{"Signatur": "ZG_VG_001", "Spider": "ZG_Verwaltungsgericht", "Datum": "2021-01-06", "PDF": {"Datei": "ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2019-113_2021-01-06.pdf", "URL": "https://verwaltungsgericht.zg.ch/tribunavtplus/ServletDownload/S_2019_113_5725904a692227324825c1f1a293ecde6d7dbdf65f4501217e7bad05df824717d0c64771de8ed829f340cfb8bfb6e9c137022fb713b469c2c09edd5c3c3a908c?path=5725904a692227324825c1f1a293ecde6d7dbdf65f4501217e7bad05df824717d0c64771de8ed829f340cfb8bfb6e9c137022fb713b469c2c09edd5c3c3a908c&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=S_2019_113", "Checksum": "299209dfcc04f969943e45f13ed51b8b"}, "Scrapedate": "2026-02-12", "Num": ["S 2019 113"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 06.01.2021 S 2019 113"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 06.01.2021 S 2019 113"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 06.01.2021 S 2019 113"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Sozialvers.rechtl. 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B.________\n\ngegen\n\nAXA Versicherungen AG, Operations Unfall & Krankentaggeld, General-Guisan-\nStrasse 40, 8401 Winterthur\nBeschwerdegegnerin\n\nbetreffend\n\nUnfallversicherung\n(Leistungen)\n\nS 2019 113\n2\n\nUrteil S 2019 113\n3\n\nA. Der 1953 geborene A.________ war mit einem Beschäftigungsgrad von 25 % bei\nder C.________ AG als Vermögensverwalter tätig und dadurch bei der AXA\nVersicherungen AG (nachfolgend: AXA) für die Folgen von Berufs- und\nNichtberufsunfällen versichert, als er am 7. März 2018 einen Skiunfall erlitt und sich eine\nSchulterprellung rechts zuzog. Die AXA anerkannte ihre Leistungspflicht und erbrachte die\ngesetzlichen Versicherungsleistungen (Heilkosten; BF-act. 4). In der Folge wurde eine\nRotatorenmanschetten-Ruptur an der betroffenen Schulter festgestellt. Am 13. März 2019\nwurde die Rotatorenmanschette operativ rekonstruiert. Mit Verfügung vom 15. März 2019\nund Einspracheentscheid vom 9. Juli 2019 stellte die AXA ihre Leistungen per 27. Februar\n2019 ein und verneinte einen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den noch\nvorhandenen Beschwerden (UV-act. A23 und A16).\n\nB. Dagegen erhob A.________ am 11. September 2019 Beschwerde mit dem\nRechtsbegehren um Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids und\nVerpflichtung der AXA, ihm auch über den 27. Februar 2019 hinaus die versicherten\nLeistungen zu erbringen, insbesondere die Operationskosten zu übernehmen und die\ndamit verbundenen Taggeldleistungen zu erbringen. Weiter beantragte er eine\numfassende Abklärung des medizinischen Sachverhaltes, eventuell durch Rückweisung\nder Sache an die Verwaltung zur versicherungsexternen Begutachtung und neuem\nEntscheid über den weiteren Leistungsanspruch. Schliesslich beantragte der\nBeschwerdeführer die Verpflichtung der AXA zur Erstattung der Kosten des Berichts des\nOperateurs in Höhe von Fr. 200.– (act. 1 S. 2 f.).\n\nC. In ihrer Vernehmlassung vom 22. Januar 2020 schloss die Versicherung unter\nVerweis auf die Einschätzungen ihrer beratenden Ärzte auf Abweisung der Beschwerde.\nSie begründete dies damit, dass von einer temporären Aktivierung eines vor dem Ereignis\nvom 7. März 2018 stummen Vorzustandes durch eine starke direkte Schulterkontusion\nund einem erreichten Status quo sine nach sechs Monaten auszugehen sei (act. 6).\n\nD. Im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an den gestellten\nAnträgen fest (act. 15 und 18).\n\nDas Verwaltungsgericht erwägt:\n\nUrteil S 2019 113\n4\n\n1.\n1.1 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles\ngrundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Entscheids (in\ncasu: 9. Juli 2019) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). Dabei\nsind in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung\ndes zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 V 445\nE. 1.2.1).\n\n1.2 Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die\nUnfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung\n(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am 7. März\n2018 ereignet, weshalb – entsprechend den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln –\ndie am 1. Januar 2017 in Kraft getretenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung\nfinden und in dieser Fassung zitiert werden.\n\n1.3 Am 1. Januar 2021 sind die am 21. Juni 2019 verabschiedeten geänderten\nBestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des\nSozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. Dementsprechend sieht\nArt. 83 ATSG vor, dass für im Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 21. Juni\n2019 beim erstinstanzlichen Gericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt. Die\nhier zu beurteilende Beschwerde wurde am 11. September 2019 der Post übergeben,\nweshalb die bis 31. Dezember 2020 gültig gewesenen Normen des ATSG auf den\nvorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.\n\n2. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus\ndem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen\nTeil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] in Verbindung mit § 77 Abs. 1 des\nVerwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] sowie § 4 Abs. 1 lit. b der kantonalen\nVollziehungsverordnung zum Bundesgesetz über die Unfallversicherung [BGS 842.5]). Die\nörtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf\nArt. 58 Abs. 1 ATSG – Zuständigkeit am Wohnsitz der versicherten Person oder des\nBeschwerde führenden Dritten zum Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung – gegeben, lebt\nder Beschwerdeführer doch in D.________/ZG. Der angefochtene Einspracheentscheid\ndatiert vom 9. Juli 2019 (BF-act. 1) und ist am 12. Juli 2019 im Herrschaftsbereich des\n\nUrteil S 2019 113\n5\n\n"}