{"Signatur": "ZG_VG_001", "Spider": "ZG_Verwaltungsgericht", "Datum": "2021-06-10", "PDF": {"Datei": "ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2019-105_2021-06-10.pdf", "URL": "https://verwaltungsgericht.zg.ch/tribunavtplus/ServletDownload/S_2019_105_5725904a692227324825c1f1a293ecde66e67e0d030c84566167d9f486eea1d77417a117f6cc5d1c244a7d144209a2abe9e3e76a1cd49a0a1f167f3f96415259?path=5725904a692227324825c1f1a293ecde66e67e0d030c84566167d9f486eea1d77417a117f6cc5d1c244a7d144209a2abe9e3e76a1cd49a0a1f167f3f96415259&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=S_2019_105", "Checksum": "2eed21576e14213eb58a0662fb69fbfb"}, "Scrapedate": "2026-02-12", "Num": ["S 2019 105"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 10.06.2021 S 2019 105"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 10.06.2021 S 2019 105"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 10.06.2021 S 2019 105"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Sozialvers.rechtl. 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April 2019 trinke der Beschwerdeführer keinen\nAlkohol mehr, zuvor habe er 1 Jahr lang fast täglich 2 Liter Alkohol konsumiert (IVact. 116).\n\n4.10 In seiner Stellungnahme vom 17. Juni 2019 führte der RAD-Psychiater\nC.________ aus, in der medizinischen Aktenlage werde durchgehend eine bipolare\nStörung gemäss ICD-10 F 31 dokumentiert. Bereits seinerzeit hätte ein Alkohol- und\nCannabisabusus eine Rolle gespielt und es sei aus versicherungspsychiatrischer Sicht\nunter anderem eine Abstinenz im Rahmen der\nSchadenminderungspflicht/Mitwirkungspflicht empfohlen worden. Darunter sei die bipolare\nStörung remittiert, d.h. symptomfrei geworden, und es seien bei voller Arbeitsfähigkeit\nberufliche Eingliederungsmassnahmen empfohlen und durchgeführt worden, welche\nallerdings insbesondere aufgrund der Motivationsarmut des Beschwerdeführers nicht\n\nUrteil S 2019 105\n9\n\nerfolgreich beendet worden seien. Im aktuellen lV-Arztbericht der behandelnden\nPsychiaterin Dr. J.________ sei zudem zu erfahren, dass der Beschwerdeführer vor\nBehandlungsaufnahme zumindest regelmässigen Alkoholüberkonsum betrieben habe und\nauch ein Cannabiskonsum nicht wirklich auszuschliessen sei. Zu Beginn der Behandlung\nbei Dr. J.________ habe der Beschwerdeführer offensichtlich ein psychotisches\nZustandsbild gezeigt, so dass Frau J.________ (wahrscheinlich auch in Unkenntnis der\närztlichen Vorberichterstattung) die Diagnose einer paranoiden Schizophrenie gemäss\nICD-10 F20.0 gestellt habe. In versicherungspsychiatrischer Hinsicht sei eine Änderung\ndes Gesundheitsschadens seit Aufnahme der beruflichen Eingliederungsmassnahmen\nnicht plausibel. Die Verhaltensauffälligkeiten während der beruflichen Massnahmen und\nder psychotische Zustand des Beschwerdeführers Anfang 2018 [recte: 2019] könnten bei\nmindestens regelmässigem Alkoholüberkonsum mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf\ndiesen zurückgeführt werden, ebenso wie der beobachtete diskrepante Motivationsmangel\n(Performance) im Vergleich zu den Arbeitsleistungen (Capacity) im Rahmen der\nberuflichen Eingliederungsmassnahmen. Insofern habe daher die Feststellung des RAD\nbezüglich der Arbeitsfähigkeit vom 11. Januar 2016 weiterhin Bestand (IV-act. 117).\n\n5. Umstritten und zu prüfen ist vorliegend, ob die Arbeitsfähigkeit des\nBeschwerdeführers in einem leistungsrelevanten Ausmass eingeschränkt ist.\n\n5.1 Der Beschwerdeführer macht einen unstabilen Verlauf seines\nGesundheitszustands mit extremen Rückfällen geltend und verweist zur Begründung unter\nanderem auf die stationäre Behandlung im Psychiatriezentrum I.________ vom 13. Mai\nbis 10. September 2015 und auf die von Dr. J.________ diagnostizierte paranoide\nPsychose (vgl. Bericht vom 24. Mai 2019).\n\nIhm ist diesbezüglich entgegen zu halten, dass er im Psychiatriezentrum I.________ vom\n13. Mai bis 10. September 2015 ambulant und nicht stationär behandelt worden ist (vgl.\nBericht vom 11. September 2015; IV-act. 54-2). Seine letzte aktenkundige stationäre\nBehandlung im vorliegend massgebenden Zeitraum bis zum Erlass der angefochtenen\nVerfügung war diejenige in der Klinik D.________ vom 26. Januar bis 8. April 2015 (vgl.\nBericht der Klinik D.________ vom 14. April 2015; IV-act. 38). Des Weiteren war die\nbipolare affektive Störung des Beschwerdeführers seit September 2015 als remittiert\nausgewiesen, was eine Arbeitsfähigkeit in der freien Wirtschaft zu 80 % zur Folge hat\n(allerdings erst nach 12 Monaten Probearbeit in geschütztem Rahmen). Bereits damals\nwurde die Wichtigkeit einer kontinuierlichen regulären ambulanten Betreuung sowie\n\nUrteil S 2019 105\n10\n\nCompliance betont (vgl. Bericht des Psychiatriezentrums I.________ vom 11. September\n2015, Ziff. 1.1, 1.4 und 1.8 f.; IV-act. 54). Der RAD-Psychiater G.________ verwies in\nseiner Stellungnahme vom 11. Januar 2016 (IV-act. 61) auf den Bericht des\nPsychiatriezentrums I.________ vom 11. September 2015 und auf das Triagegespräch\nvom 17. August 2015 und erachtete gestützt darauf den Beschwerdeführer als in der\nfreien Wirtschaft zu 100 % arbeitsfähig (Ausnahme Nachtarbeit).\n\n"}