{"Signatur": "ZG_VG_001", "Spider": "ZG_Verwaltungsgericht", "Datum": "2020-09-30", "PDF": {"Datei": "ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2019-129_2020-09-30.pdf", "URL": "https://verwaltungsgericht.zg.ch/tribunavtplus/ServletDownload/S_2019_129_5725904a692227324825c1f1a293ecde1ed5a82b6ac39aeb3a49a8a802adda6bfd32615968e09aff258ad5ea7be3395816a5871d543e13a0808861963c3a1811?path=5725904a692227324825c1f1a293ecde1ed5a82b6ac39aeb3a49a8a802adda6bfd32615968e09aff258ad5ea7be3395816a5871d543e13a0808861963c3a1811&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=S_2019_129", "Checksum": "640b8872bb65ef4a7b3b8836fa4a4db0"}, "Scrapedate": "2026-02-12", "Num": ["S 2019 129"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 30.09.2020 S 2019 129"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 30.09.2020 S 2019 129"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 30.09.2020 S 2019 129"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Sozialvers.rechtl. 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Der 1971 geborene A.________ wurde am 10. August 2011 durch den\nRückversicherer der Vorsorgeeinrichtung zur Früherfassung bei der Invalidenversicherung\nangemeldet (IV-act. 1). Obschon die IV-Stelle in der Folge eine Anmeldung für angezeigt\nerachtete, sandte der Versicherte das entsprechende Formular nicht zurück, weshalb die\nVerwaltung die Früherfassung am 10. November 2011 abschloss (IV-act. 5).\n\nMit Anmeldeformular vom 17. November 2014 ersuchte A.________ um Leistungen der\nInvalidenversicherung (IV-act. 8). Die IV-Stelle tätigte sodann medizinische und\nerwerbliche Abklärungen. Zudem gab sie bei Dr. med. C.________, FMH Innere Medizin,\nspez. Rheumatologie, und Dr. med. D.________, FMH Psychiatrie und Psychotherapie,\nspez. Konsiliar- und Liaisonpsychiatrie, ein bidisziplinäres Gutachten in Auftrag, welches\nam 7. November 2018 erstattet wurde (IV-act. 106/1–8; rheumatologische Teilexpertise\nvom 6. November 2018 [IV-act. 106/9–27], psychiatrische Teilexpertise vom 6. November\n2018 [IV-act. 107]). Gestützt hierauf stellte die Verwaltung mit Vorbescheid vom\n16. November 2018 die Abweisung des Leistungsgesuchs in Aussicht (IV-act. 111). Am\n4. Januar 2019 verfügte sie wie vorbeschieden (IV-act. 115). Gleichentags liess\nA.________ Einwände vorbringen (IV-act. 116), weshalb die Verfügung vom 4. Januar\n2019 aufgehoben und eine Frist zur einlässlichen Begründung angesetzt wurde (IVact. 117). In der Folge wurde u.a. das Parteigutachten von Dr. med. E.________, FMH\nOrthopädische Chirurgie, vom 4. April 2019 (IV-act. 124/1–13) samt Ergänzung vom\n25. April 2019 (IV-act. 124/14–15) zu den Akten gereicht. Nach Einholung einer\nStellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 23. Mai 2019 (IV-act. 126)\nverfügte die IV-Stelle am 29. August 2019 wie vorbeschieden (IV-act. 129).\n\nB. Beschwerdeweise liess A.________ beantragen, in Aufhebung der Verfügung vom\n29. August 2019 sei ihm ab 1. November 2014 bis mindestens Ende Februar 2019 eine\nangemessene Teilrente auszurichten. Eventualiter sei die Sache zur Vornahme weiterer\nAbklärungen an die IV-Stelle zurückzuweisen. Die IV-Stelle sei zudem zu verpflichten, ihm\ndie Parteigutachtenkosten von Fr. 4'950.– zu erstatten.\n\nC. Der mit Verfügung vom 3. Oktober 2019 erhobene Kostenvorschuss von Fr. 800.–\nwurde vom Beschwerdeführer fristgerecht bezahlt (act. 3).\n\nD. Die IV-Stelle schloss vernehmlassend auf Abweisung der Beschwerde (act. 6).\n\nUrteil S 2019 129\n3\n\nE. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an ihren\njeweiligen Anträgen fest (act. 8 und 11).\n\nDas Verwaltungsgericht erwägt:\n\n1. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus\ndem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen\nTeil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] in Verbindung mit § 77 des\nVerwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 des Einführungsgesetzes\nzu den Bundesgesetzen über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die\nInvalidenversicherung [BGS 841.1]). Die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts\ndes Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über\ndie Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) – Zuständigkeit am Ort der IV-Stelle – fraglos\ngegeben. Die IV-Stelle erliess die strittige Verfügung am 29. August 2019. Diese ging\ngemäss unbestritten gebliebenen Angaben am 2. September 2019 beim Rechtsvertreter\ndes Beschwerdeführers ein. In Anwendung von Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG ist dagegen direkt\nBeschwerde beim zuständigen Versicherungsgericht einzureichen. Die Beschwerdeschrift\nwurde am 2. Oktober 2019 der Post übergeben und ging am darauf folgenden Tag beim\nVerwaltungsgericht ein. Die gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG vorgesehene 30-tägige\nBeschwerdefrist wurde somit gewahrt. Der Beschwerdeführer ist von der angefochtenen\nVerfügung direkt betroffen und zur Beschwerde legitimiert. Die Beschwerdeschrift enthält\nsodann Antrag und Begründung. Damit ist den formellen Anforderungen Genüge getan,\nweshalb auf die Beschwerde einzutreten ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem\nZirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG;\nBGS 162.11).\n\n2. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles\ngrundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung (in casu\n29. August 2019) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch: BGE 121 V 362 E. 1b). Dabei\nsind in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung\ndes zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 V 445\nE. 1.2.1).\n\nUrteil S 2019 129\n4\n\n"}