{"Signatur": "ZG_VG_001", "Spider": "ZG_Verwaltungsgericht", "Datum": "2020-08-04", "PDF": {"Datei": "ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2018-145_2020-08-04.pdf", "URL": "https://verwaltungsgericht.zg.ch/tribunavtplus/ServletDownload/S_2018_145_5725904a692227324825c1f1a293ecded4e1c22258268126b32a7184253a82efd1fccd0eb410b6b6b3ed04e29a82033bb4ee26050d51ae8b3344e5d2ec93ee5c?path=5725904a692227324825c1f1a293ecded4e1c22258268126b32a7184253a82efd1fccd0eb410b6b6b3ed04e29a82033bb4ee26050d51ae8b3344e5d2ec93ee5c&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=S_2018_145", "Checksum": "07b07cbc5f4acdaf46f2f0b50b0bd248"}, "Scrapedate": "2026-02-12", "Num": ["S 2018 145"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 04.08.2020 S 2018 145"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 04.08.2020 S 2018 145"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 04.08.2020 S 2018 145"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Sozialvers.rechtl. Kammer"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Invalidenversicherung (Rente) | Invalidenversicherung"}], "ScrapyJob": "446973/51/2114", "Zeit UTC": "12.02.2026 02:52:33", "Checksum": "3c032092b61ee1bde4a753eb6194d069", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 04.08.2020 S 2018 145\nRegeste:\nInvalidenversicherung (Rente) | Invalidenversicherung\n\n VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG\n\nSOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER\n\nMitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz\nlic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter\nGerichtsschreiberin: lic. iur. Claudia Meier\n\nU R T E I L vom 4. August 2020\ngemäss § 29 der Geschäftsordnung\n\nin Sachen\n\nA.________\nBeschwerdeführer\nvertreten durch RAin MLaw B.________\n\ngegen\n\nIV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug\nBeschwerdegegnerin\n\nbetreffend\n\nInvalidenversicherung\n(Rente)\n\nS 2018 145\n2\n\nUrteil S 2018 145\n3\n\nA. Mit Verfügung vom 31. Januar 2011 verneinte die IV-Stelle Zug den Anspruch des\n1969 geborenen und an psychischen Beschwerden leidenden A.________ auf eine\nInvalidenrente mangels eines invalidenversicherungsrechtlich relevanten\nGesundheitsschadens (IV-act. 69). Diesem Entscheid gingen medizinische Abklärungen\nund verschiedene berufliche Eingliederungsmassnahmen voraus.\n\nUnter Hinweis auf eine seit November 2013 bestehende Diskushernie sowie Schmerzen in\nder linken Schulter meldete sich der Versicherte am 27. Dezember 2014 erneut zum\nLeistungsbezug an (IV-act. 75). In der Folge verlor er seine Anstellung, weshalb Ende\nMärz 2015 im Rahmen von beruflichen Eingliederungsmassnahmen eine\nArbeitsvermittlung eingeleitet wurde (IV-act. 93), die jedoch bereits wenige Monate später\nauf Wunsch des Versicherten beendet wurde. Gleichzeitig wurde der Rentenanspruch\nverneint (IV-act. 102 f.).\n\nWährend eines mehrmonatigen Aufenthaltes in der Klinik C.________ meldete sich\nA.________ am 22. März 2016 abermals bei der Invalidenversicherung zum\nLeistungsbezug an und machte eine Depression, chronischen Stress, eine Diskushernie,\nÄngste und Arthrose geltend (IV-act. 104). Daraufhin tätigte die IV-Stelle Zug erneut\nAbklärungen der aktuellen erwerblichen und medizinischen Situation. Insbesondere gab\nsie ein bidisziplinäres psychiatrisch-rheumatologisches Gutachten in Auftrag. Gestützt\ndarauf führte sie das Vorbescheidverfahren durch (IV-act. 168 ff.) und sprach dem\nVersicherten mit Verfügungen vom 6. November 2018 eine ganze Invalidenrente vom\n1. Januar bis 30. November 2017 und anschliessend eine bis 31. Januar 2018 befristete\nhalbe Rente zu (IV-act. 176-178).\n\nB. Dagegen erhob A.________ am 4. Dezember 2018 Beschwerde mit dem\nRechtsbegehren um Zusprache einer unbefristeten ganzen Rente und macht eine\nArbeitsunfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt geltend. Unter Hinweis auf seine\nfinanzielle Notlage ersuchte er um Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes\n(act. 1).\n\nC. Mit Verfügung vom 1. Juli 2019 wurde dem Beschwerdeführer die unentgeltliche\nRechtspflege bewilligt (act. 4). Nach Mandatierung von Rechtsanwältin MLaw B.________\nwurde diese mit Verfügung vom 1. Oktober 2019 als unentgeltliche Rechtsbeiständin\nbestellt (act. 11).\n\nUrteil S 2018 145\n4\n\nD. Inzwischen hatte die Verwaltung mit Vernehmlassung vom 24. September 2019\nauf Abweisung der Beschwerde geschlossen (act. 8).\n\nE. Mit Replik vom 17. Oktober 2019 hielt der Beschwerdeführer am gestellten\nRechtsbegehren fest und erhob verschiedene Rügen gegen das psychiatrische Gutachten\nvon Dr. D.________ (act. 12). Dazu nahm die Beschwerdegegnerin in der Duplik vom\n15. November 2019 Stellung (act. 14).\n\nDas Verwaltungsgericht erwägt:\n\n1. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus\ndem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen\nTeil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] in Verbindung mit § 77 des\nVerwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 des Einführungsgesetzes\nzu den Bundesgesetzen über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die\nInvalidenversicherung [BGS 841.1]). Die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts\ndes Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über\ndie Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) – Zuständigkeit am Ort der IV-Stelle –\ngegeben, stammen doch die angefochtenen Verfügungen von der IV-Stelle Zug. Die\nVerfügungen datieren vom 6. November 2018 (BF-act. 2 f.) und sind frühestens am\nFolgetag im Herrschaftsbereich des Beschwerdeführers eingetroffen. In Anwendung von\nArt. 69 Abs. 1 lit. a IVG ist dagegen direkt Beschwerde beim zuständigen\nVersicherungsgericht einzureichen. Die Beschwerdeschrift trägt das Datum des\n4. Dezember 2018, wurde gleichentags der Post übergeben und ging am darauffolgenden\nTag beim Verwaltungsgericht ein. Damit gilt die 30-tägige Frist gemäss Art. 60 Abs. 1\nATSG als gewahrt. Der Beschwerdeführer ist von den angefochtenen Verfügungen direkt\nbetroffen und zur Beschwerde legitimiert. Die Beschwerdeschrift enthält einen\nverständlichen Antrag und eine Begründung. Damit ist den formellen Anforderungen\nGenüge getan, weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist. Die Beurteilung erfolgt auf\ndem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO\nVG; BGS 162.11).\n\nUrteil S 2018 145\n5\n\n2. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles\ngrundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung (in casu\n6. November 2018) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch: BGE 121 V 362 E. 1b). Dabei\nsind in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung\ndes zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 V 329 E. 2.2 f.\nund 130 V 445 E. 1.2.1, mit Verweis auf BGE 129 V 1 E. 1.2, 167 E. 1, 354 E. 1, je mit\nweiteren Hinweisen).\n\n"}