{"Signatur": "ZG_VG_001", "Spider": "ZG_Verwaltungsgericht", "Datum": "2020-09-07", "PDF": {"Datei": "ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2019-115_2020-09-07.pdf", "URL": "https://verwaltungsgericht.zg.ch/tribunavtplus/ServletDownload/S_2019_115_5725904a692227324825c1f1a293ecde41bc567d1d0adea5fa0a47d537f247bbaefcf99e092fdc145adfddb84bd8984809a505d9b138d19526fc4a0c1d298c22?path=5725904a692227324825c1f1a293ecde41bc567d1d0adea5fa0a47d537f247bbaefcf99e092fdc145adfddb84bd8984809a505d9b138d19526fc4a0c1d298c22&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=S_2019_115", "Checksum": "06ff24e240bb9e97ae1eefeeae93c68b"}, "Scrapedate": "2026-02-12", "Num": ["S 2019 115"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 07.09.2020 S 2019 115"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 07.09.2020 S 2019 115"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 07.09.2020 S 2019 115"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Sozialvers.rechtl. 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September 2020\ngemäss § 29 der Geschäftsordnung\n\nin Sachen\n\nA.________\nBeschwerdeführer\nvertreten durch RA B.________,\n\ngegen\n\nSUVA, Schweizerische Unfallversicherungsanstalt, Rechtsabteilung, Postfach 4358,\n6002 Luzern\nBeschwerdegegnerin\n\nbetreffend\n\nUnfallversicherung\n(Leistungen)\n\nS 2019 115\n2\n\nA. Der 1970 geborene A.________ leidet an Multipler Sklerose (MS) und erhielt\ndeshalb ab 1. Juni 2010 eine ganze Invalidenrente und seit dem 1. Oktober 2010 eine\nhalbe Invalidenrente der Invalidenversicherung (IV) zugesprochen (Verfügung vom\n17. Februar 2011, Bf-act. 3). Seit dem 1. März 2012 war er als Reinigungskraft in einem\nPensum von 50 % bei der C.________ angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Suva\ngegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 2. Oktober 2013\nstürzte er beim Heckenschneiden von einer Leiter und zog sich Verletzungen am rechten\nUnterschenkel sowie am linken Ellbogen zu (Schadenmeldung vom 8. Oktober 2013,\nSuva-act. 1). Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht und gewährte in der Folge\nHeilbehandlung und entrichtete ein Taggeld. Nach durchgeführten medizinischen\nErhebungen sprach ihm die Unfallversicherung für die verbliebenen Unfallfolgen mit\nVerfügung vom 27. Februar 2017 eine Integritätsentschädigung bei einem\nIntegritätsschaden von 30 % zu; den Anspruch auf eine Invalidenrente verneinte sie\n(Suva-act. 314). Im Nachgang zur erhobenen Einsprache sistierte die Suva das Verfahren\nformlos und beteiligte sich am durch die IV in Auftrag gegebenen polydisziplinären\nGutachten der medaffairs AG (Suva-act. 378), welches am 16. Juli 2018 (Suva-act. 406)\nresp. am 27. März 2019 (Suva-act. 420) erstattet wurde. Gestützt hierauf wies die Suva\ndie Einsprache mit Entscheid vom 31. Juli 2019 ab (Suva-act. 430).\n\nB. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 12. September 2019 liess A.________\nbeantragen, in Aufhebung des Einspracheentscheides sei ihm rückwirkend seit dem\n1. August 2016 eine Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 100 % zuzusprechen.\nDer versicherte Verdienst sei auf mindestens Fr. 45'830.70 festzusetzen. Ihm sei zudem\neine Integritätsentschädigung bei einer Integritätseinbusse von mindestens 80 %\nzuzusprechen. Er rügt dabei eine Verletzung von Art. 28 Abs. 3 UVV. Es seien sowohl die\nUnfallfolgen als auch der Vorzustand in einer Gesamtbetrachtung zu berücksichtigen.\nGestützt auf das polydisziplinäre Gutachten stehe sodann fest, dass er gar kein\nInvalideneinkommen mehr erzielen könne. Entsprechend sei ihm rückwirkend ab\n1. August 2016 eine Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 100 % zuzusprechen.\nAnsonsten sei die Festsetzung der Vergleichseinkommen fehlerhaft vorgenommen\nworden. In Berücksichtigung einer korrekten Bemessung ergebe sich ein\nrentenbegründender Invaliditätsgrad von mindestens 30 %. Schliesslich bestünden auch\nZweifel an der kreisärztlichen Einschätzung der Integritätseinbusse, da nicht alle\nunfallkausalen Funktionseinschränkungen berücksichtigt worden seien (act. 1).\n\nUrteil S 2019 115\n3\n\nC. Mit Schreiben vom 21. Oktober 2019 liess der Beschwerdeführer zwei Arztberichte\nvon Dr. med. D.________, FMH Neurologie, vom 18. September und 1. Oktober 2019 ins\nRecht legen (act. 4).\n\nD. Die Suva schloss vernehmlassend auf Abweisung der Beschwerde (act. 7). Auf\nihre Ausführungen ist – soweit erforderlich – in den Erwägungen einzugehen.\n\nE. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an ihren\njeweiligen Anträgen fest (act. 11 und 13).\n\nF. Mit Eingabe vom 4. September 2020 (act. 17) reichte die Suva die kreisärztliche\nBeurteilung vom 21. August 2020 (Bg-act. 1) und ihre Verfügung vom 2. September 2020\nbetreffend Integritätsentschädigung für die Beinlängendifferenz (Bg-act. 2) zu den Akten.\n\nDas Verwaltungsgericht erwägt:\n\n1. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus\ndem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen\nTeil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] i.V.m. § 77 Abs. 1 des\nVerwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1]). Örtlich zuständig ist das\nVersicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der\nBeschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat (Art. 58 Abs. 1 ATSG). Der Beschwerdeführer\nhat Wohnsitz in E.________. Damit ist das Verwaltungsgericht des Kantons Zug in\nAnwendung von § 4 Abs. 1 lit. b der kantonalen Vollziehungsverordnung zum\nBundesgesetz über die Unfallversicherung (BGS 842.5) örtlich und sachlich zuständig. Die\nBeschwerdegegnerin erliess den vorliegend angefochtenen Einspracheentscheid am\n31. Juli 2019. Dieser ging der Rechtsschutzversicherung am 2. August 2019 zu. Die\nBeschwerdeschrift wurde am 12. September 2019 der Post übergeben und ging am\ndarauffolgenden Tag beim Verwaltungsgericht ein. Die Beschwerde ist folglich unter\nBerücksichtigung des Fristenstillstands gemäss Art. 38 Abs. 4 lit. b ATSG binnen der 30-\ntägigen Frist nach Art. 60 Abs. 1 ATSG rechtzeitig eingereicht worden. Die Beschwerdeschrift entspricht sodann den formellen Anforderungen an eine Beschwerde und der\nBeschwerdeführer ist von der Verfügung des Unfallversicherers berührt und damit als\n\nUrteil S 2019 115\n4\n\n"}