{"Signatur": "ZG_VG_001", "Spider": "ZG_Verwaltungsgericht", "Datum": "2020-02-27", "PDF": {"Datei": "ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2019-119_2020-02-27.pdf", "URL": "https://verwaltungsgericht.zg.ch/tribunavtplus/ServletDownload/S_2019_119_5725904a692227324825c1f1a293ecde08bb2bb71bdcf581e88ab3a4ce3c44efc47c0725a597cd611f1b10f10d19f3077471e32567176f06c0f41a7986dc0ad0?path=5725904a692227324825c1f1a293ecde08bb2bb71bdcf581e88ab3a4ce3c44efc47c0725a597cd611f1b10f10d19f3077471e32567176f06c0f41a7986dc0ad0&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=S_2019_119", "Checksum": "c6a20c7c38bf2f3938a3ca258e1a4491"}, "Scrapedate": "2026-02-12", "Num": ["S 2019 119"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 27.02.2020 S 2019 119"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 27.02.2020 S 2019 119"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 27.02.2020 S 2019 119"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Sozialvers.rechtl. 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Die Versicherte, A.________, Jahrgang 1973, war über die Arbeitslosenkasse des\nKantons Zug bei der Suva gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen\nversichert, als sie der Suva im September 2017 einen Insektenstich und die Erkrankung\nan einer Borreliose meldete (vgl. Suva-act. 1 bis 4). Die Suva anerkannte ihre\nLeistungspflicht und erbrachte die gesetzlichen Leistungen für eine Borreliose Stadium I\n(Suva-act. 24). Im Verlauf gab die Suva bei Prof. Dr. C.________, Klinik für Infektiologie\nund Spitalhygiene des Universitätsspitals D.________, ein infektiologisches Gutachten in\nAuftrag. Professor Dr. C.________ beurteilte dabei das Vorliegen eines Erythema migrans\nverursacht durch eine Borrelieninfektion und im Stadium I im Sommer/Herbst 2017 als\nnicht überwiegend wahrscheinlich (vgl. Suva-act. 73 S. 14). Gestützt auf dieses\ninfektiologische Gutachten stellte die Suva ihre Leistungen mit Verfügung vom 24. Oktober\n2018 per 31. Oktober 2018 ein (Suva-act. 89). Die dagegen erhobene Einsprache (Suvaact. 91 und 133) wies sie mit Einspracheentscheid vom 12. August 2019 (Suva-act. 155)\nab.\n\nB. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 16. September 2019 liess A.________\nbeantragen, der Einspracheentscheid vom 12. August 2019 sei aufzuheben und ihr seien\ndie gesetzlich geschuldeten Leistungen, insbesondere die Übernahme der Heilkosten und\nTaggelder auch nach dem 31. Oktober 2018 zuzusprechen. Eventualiter seien weitere\nSachverhaltsabklärungen vorzunehmen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu\nLasten der Beschwerdegegnerin. Begründend liess die Beschwerdeführerin zur\nHauptsache ausführen, dass das infektiologische Gutachten des Universitätsspitals\nD.________ vom 21. Juni 2018 den bundesgerichtlichen Anforderungen nicht genüge und\ndarauf nicht abgestellt werden könne. Dabei verwies die Beschwerdeführerin im\nWesentlichen auf die Beurteilung von Dr. E.________ vom 8. Januar 2019, welcher davon\nausgehe, dass sie sicher an einer Borreliose erkrankt sei, sowie diejenige von\nDr. F.________ vom 26. Februar 2019, wonach sich bei der Untersuchung bezüglich\nBorrelia burgdorferi bei normalen Antikörpertitern im Western Blot ein Resultat ergeben\nhabe, das mit einem kurzfristigen Immunkontakt vereinbar sei. Aufgrund der vorliegenden\nklinischen (Foto) und serologischen Resultate (Western Blot-Befund) habe im Juni 2017\nein Erythema migrans mit verschiedenen Allgemeinsymptomen bestanden, das nach\nadäquater Antibiose verschwunden sei. Die Allgemeinsymptome hätten noch lange Zeit\nüber die Abheilung der Effloreszenz hinaus persistiert. Damit widerspreche\nDr. F.________ eindeutig den festgestellten Diagnosen im Gutachten. Dementsprechend\nsei davon auszugehen, dass die Beschwerden noch immer auf den Zeckenbiss im Juni\n\nUrteil S 2019 119\n3\n\n2017 zurückzuführen seien. Die Beschwerdegegnerin sei somit nach wie vor\nleistungspflichtig (act. 1).\n\nC. Mit Schreiben vom 21. Oktober und 25. November 2019 liess die\nBeschwerdeführerin weitere Berichte zu den Akten reichen (act. 4 und 7).\n\nD. Mit Vernehmlassung vom 3. Januar 2020 beantragte die Suva die Abweisung der\nBeschwerde. Eventualiter seien Prof. Dr. C.________ Ergänzungsfragen zu stellen. Zur\nBegründung führte die Beschwerdegegnerin im Wesentlichen aus, entgegen den\nAusführungen der Beschwerdeführerin könne auf die gutachterliche Beurteilung von\nProf. Dr. C.________ vom 21. Juni 2018 abgestellt werden. Die Ausführungen von\nProf. Dr. C.________ seien korrekt und würden allen Anforderungen an den Beweiswert\ngerecht. Sodann werde nichts vorgebracht, was den Beweiswert des Gutachtens\nschmälern könnte. Damit habe sie, die Beschwerdegegnerin, gestützt auf die Beurteilung\nvon Prof. Dr. C.________ die Versicherungsleistungen zu Recht per 31. Oktober 2018\neingestellt (act. 9).\n\nE. Mit Schreiben vom 7. Januar 2020 wurde der Beschwerdeführerin die\nVernehmlassung zur Kenntnisnahme zugestellt (act. 10). In der Folge gingen bei Gericht\nkeine weiteren Eingaben mehr ein, weshalb der Schriftenwechsel per Anfang Januar 2020\nals abgeschlossen gilt.\n\nDas Verwaltungsgericht erwägt:\n\n1. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus\ndem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen\nTeil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] i.V.m. § 77 Abs. 1 des\nVerwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1]). Örtlich zuständig ist das\nVersicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der\nBeschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat (Art. 58 Abs. 1 ATSG). Die Beschwerdeführerin\nhat Wohnsitz in der Gemeinde G.________, ZG. Damit ist das Verwaltungsgericht des\nKantons Zug in Anwendung von § 4 Abs. 1 lit. b der kantonalen Vollziehungsverordnung\nzum Bundesgesetz über die Unfallversicherung (BGS 842.5) örtlich und sachlich\n\nUrteil S 2019 119\n4\n\n"}