{"Signatur": "ZG_VG_001", "Spider": "ZG_Verwaltungsgericht", "Datum": "2020-09-01", "PDF": {"Datei": "ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2019-117_2020-09-01.pdf", "URL": "https://verwaltungsgericht.zg.ch/tribunavtplus/ServletDownload/S_2019_117_5725904a692227324825c1f1a293ecdee5a41af1127c263ef31407209035d7a06666ba1b292d30abed8caf7041ba8ceb49f14c664dd5c51c0079ff7dd4ad209b?path=5725904a692227324825c1f1a293ecdee5a41af1127c263ef31407209035d7a06666ba1b292d30abed8caf7041ba8ceb49f14c664dd5c51c0079ff7dd4ad209b&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=S_2019_117", "Checksum": "0b324721addd583ccd9ff71417669b63"}, "Scrapedate": "2026-02-12", "Num": ["S 2019 117"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 01.09.2020 S 2019 117"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 01.09.2020 S 2019 117"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 01.09.2020 S 2019 117"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Sozialvers.rechtl. 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September 2020\ngemäss § 29 der Geschäftsordnung\n\nin Sachen\n\nA.________\nBeschwerdeführer\nvertreten durch RAin MLaw B.________,\n\ngegen\n\nSUVA, Schweizerische Unfallversicherungsanstalt, Rechtsabteilung, Postfach 4358,\n6002 Luzern\nBeschwerdegegnerin\n\nbetreffend\n\nUnfallversicherung\n(Leistungen)\n\nS 2019 117\n2\n\nA. Der 1981 geborene A.________ war seit dem 1. November 2008 als\nBauwerktrenner bei der C.________ AG angestellt und in dieser Eigenschaft bei der\nSchweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch gegen Berufsunfälle\nversichert. Am 14. Januar 2011 erlitt er auf einer Baustelle einen Unfall, bei welchem er\neine Avulsion des linken Daumens erlitt (Suva-act. 1). Die Suva anerkannte in der Folge\nihre Leistungspflicht und richtete die gesetzlichen Leistungen aus. Mit Verfügung vom\n8. April 2013 verneinte die Unfallversicherung einen Rentenanspruch (Suva-act. 243). Am\n26. April 2013 sprach die Suva A.________ eine Integritätsentschädigung bei einer\nIntegritätseinbusse von 15 % zu (Suva-act. 245). Die gegen beide Verfügungen erhobene\nEinsprache (Suva-act. 246) wies die Unfallversicherung mit Entscheid vom 19. Dezember\n2013 ab (Suva-act. 252). Dieser erwuchs unangefochten in Rechtskraft.\n\nEnde 2014 meldete A.________ einen Rückfall und beklagte persistierende Dysästhesien\nsowie Schmerzen im Bereich des linken Daumens und Unterarms, welche er auf das\nversicherte Unfallereignis vom 14. Januar 2011 zurückführte (Suva-act. 267). Nach\ndurchgeführten medizinischen Abklärungen verneinte die Suva am 4. November 2015 den\nAnspruch auf weitere Leistungen mangels einer Verschlechterung des\nGesundheitszustandes (Suva-act. 288). Die dagegen erhobene Einsprache (Suvaact. 293) wies die Unfallversicherung mit Entscheid vom 7. Dezember 2015 ab (Suvaact. 297). Das Verwaltungsgericht des Kantons Zug bestätigte dies mit Urteil S 2016 34\nvom 7. März 2017 (Suva-act. 321).\n\nDer Rechtsvertreter des Versicherten machte mit Schreiben vom 15. März 2017 erneut\neinen Rückfall geltend. Aufgrund des Unfalles lägen erhebliche psychiatrische Diagnosen\nvor (Suva-act. 322). Die Suva tätigte in der Folge medizinische Erhebungen und zog das\nvon der Invalidenversicherung in Auftrag gegebene Gutachten der estimed AG vom\n16. Februar 2018 (Suva-act. 338) bei. Verfügungsweise verneinte sie am 6. Juni 2018 ihre\nLeistungspflicht mangels eines Kausalzusammenhangs zwischen den psychischen\nBeschwerden und dem Unfallereignis vom 14. Januar 2011 und einer Verschlechterung\ndes somatischen Gesundheitszustandes (Suva-act. 344). Die dagegen erhobene\nEinsprache (Suva-act. 348) wies die Suva mit Entscheid vom 29. Juli 2019 ab (Suvaact. 360).\n\nB. Beschwerdeweise lässt A.________ beantragen, der Einspracheentscheid vom\n29. Juli 2019 sei aufzuheben und die Suva sei anzuweisen, ihm zufolge der\nVerschlechterung seines Gesundheitszustandes als auch zufolge psychischer Unfallfolgen\n\nUrteil S 2019 117\n3\n\ndie gesetzlichen Leistungen zu erbringen. Eventualiter sei der entscheidrelevante\nSachverhalt rechtsgenüglich abzuklären. Zur Begründung wurde angeführt, der natürliche\nund adäquate Kausalzusammenhang zwischen den psychischen Beschwerden und dem\nUnfall sei gegeben. Aus somatischer Sicht seien ein chronisches Schmerzsyndrom als\nauch ein reaktives progredientes Schulter-Arm-Syndrom hinzugetreten, weshalb die\nArbeitsfähigkeit weiter eingeschränkt sei, was eine Verschlechterung der somatischen\nSituation belege (act. 1).\n\nC. Die Suva schloss vernehmlassend auf Abweisung der Beschwerde (act. 5).\n\nDas Verwaltungsgericht erwägt:\n\n1. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus\ndem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen\nTeil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] i.V.m. § 77 Abs. 1 des\nVerwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1]). Örtlich zuständig ist das\nVersicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der\nBeschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat (Art. 58 Abs. 1 ATSG). Der Beschwerdeführer\nhat Wohnsitz in D.________. Damit ist das Verwaltungsgericht des Kantons Zug in\nAnwendung von § 4 Abs. 1 lit. b der kantonalen Vollziehungsverordnung zum\nBundesgesetz über die Unfallversicherung (BGS 842.5) örtlich und sachlich zuständig. Die\nBeschwerdegegnerin erliess den vorliegend angefochtenen Einspracheentscheid am 29.\nJuli 2019. Dieser ging der Rechtsvertreterin frühestens am Folgetag zu. Die\nBeschwerdeschrift wurde am 16. September 2019 der Post übergeben und ging am\ndarauffolgenden Tag beim Verwaltungsgericht ein. Die Beschwerde gilt folglich unter\nBerücksichtigung des Fristenstillstandes gemäss Art. 38 Abs. 4 lit. b ATSG als binnen der\n30-tägigen Frist nach Art. 60 Abs. 1 ATSG rechtzeitig eingereicht. Die Beschwerdeschrift\nentspricht sodann den formellen Anforderungen an eine Beschwerde und der\nBeschwerdeführer ist von der Verfügung des Unfallversicherers und damit als direkt\nBetroffener zur Beschwerde legitimiert. Somit ist die Beschwerde vom Gericht zu prüfen.\nDie Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des\nVerwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).\n\nUrteil S 2019 117\n4\n\n"}