{"Signatur": "ZG_VG_001", "Spider": "ZG_Verwaltungsgericht", "Datum": "2021-09-23", "PDF": {"Datei": "ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2019-106_2021-09-23.pdf", "URL": "https://verwaltungsgericht.zg.ch/tribunavtplus/ServletDownload/S_2019_106_5725904a692227324825c1f1a293ecde130b6a27ee3e6b64e414a7378fcf973ca9ba0591e94c1cf2a612fcade673103fc43ee8978dd93d55c515e50781bdf38a?path=5725904a692227324825c1f1a293ecde130b6a27ee3e6b64e414a7378fcf973ca9ba0591e94c1cf2a612fcade673103fc43ee8978dd93d55c515e50781bdf38a&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=S_2019_106", "Checksum": "3d18c856f2148d67d33200b32baf4c6e"}, "Scrapedate": "2026-02-12", "Num": ["S 2019 106"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 23.09.2021 S 2019 106"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 23.09.2021 S 2019 106"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 23.09.2021 S 2019 106"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Invalidenversicherung (Leistungen) | Invalidenversicherung"}], "ScrapyJob": "446973/51/2114", "Zeit UTC": "12.02.2026 02:51:12", "Checksum": "b6f8ddc5e5885345f1ee22a15769bdd8", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 23.09.2021 S 2019 106\nRegeste:\nInvalidenversicherung (Leistungen) | Invalidenversicherung\n\nUrteil S 2019 106\n20\n\nerkläre zumindest einen Teil der kognitiven Defizite und senke auch die Krampfschwelle.\nKardiale Rhythmusstörungen als Ursache für die kurzen Abwesenheitsmomente seien unwahrscheinlich nach unauffälligem 24h-EKG im September 2018 durch den Kardiologen\nDr. J.________.\n\nBetreffend die vom Patienten beklagte ausgeprägte Vergesslichkeit sei eine neuropsychologische Untersuchung durchgeführt worden. Es hätten sich hier gewisse Einschränkungen gezeigt, die jedoch am wahrscheinlichsten im Rahmen einer (schweren) Depression\nzu sehen seien in Kombination mit möglicherweise Schlafstörungen, ausgeprägter Tagesmüdigkeit und Medikamenteneinfluss. Möglicherweise könnten auch die kleinen vaskulären gliotischen Veränderungen im MRI-Schädel eine zusätzliche Erklärung hierfür bieten.\nDringend empfohlen werde jedoch eine psychologisch-psychiatrische Anbindung.\n\n4.4.2 Der Kardiologe Dr. J.________ hielt im Bericht vom 9. April 2019 (IV-act. 92) an\ndie Vorinstanz im Wesentlichen folgende Diagnosen fest: 1. rezidivierende Präkollapszustände mit Schweissausbrüchen offener Ursache, DD rhythmogen,\nBlutdruckdysregulation, funktionell, 2. koronare Herzkrankheit mit diffuser Sklerose,\nteilweise vom ektatischen Typ; St.n. PTCA/2x DES Bifurkation RIVA/1. Diagonalast;\naktuell: erneute z.T. atypische Angina pectoris Beschwerden, reproduzierbar auf dem\nLaufbandergometer; Risikofaktoren: Nikotinabusus, arterielle Hypertonie, Dyslipidämie, 3.\nSt.n. juxtarenalem Aortenersatz bei Bauchaortenaneurysma 2015, 4. cerebrovaskuläre\nVerschlusskrankheit, ausgeprägte rechtsbetonte arteriosklerotische Plaque, 20 %\nstenosierend, 5. arterielle Hypertonie, 6. Nikotinabusus. Der Patient habe ihn während des\nZeitfensters vom 27. Februar bis 26. September 2018 mehrfach wegen Thoraxschmerzen,\nPräkollapszuständen und ausgeprägten Schweissausbrüchen aufgesucht. Bei bekannter\nkoronarer Herzkrankheit sei ergänzend eine Rekoronarangiographie am 9. April 2018\ndurchgeführt worden, die glücklicherweise zurzeit keine flussbehindernde Stenosierung\ngezeigt habe bei bekannter 2-Gefässerkrankung und St.n. Stent-Implantation 2017. Es\nbestehe jedoch eine ausgeprägte Arteriosklerose teilweise vom