{"Signatur": "ZG_VG_001", "Spider": "ZG_Verwaltungsgericht", "Datum": "2020-04-28", "PDF": {"Datei": "ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2018-122_2020-04-28.pdf", "URL": "https://verwaltungsgericht.zg.ch/tribunavtplus/ServletDownload/S_2018_122_5725904a692227324825c1f1a293ecde7a9cea1dd95e58d4a27c55d378f78240be02e15236ae71ba4b749b05b686d1c24448e830cd4a4c31f71bb4c5317105a3?path=5725904a692227324825c1f1a293ecde7a9cea1dd95e58d4a27c55d378f78240be02e15236ae71ba4b749b05b686d1c24448e830cd4a4c31f71bb4c5317105a3&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=S_2018_122", "Checksum": "ab764f7ae2ce99e4773a81f9bca05f8c"}, "Scrapedate": "2026-02-12", "Num": ["S 2018 122"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 28.04.2020 S 2018 122"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 28.04.2020 S 2018 122"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 28.04.2020 S 2018 122"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Sozialvers.rechtl. 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April 2020 [rechtskräftig]\ngemäss § 29 der Geschäftsordnung\n\nin Sachen\n\nA.________\nBeschwerdeführerin\nvertreten durch RAin MLaw B.________\n\ngegen\n\nIV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug\nBeschwerdegegnerin\n\nbetreffend\n\nInvalidenversicherung\n(Rente)\n\nS 2018 122\n2\n\nUrteil S 2018 122\n3\n\nA. Infolge Arbeitsunfähigkeit verlor die 1966 geborene A.________ ihre Anstellung\nals Mitarbeiterin Leiterplattenkontrolle per 30. September 2012 (IV-act. 10). Am\n11. Oktober 2012 meldete sie sich unter Hinweis auf Panikattacken, Depressionen und\nAngstzustände bei der IV-Stelle Zug zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung\nan (IV-act. 2). Nach Durchführung von Abklärungen in medizinischer und erwerblicher\nHinsicht teilte diese der Versicherten mit Vorbescheid vom 7. Mai 2014 die beabsichtigte\nAblehnung des Leistungsbegehrens wegen Verletzung der Schadenminderungspflicht mit\n(IV-act. 60). Im Rahmen des Vorbescheidverfahrens beauftragte die IV-Stelle Zug die\nMEDAS Begaz GmbH Begutachtungszentrum Basel-Land mit einer polydisziplinären\nAbklärung. Gestützt auf das MEDAS-Gutachten vom 4. Mai 2016 (IV-act. 88/3-81) stellte\nsie der Versicherten mit erneutem Vorbescheid vom 19. Januar 2017 die Zusprache einer\nvom 1. April 2015 bis 31. Juli 2016 befristeten ganzen Invalidenrente in Aussicht (IVact. 107). Dagegen erhob diese am 16. Februar 2017 Einwand und begründete ihn am\n27. März 2017 (IV-act. 113 und 117). Eine stationäre psychiatrische Behandlung der\nVersicherten führte zu einer Verlaufsbegutachtung durch Dr. med. C.________, Facharzt\nfür Psychiatrie und Psychotherapie. Zu dessen Gutachten vom 26. April 2018 (IVact. 141/2-59) äusserte sich die Versicherte am 24. Juli 2018 (IV-act. 157). Daraufhin\nverneinte die IV-Stelle Zug mit Verfügung vom 19. September 2018 den Anspruch der\nVersicherten auf eine Invalidenrente mangels eines rentenbegründenden\nInvaliditätsgrades (IV-act. 162).\n\nB. Dagegen erhob A.________ am 22. Oktober 2018 Beschwerde mit dem\nRechtsbegehren um Aufhebung der angefochtenen Verfügung und Rückweisung der\nSache an die Verwaltung zur Gewährung des rechtlichen Gehörs; eventualiter um\nZusprechung von Leistungen der Invalidenversicherung; allenfalls um Anordnung eines\nGerichtsgutachtens; subeventualiter um Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur\nNeubegutachtung. In prozessualer Hinsicht ersuchte die anwaltlich vertretene\nBeschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und Durchführung\neines zweiten Schriftenwechsels (act. 1 S. 2 f.). Zur Begründung bemängelt sie zunächst\neine Verletzung des rechtlichen Gehörs, weil sie sich vor Erlass der leistungsabweisenden\nVerfügung zu den darin vorgebrachten, einen Rentenanspruch verneinenden Argumenten\nnicht habe äussern können (act. 1 S. 7 f.). Weiter bestreitet die Beschwerdeführerin den\nBeweiswert des Gutachtens von Dr. C.________ und rügt die Annahme von\nAusschlussgründen bei der Prüfung der Standardindikatoren (act. 1 S. 9 f.).\n\nUrteil S 2018 122\n4\n\nC. Mit Verfügung vom 29. Oktober 2018wurde der Beschwerdeführerin die\nunentgeltliche Prozessführung bewilligt und Rechtsanwältin MLaw B.________ wurde ihr\nals unentgeltliche Rechtsbeiständin bestellt (act. 4).\n\nD. Mit Vernehmlassung vom 13. November 2018 schloss die Verwaltung unter\nHinweis auf das Gutachten von Dr. C.________ auf Abweisung der Beschwerde (act. 5).\n\nE. Replicando erhebt die Beschwerdeführerin am 4. Februar 2019 weitere\nEinwendungen gegen das Gutachten von Dr. C.________ (act. 9). Diese werden von der\nBeschwerdegegnerin in der Duplik vom 18. Februar 2019 bestritten (act. 11).\n\nF. Mit Eingaben vom 23. April 2019 (act. 13) und 2. März 2020 (act. 17) legte die\nBeschwerdeführerin neuere Arztberichte ins Recht. Zur ersten Eingabe äusserte sich die\nBeschwerdegegnerin am 3. Mai 2019 (act. 15).\n\nDas Verwaltungsgericht erwägt:\n\n1. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus\ndem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen\nTeil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] in Verbindung mit § 77 des\nVerwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 des Einführungsgesetzes\nzu den Bundesgesetzen über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die\nInvalidenversicherung [BGS 841.1]). Die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts\ndes Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über\ndie Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) – Zuständigkeit am Ort der IV-Stelle –\ngegeben, stammt doch die angefochtene Verfügung von der IV-Stelle Zug. Die Verfügung\ndatiert vom 19. September 2018 (BF-act. 2) und ist frühestens am Folgetag im\nHerrschaftsbereich der Beschwerdeführerin eingetroffen (act. 1 S. 3). In Anwendung von\nArt. 69 Abs. 1 lit. a IVG ist dagegen direkt Beschwerde beim zuständigen\nVersicherungsgericht einzureichen. Die Beschwerdeschrift trägt das Datum des\n22. Oktober 2018, wurde gleichentags der Post übergeben und ging am darauffolgenden\nTag beim Verwaltungsgericht ein. Damit gilt die 30-tägige Frist gemäss Art. 60 Abs. 1\nATSG als gewahrt. Die Beschwerdeführerin ist von der angefochtenen Verfügung direkt\n\nUrteil S 2018 122\n5\n\n"}