{"Signatur": "ZG_VG_001", "Spider": "ZG_Verwaltungsgericht", "Datum": "2020-09-16", "PDF": {"Datei": "ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2019-120_2020-09-16.pdf", "URL": "https://verwaltungsgericht.zg.ch/tribunavtplus/ServletDownload/S_2019_120_5725904a692227324825c1f1a293ecdeaaa359d6355bcf9478345ad89bcd6c6a74eb3766db1e7f2dbd943cb4115e50751da4d388f3aa4694e087957d9f4d0198?path=5725904a692227324825c1f1a293ecdeaaa359d6355bcf9478345ad89bcd6c6a74eb3766db1e7f2dbd943cb4115e50751da4d388f3aa4694e087957d9f4d0198&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=S_2019_120", "Checksum": "8b4f67c02e6d94c6a83782c9dc2b1382"}, "Scrapedate": "2026-02-12", "Num": ["S 2019 120"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 16.09.2020 S 2019 120"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 16.09.2020 S 2019 120"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 16.09.2020 S 2019 120"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Sozialvers.rechtl. 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September 2020 [rechtskräftig]\ngemäss § 29 der Geschäftsordnung\n\nin Sachen\n\nA.________\nBeschwerdeführerin\nvertreten durch RAin MLaw B.________,\n\ngegen\n\nIV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug\nBeschwerdegegnerin\n\nbetreffend\n\nInvalidenversicherung\n(Leistungen)\n\nS 2019 120\n2\n\nA. Die 1962 geborene A.________ meldete sich erstmals am 18. April 2010 unter\nHinweis auf Depressionen und ein chronisches Schmerzleiden zur Früherfassung an (IVact. 1). Mit Anmeldeformular vom 8. Mai 2010 ersuchte sie sodann um Leistungen der\nInvalidenversicherung (IV-act. 3). Die IV-Stelle Zug tätigte in der Folge medizinische und\nerwerbliche Abklärungen. Da die Versicherte zur Beurteilung der Leistungspflicht zuvor\neine mindestens sechsmonatige Alkoholabstinenz einzuhalten hatte (IV-act. 17), sie aber\neiner Untersuchung des Kopfhaares nicht zustimmte (IV-act. 30), wurde ihr mit\nVorbescheid vom 20. Juli 2011 die Ablehnung des Leistungsgesuchs in Aussicht gestellt\n(IV-act. 33). Die dagegen erhobene Einsprache wies die IV-Stelle mit unangefochten\ngebliebener Verfügung vom 9. Dezember 2011 ab (IV-act. 41).\n\nAm 25. November 2016 meldete sich A.________ erneut unter Verweis auf Depressionen\nund chronische Schmerzen (Rheuma) bei der IV-Stelle zum Bezug von Leistungen an (IVact. 42). Die Verwaltung holte diverse Arztberichte sowie erwerbliche Angaben ein und\nzog die Akten des Krankentaggeldversicherers bei, unter anderem auch das\npsychiatrische Gutachten von Dr. med. C.________, FMH Psychiatrie und\nPsychotherapie, vom 21. August 2017 (IV-act. 78/5–18). Mit Mitteilung vom 9. Juni 2017\nwurden A.________ berufliche Eingliederungsmassnahmen in Form von\nArbeitsvermittlung und Abklärung der beruflichen Eingliederungsmöglichkeiten\nzugesprochen (IV-act. 68), die indessen am 11. resp. 12. Dezember 2017 erfolglos\nabgeschlossen wurden (IV-act. 80/9–10). Mit Vorbescheid vom 9. Mai 2018 stellte die\nVerwaltung die erneute Abweisung des Leistungsgesuchs mangels eines dauerhaften\ninvalidisierenden Gesundheitsschadens in Aussicht (IV-act. 84). Die dagegen erhobene\nEinsprache (IV-act. 85/2) wies die Verwaltung mit Verfügung vom 19. Juli 2019 ab (IVact. 95).\n\nB. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde liess A.________ beantragen, in Aufhebung\nder Verfügung vom 19. Juli 2019 sei die IV-Stelle zu verpflichten, ihr die gesetzlichen\nLeistungen gemäss IVG (Rente und/oder berufliche Massnahmen) zu gewähren. Sie sei\ndurch das Gericht medizinisch begutachten zu lassen. Eventualiter sei die Sache zwecks\nEinholung eines Gutachtens und anschliessender Entscheidung über den\nLeistungsanspruch an die IV-Stelle zurückzuweisen. Im Weiteren ersuchte A.________\num Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und Rechtsverbeiständung (act. 1).\n\nC. Mit Verfügung vom 18. September 2019 bewilligte der Vorsitzende der\nsozialversicherungsrechtlichen Kammer des Verwaltungsgerichts das Gesuch der\n\nUrteil S 2019 120\n3\n\nBeschwerdeführerin um unentgeltliche Rechtspflege und stellte ihr für das Verfahren vor\ndem Verwaltungsgericht in der Person von Rechtsanwältin MLaw B.________ eine\nunentgeltliche Rechtsbeiständin bei (act. 2).\n\nD. Die IV-Stelle schloss vernehmlassend auf Abweisung der Beschwerde (act. 5).\n\nE. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an ihren\njeweiligen Anträgen fest (act. 7 und 9).\n\nDas Verwaltungsgericht erwägt:\n\n1. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus\ndem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen\nTeil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] in Verbindung mit § 77 des\nVerwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 des Einführungsgesetzes\nzu den Bundesgesetzen über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die\nInvalidenversicherung [BGS 841.1]). Die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts\ndes Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über\ndie Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) – Zuständigkeit am Ort der IV-Stelle – fraglos\ngegeben. Die IV-Stelle erliess die strittige Verfügung am 19. Juli 2019; diese ging\nfrühestens am Folgetag bei der Beschwerdeführerin ein. In Anwendung von Art. 69 Abs. 1\nlit. a IVG ist dagegen direkt Beschwerde beim zuständigen Versicherungsgericht\neinzureichen. Die Beschwerdeschrift wurde am 16. September 2019 der Post übergeben\nund ging am darauffolgenden Tag beim Verwaltungsgericht ein. Die gemäss Art. 60 Abs. 1\nATSG vorgesehene 30-tägige Beschwerdefrist wurde somit unter Berücksichtigung des\nFristenstillstandes gemäss Art. 38 Abs. 4 lit. b ATSG – Fristenstillstand vom 15. Juli bis\nund mit dem 15. August – gewahrt. Die Beschwerdeführerin ist von der angefochtenen\nVerfügung direkt betroffen und zur Beschwerde legitimiert. Die Beschwerdeschrift enthält\nsodann Antrag und Begründung. Damit ist den formellen Anforderungen Genüge getan,\nweshalb auf die Beschwerde einzutreten ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem\nZirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG;\nBGS 162.11).\n\nUrteil S 2019 120\n4\n\n"}