ektatischen Typ. Die\nBeschwerden seien sicherlich mindestens partiell durch die notwendige Polymedikation zu\nerklären mit starken BD-Schwankungen. Ein klares rhythmologisches Korrelat habe mittels\nLangzeit-EKG nicht erfasst werden können, was jedoch eine rhythmogene Genese\ngrundsätzlich nicht per se ausschliesse. Prognostisch im Vordergrund stehe aus\nkardiologischer Sicht die Eindämmung der zahlreichen kardiovaskulären Risikofaktoren\nbei relevanter kardiologischer Erkrankung, sodass auch diesbezüglich regelmässige\nKontrollen notwendig seien.\n\nUrteil S 2019 106\n21\n\n4.4.3 Vom 29. April bis 2. Mai 2019 war der Beschwerdeführer im Neurozentrum der\nKlinik Z.________ zur Durchführung einer Langzeit-Video-/EEG-Telemetrie hospitalisiert.\nPD Dr. W.________ hielt dazu im Bericht vom 29. April 2019 (IV-act. 95 - 7-9/18) an\nDr. U.________ unter anderem folgende Diagnosen fest: Schlafattacken bei Hypersomnie\nund zirkadianer Schlaf-Wach-Rhythmus-Störung noch unklarer Zuordnung (Verdacht auf\nNarkolepsie ohne Kataplexie, DD OSAS, DD medikamentös, wobei Schlafattacken anamnestisch wahrscheinlich bereits vor Beginn mit Tramadol vor ca. zwei bis drei Jahren). Das\nLangzeit-Video-/EEG-Telemetrie habe keinen Anfallsfang ergeben, keine Epilepsiepotentiale, Schlaf deutlich fragmentiert und mit pathologischer Architektur (verzögerte\nSchlafinduktion und kaum Erreichen des Tiefschlafs); tagsüber erhöhter Schlafdruck mit\nwiederholtem Erreichen von Tiefschlafphasen; wiederholte SOREM-Phasen sowohl\nnachts als vereinzelt auch tagsüber; Schnarchen und periodische Beinbewegungen, videographisch aber keine Atempausen erkennbar. Sodann führte PD Dr. W.________\nunter anderem anamnestisch RLS-Beschwerden [Restless Legs Syndrom], Migräne ohne\nAura, Verdacht auf Meralgia parästhetica und Polyarthralgien unklarer Genese auf. Unter\nBeurteilung und Prozedere-Vorschlag ist im Weiteren nachzulesen, dass es keine\nHinweise für eine Epilepsie gebe und dass eine Basilaris-Migräne unwahrscheinlich sei.\nAls klar pathologisch erweise sich das Schlafprofil, das eine deutliche Fragmentierung und\naufgehobene Architektur des Nachtschlafs sowie wiederholte SOREM-Phasen aufzeige,\nnebst auch Schnarchen und periodischen Beinbewegungen. Tagsüber zeige sich ein\ndeutlich erhöhter Schlafdruck mit mehrfachem Erreichen von Tiefschlafphasen und\nebenfalls einzelnen SOREM-Phasen. PD Dr. W.________ führt aus, dass er die seit zwei\nbis drei Jahren bestehenden \"Aussetzer\" also als Schlafattacken (Verdrehen der Augen im\nSinne eines Bell'schen Phänomens) interpretiere, deren nosologische Zuordnung vorerst\nunklar bleibe. Anamnestisch, phänomenologisch und elektroenzephalographisch\nbestünden Symptome/ Zeichen einer Narkolepsie (SOREM, imperativer Schlafdrang,\nexzessive Tagesmüdigkeit, hypnagoge Halluzinationen, RLS-Symptomatik mit PLMS\n[Periodic Limb Movement in Sleep bzw. PLMD Periodic Limb Movement Disorder],\nKopfschmerzen), wobei die Diagnose einer Narkolepsie bei eigenanamnestisch fehlender\nKataplexie und gleichzeitig auch gewissen Verdachtsmomenten für das Vorliegen eines\nobstruktiven Schlaf-Apnoe-Syndroms ([OSAS] Risikofaktoren, Schnarchen; aber videographisch keine Atempausen) sowie der bestehenden ZNS-aktiven Medikation eventuell\nschwierig zu bewerkstelligen sein dürfte bzw. sicher einer weiteren Abklärung mittels\nMSLT und Polysomnographie bedürfe. Die Verdachtsdiagnose einer Hypersomnie, wahrscheinlich Narkolepsie, DD OSAS, und die in diesem Zusammenhang zu empfehlenden\n\n"}