{"Signatur": "ZG_VG_001", "Spider": "ZG_Verwaltungsgericht", "Datum": "2020-08-10", "PDF": {"Datei": "ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2017-124_2020-08-10.pdf", "URL": "https://verwaltungsgericht.zg.ch/tribunavtplus/ServletDownload/S_2017_124_5725904a692227324825c1f1a293ecdee9b9fecb789062a19ca615040cc12249bd303d8f8ceb84591a10d4eaabc48bb94d472a896d598d7c74093bb1937c9a90?path=5725904a692227324825c1f1a293ecdee9b9fecb789062a19ca615040cc12249bd303d8f8ceb84591a10d4eaabc48bb94d472a896d598d7c74093bb1937c9a90&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=S_2017_124", "Checksum": "ed1e87df8ea87ef76df98963c9e750d8"}, "Scrapedate": "2026-02-12", "Num": ["S 2017 124"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 10.08.2020 S 2017 124"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 10.08.2020 S 2017 124"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 10.08.2020 S 2017 124"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Sozialvers.rechtl. 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Obwohl die diesbezüglichen echtzeitlichen Einschätzungen von der Gutachterin\nals nicht nachvollziehbar erachtet wurden (act. 44 S. 65), ist mangels anderweitiger\nAngaben darauf zurückzugreifen. Für die Zeit vom 22. August 2016 bis Ende Januar 2017\nist demzufolge auf die von Dr. D.________ attestierte Arbeitsunfähigkeit von 87,5 %\nabzustellen (vgl. Berichte vom 19. September 2016 [IV-act. 128] und 2. Dezember 2016\n[IV-act. 143]).\n\nAb Februar 2017 lässt sich in einer Gesamtwürdigung unter Berücksichtigung der\nStandardindikatoren (E. 6.7) auf eine lediglich leichtgradige versicherungsrechtlich\nrelevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit schliessen. Damit erscheint die von\nmed. pract. G.________ auf 30 % eingeschätzte Arbeitsunfähigkeit in der angestammten\nTätigkeit als Berufsschullehrer seit Februar 2017 als plausibel.\n\n7.\n7.1 Infolge der im Mai 2016 eingetretenen Verschlechterung wurde der\nBeschwerdeführer erwerbsunfähig. Demzufolge ist die ihm nach der Rentenrevision im\nOktober 2015 ausgerichtete halbe Rente per 1. August 2016 auf eine ganze Rente zu\nerhöhen (Art. 29 Abs. 3 IVG i.V.m. Art. 88a Abs. 2 der Verordnung über die\nInvalidenversicherung [IVV; SR 831.201]).\n\n7.2 Am 22. August 2016 besserte sich der Gesundheitszustand soweit, dass der\nBeschwerdeführer seine Erwerbstätigkeit zu einem Pensum von 12,5 % wiederaufnehmen\nkonnte. Ab 1. Februar 2017 wäre ihm ein Pensum von 70 % zumutbar gewesen.\nDemzufolge sind per 1. November 2016 und wiederum per 1. Mai 2017 je ein\nEinkommensvergleich durchzuführen (Art. 29 Abs. 3 IVG i.V.m. Art. 88a Abs. 1 IVV).\n\nUrteil S 2017 124\n22\n\n7.2.1 Seit der Rentenzusprache im Jahr 2007 bemisst die Beschwerdegegnerin das\nValideneinkommen anhand des vor Eintritt des Gesundheitsschadens als Projektleiter in\neiner Bank erzielten Lohnes von Fr. 115'700.–, jeweils unter Anpassung an die\nNominallohnentwicklung, zuletzt auf Fr. 136'498.– für das Jahr 2014 (IV-act. 114 und 115;\nvgl. ferner IV-act. 61 und 67, 94 und 95 sowie 104). Bereinigt um die\nNominallohnentwicklung für Männer resultiert ein Valideneinkommen von Fr. 137'666.–\n(Fr. 136'498.– / 2220 x 2239) für das Jahr 2016 und ein solches von Fr. 138'281.–\n(Fr. 136'498 / 2220 x 2249) für das Jahr 2017.\n\n7.2.2 Den Akten lässt sich entnehmen, dass der Beschwerdeführer infolge seiner\neingeschränkten Arbeitsfähigkeit zwischen Schuljahresbeginn im August 2016 und\nFebruar 2017 von der aus Spargründen eingeführten Lohnkürzung im Sinne einer\nunterrichtsfreien und unbesoldeten Woche nach den Herbstferien 2016 nicht betroffen war\n(IV-act. 122). Demzufolge ist bei der Bemessung des Invalideneinkommens vom\nungekürzten Lohn von Fr. 69'348.– auszugehen. Beim reduzierten Pensum von 12.5 % ab\nSeptember 2016 resultiert ein Invalideneinkommen von Fr. 17'337.–. Mit dem seit Februar\n2017 zumutbaren Pensum von 70 % hätte der Beschwerdeführer ein Invalideneinkommen\nvon Fr. 97'087.– erwirtschaften können.\n\n7.2.3 Somit stehen für die Zeit ab 1. September 2016 ein Valideneinkommen von\nFr. 137'666.– und ein Invalideneinkommen von Fr. 17'337.– gegenüber, woraus eine\nErwerbseinbusse von Fr. 120'329.– (Fr. 137'666.– – Fr. 17'337.–) bzw. ein den weiteren\nAnspruch auf eine ganze Rente begründender Invaliditätsgrad von 87 % (Fr. 120'329.–\n/ Fr. 137'666.– x 100) resultiert.\n\nMit der gesundheitlichen Besserung ab Februar 2017 reduziert sich die Erwerbseinbusse\nbei einem Valideneinkommen von Fr. 138'281.– und einem Invalideneinkommen von\nFr. 97'087.– auf Fr. 41'194.– (Fr. 138'281.– – Fr. 97'087.–), was einem nunmehr\nrentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 30 % entspricht (Fr. 41'194.– / Fr. 138'281.–\nx 100).\n\n7.3 Zusammenfassend ist die angefochtene Verfügung vom 27. Juli 2017 insoweit\nabzuändern, als dem Beschwerdeführer vom 1. August 2016 bis 30. April 2017 eine ganze\nInvalidenrente zuzusprechen ist. Im Übrigen ist die Rentenaufhebung per 31. August 2017\n(Ende des der Zustellung der Verfügung am 28. Juli 2017 [vgl. act. 1 S. 3] folgenden\nMonats [IV-act. 181/2 und 184]) nicht zu beanstanden.\n\nUrteil S 2017 124\n23\n\n8.\n8.1\n8.1.1 Die Verfahrenskosten sind auf Fr. 1'000.– festzusetzen und den Parteien nach\nMassgabe ihres Unterliegens aufzuerlegen. Ausgangsgemäss sind sie vom\nBeschwerdeführer zu Dreivierteln (Fr. 750.–) und der Beschwerdegegnerin zu einem\nViertel (Fr. 250.–) zu tragen (Art. 69 Abs. 1bis IVG und § 23 Abs. 2 VRG). Demzufolge ist\nder geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.– im Umfang von Fr. 50.– dem\nBeschwerdeführer zurückzuerstatten.\n\n"}