{"Signatur": "ZG_VG_001", "Spider": "ZG_Verwaltungsgericht", "Datum": "2020-08-04", "PDF": {"Datei": "ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2018-145_2020-08-04.pdf", "URL": "https://verwaltungsgericht.zg.ch/tribunavtplus/ServletDownload/S_2018_145_5725904a692227324825c1f1a293ecded4e1c22258268126b32a7184253a82efd1fccd0eb410b6b6b3ed04e29a82033bb4ee26050d51ae8b3344e5d2ec93ee5c?path=5725904a692227324825c1f1a293ecded4e1c22258268126b32a7184253a82efd1fccd0eb410b6b6b3ed04e29a82033bb4ee26050d51ae8b3344e5d2ec93ee5c&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=S_2018_145", "Checksum": "07b07cbc5f4acdaf46f2f0b50b0bd248"}, "Scrapedate": "2026-02-12", "Num": ["S 2018 145"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 04.08.2020 S 2018 145"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 04.08.2020 S 2018 145"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 04.08.2020 S 2018 145"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Sozialvers.rechtl. 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Im vorliegend relevanten Zeitraum wurde eine solche\nSymptomatik hingegen trotz fortdauernder psychiatrisch-psychotherapeutischer sowie\nhausärztlicher Betreuung und mehrmaligen Hospitalisationen weder beobachtet noch\nführte sie zu einer entsprechenden Diagnose (vgl. Berichte des I.________ vom\n9. November 2015 [IV-act. 120/18-19], von lic. phil. J.________, vom 14. November 2016\n[IV-act. 121], von Dr. med. univ. K.________, Facharzt für Psychiatrie und\nPsychotherapie, vom 7. November 2017 [IV-act. 156], der Klinik L.________ vom 8. Juni\n2017 [IV-act. 142], der Klinik C.________ vom 27. April 2016 [IV-act. 110/1–4] und\n13. September 2017 [IV-act. 147] sowie von Dr. med. M.________, Facharzt für\nAllgemeine Innere Medizin, vom 3. November 2016 [IV-act. 120/1–5], 14. September 2017\n[IV-act. 153/1–2] und 27. November 2018 [BF-act. 4]). Es ist daher nicht zu beanstanden,\ndass Dr. D.________ im psychiatrischen Teilgutachten eine Zwangsstörung nicht\ndiskutiert hat. Eine solche wurde auch nicht während der jüngsten dokumentierten\nHospitalisation in der Klinik N.________ festgestellt (vgl. Austrittsbericht vom 22. Juli 2019\n[BF-act. 11]). Daran vermögen auch Dr. H.________s Ausführungen im Bericht vom\n24. August 2018 (E. 5.3) nichts zu ändern.\n\n7.3 Unter Hinweis auf die von der behandelnden Psychiaterin Dr. H.________\ndiagnostizierte mittelgradige depressive Episode macht der Beschwerdeführer eine\nVerschlechterung vor Verfügungserlass geltend, die vom 29. April bis 17. Juli 2019 sogar\nzu einer Hospitalisation geführt habe (act. 12 S. 8).\n\nDiesem Einwand ist zu entgegnen, dass der Gutachter Dr. D.________ den\nBeschwerdeführer zweimal, am 27. November 2017 und am 10. Januar 2018, untersucht\nhatte (vgl. IV-act. 161/2) und die depressive Symptomatik nach ausführlicher Diskussion\nals leichtgradig beurteilt hatte (IV-act. 161/44–48). Wenn nun Dr. H.________ eine seit\n2016 bestehende mittelgradige Episode diagnostiziert (E. 5.3), beweist dies keineswegs\neine nach der Begutachtung eingetretene Verschlechterung. Darüber hinaus fehlt in ihrem\nBericht eine nachvollziehbare Diskussion der Diagnosekriterien für eine mittelgradige\ndepressive Episode. Diese unterschiedliche Beurteilung ist vielmehr auf die\nErfahrungstatsache zurückzuführen, dass behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre\nauftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen\nund Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5; 125 V 351 E. 3b/cc). Weiter standen\nwährend der Hospitalisation in der Klinik N.________ lediglich die depressive\nSymptomatik und die Persönlichkeitsstörung im Fokus. Die vielen weiteren von\nDr. H.________ gestellten Diagnosen waren nicht vordergründig und blieben ungeprüft\n\nUrteil S 2018 145\n15\n\n(BF-act. 11 S. 4), weshalb deren Relevanz zweifelhaft bleibt. Vorliegend drängt sich somit\nkeine vom Administrativgutachten abweichende Beurteilung auf, zumal sowohl\nDr. H.________ als auch die übrigen behandelnden Ärzte keine wichtige – und nicht rein\nsubjektiver Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die bei der Begutachtung\nunerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. Urteil BGer 8C_677/2014 vom\n29. Oktober 2014 E. 7.2 mit Hinweisen).\n\n7.4 Insgesamt entsprechen sowohl das interdisziplinäre Gutachten von\nDr. G.________ vom 2. Februar 2018 (E. 5.1) als auch das psychiatrischen Teilgutachten\nvon Dr. D.________ vom 2. Februar 2018 (E. 5.2) den praxisgemässen Anforderungen an\nden Beweiswert einer Expertise. So sind sie für die streitigen Belange umfassend,\nbeantworten sie doch in schlüssiger Weise die Frage nach den gesundheitlichen\nBeeinträchtigungen und der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers und beruhen auf\neingehenden und allseitigen fachärztlichen Untersuchungen. Die Gutachter schilderten\nausführlich die vom Beschwerdeführer erwähnten Leiden und Einschränkungen und\nsetzten sich detailliert damit sowie mit dem Verhalten und der Erwerbsbiographie des\nBeschwerdeführers auseinander. Auf diese Gutachten darf somit abgestellt werden.\n\n"}