{"Signatur": "ZG_VG_001", "Spider": "ZG_Verwaltungsgericht", "Datum": "2021-03-22", "PDF": {"Datei": "ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2019-125_2021-03-22.pdf", "URL": "https://verwaltungsgericht.zg.ch/tribunavtplus/ServletDownload/S_2019_125_5725904a692227324825c1f1a293ecde45cfb741683980423c4b5bb11acf332c8fa2a5abea9a3f38adf145daa805ba76320c9bde6e1daf6de39bbc7a64a7d552?path=5725904a692227324825c1f1a293ecde45cfb741683980423c4b5bb11acf332c8fa2a5abea9a3f38adf145daa805ba76320c9bde6e1daf6de39bbc7a64a7d552&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=S_2019_125", "Checksum": "8670618d8a5abb4cea87ec503af3313b"}, "Scrapedate": "2026-02-12", "Num": ["S 2019 125"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 22.03.2021 S 2019 125"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 22.03.2021 S 2019 125"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 22.03.2021 S 2019 125"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Alters- und Hinterlassenenversicherung (Schadenersatz gemäss Art. 52 AHVG) | AHV-Schadenersatz"}], "ScrapyJob": "446973/51/2114", "Zeit UTC": "12.02.2026 02:51:48", "Checksum": "6745e02e5798950c50dc38e1557c8ea1", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 22.03.2021 S 2019 125\nRegeste:\nAlters- und Hinterlassenenversicherung (Schadenersatz gemäss Art. 52 AHVG) | AHV-Schadenersatz\n\nMit der Ausstellung der Pfändungsverlustscheine begann aber rechtsprechungsgemäss\ndie absolute fünfjährige Verjährungsfrist zu laufen. Denn dann stand für die\nBeschwerdegegnerin fest, dass die Beiträge wegen der Zahlungsunfähigkeit der\nB.________ AG nicht mehr im ordentlichen Verfahren nach Art. 14 ff. AHVG hätten\nerhoben werden können. Diese Frist wurde in der Folge mehrmals unterbrochen,\ninsbesondere im Gerichtsverfahren S 2018 27 mit der Urteilsfällung am 24. Mai 2018 und\ndann wiederum mit dem Einspracheentscheid vom 27. August 2019, weshalb die absolute\nfünfjährige Verjährungsfrist im heutigen Zeitpunkt noch nicht abgelaufen ist.\n\n5.6 Die relative zweijährige Verjährungsfrist von Art. 52 Abs. 3 AHVG wurde\nvorliegend erst mit Ablauf der Auflagefrist des Kollokationsplans ausgelöst. Gemäss\nPublikation im Schweizerischen Handelsamtsblatt am ________ 2016 wurde der\nKollokationsplan im Konkurs über die B.________ AG während 20 Tage zur Einsicht\naufgelegt, weshalb die Ausgleichskasse mit Erlass der Schadenersatzverfügung vom\n7. April 2017 (AK-act. 409 im Verfahren S 2018 27) die Frist wahrte. Auch diese Frist\nwurde in der Folge mehrmals unterbrochen (vgl. E. 5.5), weshalb die streitgegenständliche\nForderung nicht verjährt ist.\n\n6.\n6.1 Voraussetzung für eine Haftung nach Art. 52 AHVG ist zunächst das Vorliegen\neines Schadens. Dieser besteht darin, dass der AHV ein ihr gesetzlich geschuldeter\nBeitrag entgeht. Die Höhe des Schadens entspricht dabei dem Betrag, dessen die Kasse\nverlustig geht. Verwaltungs- und Betreibungskosten, Veranlagungs- und Mahngebühren\nsowie die Verzugszinsen bilden Bestandteil des Schadens, welcher der Ausgleichskasse\nzu ersetzen ist (BGE 121 III 382 E. 3bb). Im Hinblick auf die in Art. 14 Abs. 1 AHVG\nnormierte Beitrags- und Abrechnungspflicht des Arbeitgebers gehören auch die\nArbeitgeberbeiträge zum massgeblichen Schaden (BGE 98 V 26 E. 5).