{"Signatur": "ZG_VG_001", "Spider": "ZG_Verwaltungsgericht", "Datum": "2020-10-20", "PDF": {"Datei": "ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2019-107_2020-10-20.pdf", "URL": "https://verwaltungsgericht.zg.ch/tribunavtplus/ServletDownload/S_2019_107_5725904a692227324825c1f1a293ecdee53dd12ed5e9f4430c9dd5d70dc2ec7db2de9d5bd1ec40d67ec77f5d63f322fe5cce821b815ae7890fff5cf2ff7f35d3?path=5725904a692227324825c1f1a293ecdee53dd12ed5e9f4430c9dd5d70dc2ec7db2de9d5bd1ec40d67ec77f5d63f322fe5cce821b815ae7890fff5cf2ff7f35d3&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=S_2019_107", "Checksum": "158c0984dfbdfd2bfcb4d68cf604a322"}, "Scrapedate": "2026-02-12", "Num": ["S 2019 107"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 20.10.2020 S 2019 107"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 20.10.2020 S 2019 107"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 20.10.2020 S 2019 107"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Sozialvers.rechtl. 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Wegen psychischer Beschwerden bezog der 1962 geborene A.________ ab\n1. Juni 2002 eine ganze Rente der Invalidenversicherung (IV-act. 23). Nach\neiner Observation und einer psychiatrischen Begutachtung wurde die Rente per 31. August 2014 wiedererwägungsweise aufgehoben. Dagegen wehrte sich der Versicherte bis\nvor Bundesgericht erfolglos (Verfügung vom 3. Juli 2014 [IV-act. 94], VGer ZG S 2014 115\nvom 26. Februar 2015 [IV-act. 111], BGer 8C_251/2015 vom 1. Juni 2015 [IV-act. 110]).\n\nAuf eine Neuanmeldung vom 5. Mai 2015 trat die IV-Stelle Zug mit Verfügung vom 12. Oktober 2015 nicht ein (IV-act. 109 und 120). Nach einer erneuten Neuanmeldung am\n27. November 2015 (IV-act. 121) tätigte sie dann weitere Abklärungen. Da sich der\nVersicherte aber geweigert hatte, an der angeordneten Begutachtung mitzuwirken, trat die\nIV-Stelle Zug am 10. März 2017 auch auf das erneute Leistungsbegehren nicht ein (IVact. 176) und verpflichtete den Versicherten am 17. März 2017 zu Erstattung der\nangefallenen Abklärungskosten (IV-act. 180). Dieser erhob gegen beide Verfügungen\nBeschwerde ans Verwaltungsgericht Zug, welches sie abwies (VGer ZG S 2017 53 vom\n12. Dezember 2017 [IV-act. 192] und S 2017 55 vom 19. Juli 2018 [IV-act. 220]). Mit\nseinem Urteil 8C_629/2018 vom 19. August 2019 hiess das Bundesgericht die vom\nVersicherten gegen die Auferlegung der Abklärungskosten erhobene Beschwerde gut (IVact. 241).\n\nInzwischen hatte sich A.________ am 19. Januar 2018 unter Hinweis auf seine\nBereitschaft, sich der Begutachtung zu unterziehen, erneut zum Leistungsbezug\nangemeldet (IV-act. 190). Nach Einholung aktueller Auskünfte der behandelnden Ärzte\ngab die IV-Stelle Zug ein polydisziplinäres Gutachten in Auftrag (MEDAS-Gutachten vom\n4. Januar 2019 [IV-act. 225]). Gestützt darauf verfügte sie am 2. Juli 2019 – nach\nDurchführung des Vorbescheidvefahrens (IV-act. 228 ff.) – die Ablehnung des\nLeistungsbegehrens mangels eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades (IV-act. 237).\n\nB. Dagegen erhob A.________ am 23. August 2019 Beschwerde mit dem\nRechtsbegehren um Aufhebung der angefochtenen Verfügung und Zusprechung einer\nRente nach Gesetz, eventualiter um Einholung eines medizinischen Obergutachtens.\nWeiter ersuchte der nicht vertretene Beschwerdeführer um Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes und Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung. Im\nWesentlichen bestreitet der Beschwerdeführer die Beweiskraft des MEDAS-Gutachtens\nvom 4. Januar 2019 (act. 1).\n\nUrteil S 2019 107\n3\n\nC. Nachdem der Beschwerdeführer den von ihm verlangten Kostenvorschuss in zwei\nRaten bezahlt hatte (act. 2-6), mandatierte er Rechtsanwalt lic. iur. B.________, Zug\n(act. 8).\n\nD. Mit Vernehmlassung vom 22. November 2019 schloss die Verwaltung auf\nAbweisung der Beschwerde (act. 10).\n\nE. Replicando wiederholte der nunmehr anwaltlich vertretene Beschwerdeführer die\ngestellten Anträge und stellte subeventualiter den Antrag auf Rückweisung der Sache an\ndie IV-Stelle mit der Verpflichtung, ein Obergutachten einzuholen. Weiter ersuchte er\nerneut um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und Bestellung von\nRechtsanwalt B.________ als unentgeltlicher Rechtsvertreter (act. 12 S. 2). Im\nWesentlichen macht der Beschwerdeführer eine Verschlechterung seines\nGesundheitszustandes seit der Renteneinstellung im Jahr 2015 geltend (act. 12 S. 4 und\n7). Weiterhin bestreitet er die Beweiskraft des MEDAS-Gutachtens vom 4. Januar 2019\n(act. 12 S. 5–7).\n\nF. Mit Verfügung vom 14. Januar 2020 wurde dem Beschwerdeführer Rechtsanwalt\nB.________ als unentgeltlicher Rechtsbeistand für das weitere Beschwerdeverfahren\nbestellt, sein erneutes Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch\nangesichts der bereits erfolgten Bezahlung des Kostenvorschusses abgewiesen (act. 13).\n\nG. Duplicando hielt die Beschwerdegegnerin am gestellten Antrag fest und\nwiederholte im Wesentlichen ihre früheren Ausführungen (act. 14).\n\nDas Verwaltungsgericht erwägt:\n\n1. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus\ndem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen\nTeil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] in Verbindung mit § 77 des\nVerwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 des Einführungsgesetzes\nzu den Bundesgesetzen über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die\nInvalidenversicherung [BGS 841.1]). Die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts\n\nUrteil S 2019 107\n4\n\n"}