{"Signatur": "ZG_VG_001", "Spider": "ZG_Verwaltungsgericht", "Datum": "2020-12-02", "PDF": {"Datei": "ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2019-134_2020-12-02.pdf", "URL": "https://verwaltungsgericht.zg.ch/tribunavtplus/ServletDownload/S_2019_134_5725904a692227324825c1f1a293ecde42b12adba02e702be14bb3948f251bf8243e6ef1b542906131d126ef86f6373b8707e3b4a6f22b6984f59239436ab464?path=5725904a692227324825c1f1a293ecde42b12adba02e702be14bb3948f251bf8243e6ef1b542906131d126ef86f6373b8707e3b4a6f22b6984f59239436ab464&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=S_2019_134", "Checksum": "2562529f37f8b368d53991779254fb3d"}, "Scrapedate": "2026-02-12", "Num": ["S 2019 134"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 02.12.2020 S 2019 134"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 02.12.2020 S 2019 134"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 02.12.2020 S 2019 134"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Sozialvers.rechtl. Kammer"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Alters- und Hinterlassenenversicherung (Beiträge) | AHV-Sozialvers.beiträge"}], "ScrapyJob": "446973/51/2114", "Zeit UTC": "12.02.2026 02:52:00", "Checksum": "418c565fb65bfb2da7d1f49a124d92ce", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 02.12.2020 S 2019 134\nRegeste:\nAlters- und Hinterlassenenversicherung (Beiträge) | AHV-Sozialvers.beiträge\n\n VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG\n\nSOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER\n\nMitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz\nlic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter\nGerichtsschreiber: MLaw Patrick Trütsch\n\nU R T E I L vom 2. Dezember 2020\ngemäss § 29 der Geschäftsordnung\n\nin Sachen\n\nA.________\nBeschwerdeführer\n\ngegen\n\nAusgleichskasse Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug\nBeschwerdegegnerin\n\nbetreffend\n\nAlters- und Hinterlassenenversicherung\n(Beiträge)\n\nS 2019 134\n2\n\nA. Mit Beitragsverfügung vom 11. Februar 2019 veranlagte die Ausgleichskasse des\nKantons Zug (nachfolgend: AK) A.________ für das Jahr 2019 gestützt auf die\nvorangehende Beitragsperiode bzw. ein massgebendes Vermögen von Fr. 4'770'000.– mit\nprovisorischen Beiträgen (AHV/IV/EO) für Nichterwerbstätige von Fr. 12'900.65 (AKact. 1). Am 12. März 2019 erliess die AK den Einspracheentscheid betreffend\nAkontobeiträge 2019 (AK-act. 4). Mit Schreiben vom 21. März 2019 teilte A.________ mit,\ner habe die Verfügung vom 11. Februar 2019 nicht erhalten, sondern lediglich ein mit\ngleichem Datum beschriftetes Schreiben betreffend gebührenpflichtige Mahnung (AKact. 6). Daraufhin nahm die AK den Einspracheentscheid vom 12. März 2019 zurück und\neröffnete A.________ nochmals die entsprechende Verfügung (AK-act. 7). Am 12. Mai\n2019 erhob der Versicherte Einsprache gegen die am 27. März 2019 zugestellte\nBeitragsverfügung (AK-act. 10). Mit Einspracheentscheid vom 6. September 2019 wies die\nAK die Einsprache ab (AK-act. 17).\n\nB. Mit Schreiben vom 4. Oktober 2019 leitete die AK die Eingaben von A.________\nvom 8. September und 30. September 2019 zuständigkeitshalber an das\nVerwaltungsgericht des Kantons Zug weiter (act. 1–3). Daraufhin forderte das Gericht den\nVersicherten mit Schreiben vom 7. Oktober 2019 auf, seinen Beschwerdewillen kundzutun\nund gegebenenfalls einen Antrag zu stellen sowie in gedrängter Form eine Begründung\nanzufügen (act. 4). Mit Eingabe vom 10. Oktober 2019 erachtete A.