\n\n6.2 Der von der Beschwerdegegnerin verfügungsweise geltend gemachte Ausstand\nvon Fr. 42'884.65 setzt sich wie folgt zusammen (vgl. BF-act. 16):\n\nJahr 2009 2010 2011 2012 2013 2014 Total\nAusbezahlte Löhne 120'000.00 180'000.00 233'866.00 0.00 72'000.00 72'000.00 677'866.00\nAusbezahlte Löhne gem. AGK 7'500.00 7'500.00 0.00 0.00 0.00 0.00 15'000.00\n\nUrteil S 2019 125\n9\n\nVeranlagte Löhne 0.00 0.00 0.00 75'000.00 100'000.00 0.00 175'000.00\nAHV-IV-EO-Beitrag 12'877.50 18'937.50 24'088.20 7'725.00 17'716.00 7'416.00 88'760.20\nALV 2'520.00 2'520.00 3'957.05 1'650.00 3'784.00 1'584.00 16'015.05\nSolidarbeitrag ALV 0.00 0.00 540.00 0.00 0.00 0.00 540.00\nVerwaltungskosten 325.75 477.25 1'204.40 386.25 885.80 370.80 3'650.25\nFAK-Beiträge 0.00 0.00 0.00 1'050.00 0.00 0.00 1'050.00\nBetreibungskosten 169.95 169.95 248.00 99.00 165.45 335.85 1'188.20\nMahngebühren 55.00 95.00 430.00 80.00 180.00 60.00 900.00\nVerzugszinsen 269.20 312.00 928.45 1'054.10 1'127.65 260.90 3'952.30\nÜbrige Kosten 30.00 30.00 0.00 100.00 0.00 0.00 160.00\nZahlungen/Gutschriften -16'059.60 -22'400.65 -30'651.20 -227.75 -1'544.15 -2'448.00 -73'331.35\nTotal 187.80 141.05 744.90 11'916.60 22'314.75 7'579.55 42'884.65\n\nDie in Rechnung gestellten Sozialversicherungsbeiträge wurden aufgrund der\nLohnsummen von Fr. 127'500.– für das Jahr 2009, von Fr. 187'500.– für das Jahr 2010,\nvon Fr. 233'866.– für das Jahr 2011, von Fr. 75'000.– für das Jahr 2012, von Fr. 172'000.–\nfür das Jahr 2013 und von Fr. 72'000.– für das Jahr 2014 festgesetzt (vgl.\nVeranlagungsverfügungen vom 23. November 2015 [AK-act. 302–307 im Verfahren S\n2018 27]). Dies entspricht für die Jahre 2009 und 2010 den vom Beschwerdeführer\ndeklarierten Jahreslöhnen von Fr. 120'000.– (AK-act. 8 und 15 im Verfahren S 2018 27)\nbzw. Fr. 180'000.– (AK-act. 29 im Verfahren S 2018 27) zuzüglich den auf je Fr. 7'500.–\nveranlagten Lohn für die Privatnutzung von Geschäftsfahrzeugen (AK-act. 110 im\nVerfahren S 2018 27). Nachdem der Beschwerdeführer eine Lohnzahlung für das Jahr\n2012 mehrmals verneint hatte (AK-act. 76, 98 und 100 im Verfahren S 2018 27), wurde die\nLohnsumme gemäss den – nicht akturierten und dementsprechend unübersichtlichen –\nAkten von der Beschwerdegegnerin mit Nachzahlungsverfügung vom 12. Dezember 2014\nveranlagt (AK-act. 246 im Verfahren S 2018 27). Die Lohnsumme für das Jahr 2013 setzt\nsich aus dem vom Beschwerdeführer deklarierten Lohn von Fr. 72'000.– (AK-act. 165 im\nVerfahren S 2018 27) sowie den mit Nachzahlungsverfügung vom 12. Dezember 2014 auf\nFr. 100'000.– (AK-act. 247 im Verfahren S 2018 27) veranlagten Lohn zusammen. Mit\nBezug auf die Jahre 2011 und 2014 entsprechen die Lohnsummen den Angaben des\nBeschwerdeführers (AK-act. 59 und 270 im Verfahren S 2018 27).\n\n"}