{"Signatur": "ZG_VG_001", "Spider": "ZG_Verwaltungsgericht", "Datum": "2020-06-29", "PDF": {"Datei": "ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2019-111_2020-06-29.pdf", "URL": "https://verwaltungsgericht.zg.ch/tribunavtplus/ServletDownload/S_2019_111_5725904a692227324825c1f1a293ecde24c70937c3b5dcf269d11a6959fd278c4b345ea746ee02afe6c67d4dea10565ed39a9f98a22a5ed10959de90ddcc0ee3?path=5725904a692227324825c1f1a293ecde24c70937c3b5dcf269d11a6959fd278c4b345ea746ee02afe6c67d4dea10565ed39a9f98a22a5ed10959de90ddcc0ee3&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=S_2019_111", "Checksum": "605e5f30320abdb0b0c734d2656f3d46"}, "Scrapedate": "2026-02-12", "Num": ["S 2019 111"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 29.06.2020 S 2019 111"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 29.06.2020 S 2019 111"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 29.06.2020 S 2019 111"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Sozialvers.rechtl. 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Der 1988 geborene A.________ meldete sich am 1. Mai 2018 unter Hinweis auf\ndie Folgen des am 18. Dezember 2017 erlittenen Unfalles bei der Invalidenversicherung\nzum Leistungsbezug an (IV-act. 1). Die IV-Stelle Zug tätigte in der Folge erwerbliche und\nmedizinische Abklärungen. Da A.________ zufolge der Verletzung am Schultergelenk\nseine angestammte Tätigkeit als C.________ bei der D.________ AG nicht mehr auf\nDauer fortführen konnte, indessen die zur gleichen Gruppe gehörende E.________ AG\nihm eine Stelle als F.________ anbot, erteilte die Verwaltung mit Mitteilung vom\n24. Januar 2019 im Rahmen von beruflichen Massnahmen Kostengutsprache für die\nAusbildung zum F.________ mit eidgenössischem Fachausweis (IV-act. 34). Gleichentags\ngewährte sie zudem einen Einarbeitungszuschuss für die Anlern- bzw. Einarbeitungszeit\nvom 1. Januar bis 30. Juni 2019 (IV-act. 35). Für die Kursdauer vom 26. August 2019 bis\n29. Juni 2020 mit Kurstagen am Montag und Samstag sprach die IV-Stelle A.________\nzudem ergänzend aufgrund eines Lohnausfalls von 20 % ein Taggeld zu und stellte die\nentsprechende Verfügung in Aussicht (Mitteilung vom 31. Mai 2019 [IV-act. 41]). Am 5. Juli\n2019 verfügte die Verwaltung ein Taggeld von Fr. 163.20 (IV-act. 45).\n\nB. Beschwerdeweise liess A.________ beantragen, die Verfügung vom 5. Juli 2019\nsei aufzuheben und der Taggeldansatz vom 26. August 2019 bis 29. Juni 2020 sei auf\nFr. 58.45 pro Kalendertag festzusetzen (act. 1).\n\nC. Der mit Verfügung vom 10. September 2019 erhobene Kostenvorschuss von\nFr. 500.– wurde vom Beschwerdeführer fristgerecht bezahlt (act. 3).\n\nD. Die IV-Stelle schloss vernehmlassend auf Abweisung der Beschwerde (act. 5).\n\nE. Mit Schreiben vom 28. Mai 2020 liess der Beschwerdeführer die von ihm\nzusätzlich verlangten Angaben beim Gericht einreichen (act. 9). Diese wurden der\nAusgleichskasse zur Kenntnis zugestellt (act. 10).\n\nDas Verwaltungsgericht erwägt:\n\n1. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus\ndem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen\n\nUrteil S 2019 111\n3\n\nTeil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] in Verbindung mit § 77 des\nVerwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 des Einführungsgesetzes\nzu den Bundesgesetzen über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die\nInvalidenversicherung [BGS 841.1]). Die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts\ndes Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über\ndie Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) – Zuständigkeit am Ort der IV-Stelle –\ngegeben, stammt doch die angefochtene Verfügung von der IV-Stelle Zug. Die Verfügung\ndatiert vom 5. Juli 2019 (IV-act. 45) und ist am 8. Juli 2019 beim Beschwerdeführers\neingetroffen (vgl. act. 1 Ziff. 1). In Anwendung von Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG ist dagegen\ndirekt Beschwerde beim zuständigen Versicherungsgericht einzureichen. Die\nBeschwerdeschrift trägt das Datum des 9. September 2019, wurde gleichentags der Post\nübergeben und ging am darauffolgenden Tag beim Verwaltungsgericht ein. Damit gilt die\n30-tägige Frist gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG unter Berücksichtigung von Art. 38 Abs. 4\nlit. b ATSG – Fristenstillstand vom 15. Juli bis und mit 15. August – als gewahrt. Der\nBeschwerdeführer ist von der angefochtenen Verfügung direkt betroffen und zur\nBeschwerde legitimiert. Die Beschwerdeschrift enthält einen Antrag und eine Begründung.\nDamit ist den formellen Anforderungen Genüge getan, weshalb auf die Beschwerde\neinzutreten ist.\n\n2. Streitig und zu prüfen ist vorliegend, unter welchem Titel und damit verbunden in\nwelcher Höhe der Beschwerdeführer Anspruch auf ein Taggeld hat. Der grundsätzliche\nAnspruch ist unbestritten.\n\n3.\n3.1 Nach Art. 22 Abs. 1 IVG haben Versicherte während der Durchführung von\nEingliederungsmassnahmen nach Art. 8 Abs. 3 Anspruch auf ein Taggeld, wenn sie an\nwenigstens drei aufeinander folgenden Tagen wegen der Massnahmen verhindert sind,\neiner Arbeit nachzugehen, oder in ihrer gewohnten Tätigkeit zu mindestens 50 %\narbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) sind.\n\nNach ständiger Rechtsprechung ist das Taggeld eine akzessorische Leistung zu\nbestimmten Eingliederungsmassnahmen; es kann grundsätzlich nur ausgerichtet werden,\nwenn und solange Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung zur\nDurchführung gelangen (BGE 139 V 399 E. 7.1; 112 V 16 E. 2a). Eine\nEingliederungsmassnahme, welche zum Taggeldbezug berechtigt, ist insbesondere die\nUmschulung gemäss Art. 17 IVG (BGE 112 V 16 E. 2a).\n\nUrteil S 2019 111\n4\n\n"}