{"Signatur": "ZG_VG_001", "Spider": "ZG_Verwaltungsgericht", "Datum": "2020-04-14", "PDF": {"Datei": "ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2018-55_2020-04-14.pdf", "URL": "https://verwaltungsgericht.zg.ch/tribunavtplus/ServletDownload/S_2018_55_5725904a692227324825c1f1a293ecde25a741232388c52e5e9cc561e187bc44a4510bcfa5ed5e491b06581efadfddb58064dc24b2b4071c581094e7b893edd0?path=5725904a692227324825c1f1a293ecde25a741232388c52e5e9cc561e187bc44a4510bcfa5ed5e491b06581efadfddb58064dc24b2b4071c581094e7b893edd0&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=S_2018_55", "Checksum": "85cce4b9e801303333ba1645e35ca7c6"}, "Scrapedate": "2026-02-12", "Num": ["S 2018 55"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 14.04.2020 S 2018 55"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 14.04.2020 S 2018 55"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 14.04.2020 S 2018 55"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Sozialvers.rechtl. 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Unter Hinweis auf eine Bandscheibenprotrusion mit Arbeitsunfähigkeit seit April\n2014 meldete sich die 1970 geborene und als kaufmännische Angestellte erwerbstätige\nA.________ am 4. Februar 2015 bei der IV-Stelle Zug zum Bezug von Leistungen der\nInvalidenversicherung an (IV-act. 6). Im Vorbescheid vom 11. Dezember 2015 stellte die\nIV-Stelle Zug fest, dass eine invalidenversicherungsrechtlich relevante Arbeitsunfähigkeit\nnur vom 22. April 2014 bis 16. Juni 2015 erstellt sei. Ein Rentenanspruch aber frühestens\nim August 2015 entstehen könnte, weshalb die Anspruchsvoraussetzungen nicht erfüllt\nseien (IV-act. 36).\n\nIm Rahmen eines Zivilprozesses gegen den Krankentaggeldversicherer beauftragte das\nKantonsgericht Zug PD Dr. med. C.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, mit\neiner Begutachtung. Im orthopädisch-chirurgischen Gutachten vom 22. Februar 2017\nattestierte Dr. C.________ der Versicherten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom Frühjahr\n2014 bis mindestens zur gutachterlichen Untersuchung am 18. Februar 2017 (IVact. 69/24). Dieses Gutachten führte zur Gutheissung der von der Versicherten gegen den\nKrankentaggeldversicherer erhobenen Teilklage und Zusprechung der vom Juli bis\nSeptember 2015 aufgelaufenen Taggelder (Urteil Kantonsgericht ZG EV 2016 18 vom\n30. Oktober 2017 [IV-act. 83]).\n\nAufgrund der Empfehlung von Dr. C.________, eine neurologische Verlaufsbeurteilung\nder Wurzelfunktion L5 und S1 vorzunehmen, beauftragte die IV-Stelle Zug Dr. med.\nD.________, Facharzt für Neurologie, mit einer weiteren medizinischen Abklärung\n(neurologisches Gutachten vom 4. Dezember 2017 [IV-act. 88]). Kurz nach dieser\nBegutachtung trat die Beschwerdeführerin eine Vollzeitstelle an und ging davon aus, diese\ntrotz ihren gesundheitlichen Problemen behalten zu können (IV-act. 91 und 93). Daraufhin\nverneinte die IV-Stelle Zug mit Verfügung vom 11. April 2018 den Anspruch auf eine\nInvalidenrente mangels einer ausgewiesenen Leistungseinbusse nach dem 16. Juni 2015.\nDas Gutachten von Dr. C.________ taxierte sie als nicht nachvollziehbar (IV-act. 95).\n\nB. Dagegen erhob A.________ am 14. Mai 2018 Beschwerde mit dem\nRechtsbegehren um Zusprechung einer befristeten ganzen Invalidenrente, eventualiter um\nRückweisung der Sache an die IV-Stelle Zug zur Neubeurteilung (act. 1 S. 2). Zur\nBegründung führte sie im Wesentlichen aus, aufgrund der vorliegenden medizinischen\nAkten sei bis im November 2017 von einer Arbeitsunfähigkeit zwischen 70 % und 100 %\nauszugehen (act. 1 S. 9 ff. insbes. S. 13). Weiter rügt sie eine Verletzung des rechtlichen\n\nUrteil S 2018 55\n3\n\nGehörs, weil sich die IV-Stelle Zug mit der im Vorbescheidverfahren eingereichten\nStellungnahme vom 11. Dezember 2015 nicht auseinandergesetzt habe (act. 1 S. 10 f.).\n\nC. Am 22. Mai bezahlte die Beschwerdeführerin den ihr auferlegten Kostenvorschuss\nfristgerecht (act. 3).\n\nD. Mit Vernehmlassung vom 12. Juni 2018 schloss die Verwaltung auf Abweisung\nder Beschwerde und ersuchte um Edition der Akten des Krankentaggeldversicherers\n(act. 5 S. 2). Beim Gutachten von Dr. C.________ bemängelt sie die fehlende Anwendung\nvon sozialversicherungsmedizinischen Massstäben (act. 5 S. 4 f.).\n\nE. Replicando und duplicando hielten die Parteien an den gestellten Anträgen fest\nund wiederholten im Wesentlichen ihre früheren Standpunkte (act. 7 und 9).\n\nF. Mit Verfügung vom 23. August 2018 wurde das vorliegende Gerichtsverfahren bis\nzur rechtskräftigen Erledigung des von der Beschwerdeführerin gegen den\nKrankentaggeldversicherer eingeleiteten Klageverfahrens sistiert (act. 10). Mit inzwischen\nin Rechtskraft erwachsenem Urteil des Obergerichts des Kantons Zug Z1 2017 44 vom\n23. Januar 2019 wurde der vorinstanzliche Entscheid bestätigt (am 29. Januar 2019\neingereichtes BF-act. 10). Daraufhin hob das Verwaltungsgericht die Sistierung auf und\nzog die Akten des Krankentaggeldversicherers bei (act. 12 und 14).\n\nG. In ihrer Stellungnahme vom 13. Mai 2019 zum obergerichtlichen Urteil berief sich\ndie Beschwerdegegnerin auf die fehlende Bindungswirkung für das\nsozialversicherungsrechtliche Verfahren (act. 19).\n\nH. Die Beschwerdeführerin hingegen wies in ihrer Eingabe vom 29. Mai 2019 darauf\nhin, dass der Krankentaggeldversicherer im Nachgang zum obergerichtlichen Urteil auch\nden Krankentaggeld-Restanspruch vom 1. Oktober 2015 bis 14. Juli 2016 beglichen habe\n(act. 20).\n\nUrteil S 2018 55\n4\n\nDas Verwaltungsgericht erwägt:\n\n"}