{"Signatur": "ZG_VG_001", "Spider": "ZG_Verwaltungsgericht", "Datum": "2020-12-03", "PDF": {"Datei": "ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2019-131_2020-12-03.pdf", "URL": "https://verwaltungsgericht.zg.ch/tribunavtplus/ServletDownload/S_2019_131_5725904a692227324825c1f1a293ecde7f40be3c6ff759dd5e546ad140449c6c1d023dcd41e2412594f4ae94e9154f7599cd0a2287a0fec6bcb6e03d50d4d9c6?path=5725904a692227324825c1f1a293ecde7f40be3c6ff759dd5e546ad140449c6c1d023dcd41e2412594f4ae94e9154f7599cd0a2287a0fec6bcb6e03d50d4d9c6&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=S_2019_131", "Checksum": "d5da4b3d5a66c0101700ee29c065b6b2"}, "Scrapedate": "2026-02-12", "Num": ["S 2019 131"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 03.12.2020 S 2019 131"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 03.12.2020 S 2019 131"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 03.12.2020 S 2019 131"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Sozialvers.rechtl. 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Aufgrund von Persönlichkeitsstörungen und schulischer Schwäche wurde der\n1989 geborene A.________ 2006 bei der IV-Stelle Zug zum Bezug von Leistungen der\nInvalidenversicherung angemeldet (IV-act. 1). Es folgte eine Abklärung der beruflichen\nEingliederungsmöglichkeiten, die von einer jugendstrafrechtlichen Massnahme abgelöst\nwurde. Diese führte zum Abschluss der Attestanlehre als Sägereimaschinist (IV-act. 19/2–\n3 und 20/1). Mangels eines invalidenversicherungsrechtlich relevanten\nGesundheitsschadens verweigerte die IV-Stelle Zug mit Verfügung vom 29. Januar 2010\nweitere Leistungen (IV-act. 30).\n\nAm 22. Oktober 2014 meldete sich A.________ erneut zum Leistungsbezug an und\nmachte eine seit etwa zwei oder mehr Jahren bestehende depressive\nPersönlichkeitsstörung geltend (IV-act. 39). Nach Durchführung von beruflichen\nEingliederungsmassnahmen konnte keine Festanstellung erreicht werden. In der Folge\nteilte die IV-Stelle Zug dem Versicherten mit Vorbescheid vom 16. Oktober 2018 die\nbeabsichtigte Verneinung eines Rentenanspruchs mangels eines rentenrelevanten\nInvaliditätsgrades mit (IV-act. 114) und verfügte am 30. August 2019 im angekündigten\nSinne (IV-act. 145).\n\nB. Dagegen erhob A.________ am 1. Oktober 2019 Beschwerde mit dem\nRechtsbegehren um Zusprechung einer Invalidenrente sowie Einholung eines\nmedizinischen Gutachtens, eventualiter Rückweisung der Sache an die IV-Stelle Zug zur\nweiteren Abklärung. Daneben ersuchte er um Bewilligung der unentgeltlichen\nProzessführung und Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung (act. 1 S. 2).\nIm Wesentlichen rügt er die fehlende gutachterliche Abklärung und die unterlassene\nMitberücksichtigung der Suchterkrankung (act. 1 S. 12–14).\n\nC. Mit Verfügung vom 31. Oktober 2019 wurde das Gesuch des Beschwerdeführers\num unentgeltliche Rechtspflege bewilligt und es wurde ihm Rechtsanwältin MLaw\nB.________ als unentgeltliche Rechtsbeiständin bestellt (act. 6).\n\nD. Mit Vernehmlassung vom 19. November 2019 schloss die Verwaltung auf\nAbweisung der Beschwerde (act. 7 S. 2).\n\nDas Verwaltungsgericht erwägt:\n\nUrteil S 2019 131\n3\n\n1. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus\ndem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen\nTeil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] in Verbindung mit § 77 des\nVerwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 des Einführungsgesetzes\nzu den Bundesgesetzen über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die\nInvalidenversicherung [BGS 841.1]). Die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts\ndes Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über\ndie Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) – Zuständigkeit am Ort der IV-Stelle –\ngegeben, stammt doch die angefochtene Verfügung von der IV-Stelle Zug. Die Verfügung\ndatiert vom Freitag, 30. August 2019, und ist nach Angabe des Beschwerdeführers am\nMontag, 2. September 2019, im Herrschaftsbereich des Beschwerdeführers eingetroffen\n(act. 1 S. 3; BF-act. 2). In Anwendung von Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG ist dagegen direkt\nBeschwerde beim zuständigen Versicherungsgericht einzureichen. Die Beschwerdeschrift\nträgt das Datum des 1. Oktober 2019, wurde am Tag darauf der Post übergeben und ging\nam darauffolgenden Tag beim Verwaltungsgericht ein. Damit gilt die 30-tägige Frist\ngemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG als gewahrt. Der Beschwerdeführer ist von der\nangefochtenen Verfügung direkt betroffen und zur Beschwerde legitimiert. Die\nBeschwerdeschrift enthält einen verständlichen Antrag und eine Begründung. Damit ist\nden formellen Anforderungen Genüge getan, weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist.\n\nDie Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des\nVerwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).\n\n2. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles\ngrundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung (in casu\n30. August 2019) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch: BGE 121 V 362 E. 1b). Dabei\nsind in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung\ndes zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 V 329 E. 2.2 f.\nund 130 V 445 E. 1.2.1).\n\n3.\n3.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder\nteilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen,\nKrankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch\n\nUrteil S 2019 131\n4\n\n"}