________ das\nVerwaltungsgericht Zug als nicht zuständig und verlangte, seine Eingaben seien an die AK\nzu retournieren mit der Anweisung, die vorgebrachten Rügen und Rechtsbegehren zu\nwürdigen (AK-act. 5). In der Folge wies das Gericht A.________ darauf hin, dass das\nEinspracheverfahren abgeschlossen sei und eine Rückweisung, wie von ihm beantragt,\nausser Betracht falle (act. 6).\n\nC. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 16. Oktober resp. 28. Oktober 2019\nbeantragte A.________, in Aufhebung des Einspracheentscheides vom 6. September\n2019 sei die Angelegenheit an die AK zurückzuweisen zur Reformation der\nBeitragsverfügung vom 27. März 2019 und Neufestsetzung der Beiträge in Höhe von\nFr. 1'732.85. Ferner sei vorfrageweise im Sinne einer inzidenten Normenkontrolle\nfestzustellen, dass nichterwerbstätige Versicherte mit Sparkapital insoweit durch die\nHandlungsanweisung \"mit 20 multipliziertes jährliches Einkommen\" in Abs. 2 und der\nKopfzeile des grafischen Schemas in Abs. 2 des Art. 28 AHVV konventions- und\nverfassungswidrig (Verstoss gegen Art. 14 EMRK und Art. 8 Abs. 2 BV) diskriminiert\nwürden (act. 10 und 11).\n\nUrteil S 2019 134\n3\n\nD. Die AK beantragte das Nichteintreten auf die Beschwerde und eine Auferlegung\nvon Kosten sowie Parteientschädigung zufolge mutwilliger Prozessführung (act. 13).\n\nE. In einem zweiten Schriftenwechsel hielten die Parteien an ihren jeweiligen\nAnträgen fest (act. 15 und 17). Auf die Begründungen wird – soweit entscheidrelevant – in\nden Erwägungen einzugehen sein.\n\nDas Verwaltungsgericht erwägt:\n\n1.\n1.1 Nach Art. 56 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des\nSozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen Einspracheentscheide\nBeschwerde erhoben werden, wobei in der Regel das Versicherungsgericht desjenigen\nKantons zuständig ist, in dem die versicherte natürliche oder juristische Person zur Zeit\nder Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz resp. Sitz hat (Art. 58 Abs. 1 ATSG). Über\nBeschwerden gegen Verfügungen und Einspracheentscheide kantonaler\nAusgleichskassen entscheidet jedoch in Abweichung von Art. 58 Abs. 1 ATSG das\nVersicherungsgericht am Ort der Ausgleichskasse (Art. 84 des Bundesgesetzes über die\nAlters- und Hinterlassenenversicherung [AHVG; SR 831.10]). Gemäss § 77 Abs. 1 des\nVerwaltungsrechtspflegegesetzes (VRG; BGS 162.1) beurteilt das Verwaltungsgericht als\neinzige kantonale Instanz Beschwerden aus dem Gebiet der eidgenössischen\nSozialversicherung, für die das Bundesrecht eine kantonale Rechtsmittelinstanz vorsieht.\nBeim vorliegenden Anfechtungsobjekt handelt es sich um einen Einspracheentscheid der\nAusgleichskasse des Kantons Zug. Überdies wohnt der Beschwerdeführer in B.________.\nDemgemäss ist das Verwaltungsgericht des Kantons Zug unter beiden hier möglichen\nTiteln zur Beurteilung der Beschwerde örtlich und sachlich zuständig.\n\n1.2 Gegen Verfügungen der Ausgleichskasse kann innert 30 Tagen gestützt auf\nArt. 52 Abs. 1 ATSG Einsprache, gegen den Einspracheentscheid nach Art. 52 Abs. 2\nATSG innerhalb von 30 Tagen nach dessen Eröffnung gestützt auf Art. 56 Abs. 1 und\nArt. 60 Abs. 1 ATSG Beschwerde erhoben werden. Das Anfechtungsobjekt dieses\nBeschwerdeverfahrens, der Einspracheentscheid, datiert vom 6. September 2019 und\n\nUrteil S 2019 134\n4\n\n"}