{"Signatur": "ZG_VG_001", "Spider": "ZG_Verwaltungsgericht", "Datum": "2020-01-23", "PDF": {"Datei": "ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2018-113_2020-01-23.pdf", "URL": "https://verwaltungsgericht.zg.ch/tribunavtplus/ServletDownload/S_2018_113_5725904a692227324825c1f1a293ecdea7a6bc907eb97b52fe87dec540b46464afc94953a886a5c6bae6edcdbf7143e33719fdfac46cd70476ccbe4dbf523f38?path=5725904a692227324825c1f1a293ecdea7a6bc907eb97b52fe87dec540b46464afc94953a886a5c6bae6edcdbf7143e33719fdfac46cd70476ccbe4dbf523f38&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=S_2018_113", "Checksum": "ced728a1cdc5998ad9ae94ce11544607"}, "Scrapedate": "2026-02-12", "Num": ["S 2018 113"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 23.01.2020 S 2018 113"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 23.01.2020 S 2018 113"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 23.01.2020 S 2018 113"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Sozialvers.rechtl. 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Im Jahr 2006 übernahm die Invalidenversicherung bei der 1974 geborenen\nA.________ die Kosten für eine Staroperation am linken Auge im Rahmen von\nmedizinischen Massnahmen (IV-act. 13).\n\nAm 3. Juli 2017 meldete sich die Versicherte erneut zum Bezug von Leistungen der\nInvalidenversicherung. Dabei machte sie insbesondere eine leichte Intelligenzminderung,\neine akzentuierte Persönlichkeit und ein mittelgradig depressives Zustandsbild geltend (IVact. 15). Nach Beizug der verfügbaren ärztlichen Untersuchungsberichte gab die IV-Stelle\nZug eine neuropsychologische Abklärung in der Klinik B.________ in Auftrag\n(Abklärungsbericht vom 26. April 2016 [IV-act. 42]). Gestützt darauf ging der Regionale\nÄrztliche Dienst (RAD) von einer erheblichen Aggravation aus (IV-act. 43), weshalb die IV-\nStelle Zug im Vorbescheid vom 24. Mai 2016 das Vorliegen eines\ninvalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesundheitsschadens verneinte und die\nAbweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht stellte (IV-act. 44). Nach Eingang der\nEinwendungen der Versicherten (IV-act. 48 und 51) beauftragte die IV-Stelle Zug Dr. med.\nD.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, mit einer Begutachtung. Zum\npsychiatrisch-psychotherapeutischen Gutachten vom 16. April 2018 (IV-act. 66) nahm die\nBeschwerdeführerin am 20. August 2018 Stellung (IV-act. 72). Am 11. September 2018\nteilte die IV-Stelle Zug der Versicherten die Zusprechung von Arbeitsvermittlung mit (IVact. 74). Gleichentags verneinte sie den Anspruch auf eine Invalidenrente (IV-act. 75).\n\nB. Gegen die rentenablehnende Verfügung vom 11. September 2018 erhob\nA.________ am 15. Oktober 2018 Beschwerde mit dem Rechtsbegehren um Gewährung\neiner Rente nach Gesetz. Im Eventualbegehren ersuchte sie um Anordnung eines\nGerichtsgutachtens unter Einbezug eines Psychiaters und eines Neuropsychologen zur\nabschliessenden Klärung des medizinischen Sachverhalts. Subeventualiter wurde eine\nRückweisung der Sache an die IV-Stelle zur verwaltungsexternen Begutachtung\nbeantragt. Daneben ersuchte die Beschwerdeführerin um Bewilligung der unentgeltlichen\nRechtspflege und Bestellung von Rechtsanwalt lic. iur. C.________ als unentgeltlichen\nRechtsbeistand (act. 1 S. 3). Im Wesentlichen bestreitet sie den Beweiswert des\npsychiatrischen Gutachtens von Dr. D.________ vom 16. April 2018 (act. 1 S. 8 ff.) und\nmacht einen Leidensabzug von mindestens 20 % geltend (act. 1 S. 16 f.).\n\nC. Mit Verfügung vom 5. November 2018 wurde der Beschwerdeführerin die\nunentgeltliche Rechtspflege bewilligt und Rechtsanwalt lic. iur. C.________ als\nunentgeltlichen Rechtsvertreter bestellt (act. 5).\n\nUrteil S 2018 113\n3\n\nD. Mit Vernehmlassung vom 19. Dezember 2018 schloss die Verwaltung auf\nAbweisung der Beschwerde (act. 7 S. 2).\n\nE. Mit Replik vom 25. April 2019 (act. 12) und Duplik vom 17. Mai 2019 (act. 14)\nhielten die Parteien an den jeweiligen Standpunkten fest.\n\nDas Verwaltungsgericht erwägt:\n\n1. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus\ndem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen\nTeil des Sozialversicherungsrechts [ATSG, SR 830.1] in Verbindung mit § 77 des\nVerwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG, BGS 162.1] und § 12 des Einführungsgesetzes\nzu den Bundesgesetzen über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die\nInvalidenversicherung [BGS 841.1]). Die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts\ndes Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über\ndie Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20) - Zuständigkeit am Ort der IV-Stelle -\ngegeben, stammt doch die angefochtene Verfügung von der IV-Stelle Zug. Die - nicht\neingeschrieben versandte - Verfügung datiert vom 11. September 2018 (BF-act. 2) und ist\nnach Angabe der Beschwerdeführerin erst am 13. September 2018 in deren\nHerrschaftsbereich eingetroffen (act. 1 S. 3). In Anwendung von Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG ist\ndagegen direkt Beschwerde beim zuständigen Versicherungsgericht einzureichen. Die\nBeschwerdeschrift trägt das Datum des 15. Oktober 2018, wurde gleichentags der Post\nübergeben und ging am darauffolgenden Tag beim Verwaltungsgericht ein. Damit gilt die\n30-tägige Frist gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG als gewahrt. Die Beschwerdeführerin ist von\nder angefochtenen Verfügung direkt betroffen und zur Beschwerde legitimiert. Die\nBeschwerdeschrift enthält einen verständlichen Antrag und eine Begründung. Damit ist\nden formellen Anforderungen Genüge getan, weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist.\n\n2. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles\ngrundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung (in casu\n11. September 2018) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch: BGE 121 V 362 E. 1b).\nDabei sind in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der\n\nUrteil S 2018 113\n4\n\n"}