{"Signatur": "ZG_VG_001", "Spider": "ZG_Verwaltungsgericht", "Datum": "2020-07-13", "PDF": {"Datei": "ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2019-103_2020-07-13.pdf", "URL": "https://verwaltungsgericht.zg.ch/tribunavtplus/ServletDownload/S_2019_103_5725904a692227324825c1f1a293ecdee7ada29ebc836704414fd937ba755818c1dfb5ae62113ed500d188f8247a9d8d40a7f9b1beff56d1f8ccc9da6a045ac5?path=5725904a692227324825c1f1a293ecdee7ada29ebc836704414fd937ba755818c1dfb5ae62113ed500d188f8247a9d8d40a7f9b1beff56d1f8ccc9da6a045ac5&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=S_2019_103", "Checksum": "2fd03c52685c874e171bca06f1843a1c"}, "Scrapedate": "2026-02-12", "Num": ["S 2019 103"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 13.07.2020 S 2019 103"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 13.07.2020 S 2019 103"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 13.07.2020 S 2019 103"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Sozialvers.rechtl. 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C.________,\n\ngegen\n\nIV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug\nBeschwerdegegnerin\n\nbetreffend\n\nInvalidenversicherung\n(medizinische Massnahmen/Hilfsmittel)\n\nS 2019 103 / S 2019 104\n2\n\nA. Der 2015 geborene A.________ wurde am 3. Mai 2017 unter Hinweis auf das\nTreacher-Collins-Syndrom, eine Gaumenspalte und beidseitige Ohratresie (atresia auris\ncongenta) bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug (medizinische\nMassnahmen) angemeldet (IV-act. 1). Die IV-Stelle Zug tätigte in der Folge medizinische\nAbklärungen und holte die Berichte der behandelnden Ärzte ein. Mit Mitteilung vom\n12. September 2017 erteilte die Verwaltung Kostengutsprache für medizinische\nMassnahmen (Übernahme der Kosten für die Behandlung des Geburtsgebrechens\nZiff. 201 sowie der ärztlich verordneten Behandlungsgeräte [IV-act. 6]). Am 27. November\n2017 teilte die IV-Stelle ferner die Übernahme der Kosten für die Behandlung und der\närztlich verordneten Behandlungsgeräte im Zusammenhang mit den Geburtsgebrechen\nZiff. 444 (IV-act. 13) und Ziff. 441 (IV-act. 14) mit.\n\nDer Vater von A.________ stellte am 3. Mai 2018 ein Gesuch um Kostengutsprache für\nein zusätzliches Hörgerät (IV-act. 16) bzw. am 8. Dezember 2018 unter Hinweis auf den\nBericht von Dr. med. D.________, Leitender Arzt an der Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenund Gesichtschirurgie am Spital E.________ vom 23. November 2018 (IV-act. 20) ein\nGesuch um Kostengutsprache für zwei Knochenleitungshörgeräte Typ BAHA5 mit\nStirnband (IV-act. 22). Am 11. Januar 2019 stellte die Verwaltung mangels eines\nzivilrechtlichen Wohnsitzes in der Schweiz die Ablehnung der Kostengutsprache für\nHilfsmittel in Aussicht (IV-act. 27). Gleichentags und mit derselben Begründung zeigte die\nIV-Stelle die beabsichtigte rückwirkende wiedererwägungsweise Aufhebung der\nMitteilungen vom 27. November 2017 betreffend medizinische Massnahmen im\nZusammenhang mit den Geburtsgebrechen Ziff. 441 und Ziff. 444 (IV-act. 28 und 29)\nsowie der Mitteilung vom 12. September 2017 betreffend medizinische Massnahmen im\nZusammenhang mit dem Geburtsgebrechen Ziff. 201 (IV-act. 30) an. Die dagegen\nerhobenen Einwände (IV-act. 32 sowie 41) wies die IV-Stelle mit Verfügungen vom\n26. Juni 2019 (IV-act. 46–49) ab.\n\nB. Der Vater von A.________ als dessen gesetzlicher Vertreter liess\nbeschwerdeweise beantragen, die Verfügungen vom 26. Juni 2019 seien aufzuheben und\ndie IV-Stelle sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer ab 1. Mai 2017 weiterhin\nmedizinische Massnahmen zur Behandlung der Geburtsgebrechen Ziff. 221, 441 und 444\nsowie die beantragten Hilfsmittel (Hörgeräte) zu gewähren (act. 1 sowie act. 1 von S 2019\n104).\n\nUrteil S 2019 103 / S 2019 104\n3\n\nC. Mit Verfügung vom 29. August 2019 vereinigte das Gericht die beiden Verfahren\nS 2019 103 sowie S 2019 104, da dieselbe Rechtsfrage zu beantworten ist. In der\ngleichen Verfügung erhob das Gericht einen Kostenvorschuss von Fr. 500.–, welcher vom\nBeschwerdeführer fristgerecht bezahlt wurde (act. 4).\n\nD. Die IV-Stelle schloss vernehmlassend auf Abweisung beider Beschwerden\n(act. 6).\n\nE. Es wurde ein dreifacher Schriftenwechsel durchgeführt, wobei die Parteien an\nihren jeweiligen Anträgen festhielten (act. 9, 11, 13, 16). Auf die Begründungen wird,\nsoweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.\n\nDas Verwaltungsgericht erwägt:\n\n1. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus\ndem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen\nTeil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] in Verbindung mit § 77 des\nVerwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 des Einführungsgesetzes\nzu den Bundesgesetzen über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die\nInvalidenversicherung [BGS 841.1]). Die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts\ndes Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über\ndie Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) – Zuständigkeit am Ort der IV-Stelle – fraglos\ngegeben. Die IV-Stelle erliess die strittigen Verfügungen am 26. Juni 2019; diese gingen\nam Folgetag dem Rechtsvertreter zu. In Anwendung von Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG ist\ndagegen direkt Beschwerde beim zuständigen Versicherungsgericht einzureichen. Die\nBeschwerdeschriften wurden am 27. August 2019 der Post übergeben und gingen tags\ndarauf beim Verwaltungsgericht ein. Die gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG vorgesehene 30-\ntägige Beschwerdefrist wurde somit unter Berücksichtigung von Art. 38 Abs. 4 lit. b ATSG\ngewahrt. Der Beschwerdeführer ist von der angefochtenen Verfügung direkt betroffen und\nzur Beschwerde legitimiert. Die Beschwerdeschrift enthält sodann Antrag und\nBegründung. Damit ist den formellen Anforderungen Genüge getan, weshalb auf die\nBeschwerde einzutreten ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29\nder Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).\n\nUrteil S 2019 103 / S 2019 104\n4\n\n"}