müssen (2014). Die Notwendigkeit\neiner Hilflosenentschädigung sei unbestritten.\n\nC. Nach der wiederholten Einforderung fehlender UP-Unterlagen wies der\nVorsitzende der sozialversicherungsrechtlichen Kammer am 27. Februar 2020 das\nGesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege ab und begründete dies\nmit der fehlenden Prozessbedürftigkeit des Beschwerdeführers.\n\nNachdem der Beschwerdeführer gegen diese Verfügung eine Beschwerde erhoben hatte\n(vgl. Verfahren S 2020 47), hob der Vorsitzende der sozialversicherungsrechtlichen\nKammer die Verfügung vom 27. Februar 2020 am 7. Mai 2020 wiedererwägungsweise auf\nund bewilligte das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege rückwirkend auf den Zeitpunkt\nder Gesuchseinreichung mit Geltung auch für die beiden weiteren hängigen Verfahren S\n2019 130 und S 2019 133. Zur Begründung verwies er auf erstmals vom\nBeschwerdeführer im Rahmen des Beschwerdeverfahrens S 2020 47 eingereichte\naktualisierte Belege insbesondere betreffend ungedeckte krankheits- und\nbehinderungsbedingte Kosten.\n\nUrteil S 2019 138\n6\n\n"}