{"Signatur": "ZG_VG_001", "Spider": "ZG_Verwaltungsgericht", "Datum": "2020-08-10", "PDF": {"Datei": "ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2017-124_2020-08-10.pdf", "URL": "https://verwaltungsgericht.zg.ch/tribunavtplus/ServletDownload/S_2017_124_5725904a692227324825c1f1a293ecdee9b9fecb789062a19ca615040cc12249bd303d8f8ceb84591a10d4eaabc48bb94d472a896d598d7c74093bb1937c9a90?path=5725904a692227324825c1f1a293ecdee9b9fecb789062a19ca615040cc12249bd303d8f8ceb84591a10d4eaabc48bb94d472a896d598d7c74093bb1937c9a90&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=S_2017_124", "Checksum": "ed1e87df8ea87ef76df98963c9e750d8"}, "Scrapedate": "2026-02-12", "Num": ["S 2017 124"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 10.08.2020 S 2017 124"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 10.08.2020 S 2017 124"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 10.08.2020 S 2017 124"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Sozialvers.rechtl. 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August 2020 [rechtskräftig]\ngemäss § 29 der Geschäftsordnung\n\nin Sachen\n\nA.________\nBeschwerdeführer\nvertreten durch B.________\n\ngegen\n\nIV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug\nBeschwerdegegnerin\n\nbetreffend\n\nInvalidenversicherung\n(Rente)\n\nS 2017 124\n2\n\nUrteil S 2017 124\n3\n\nA. Der 1965 geborene A.________ leidet an Depressionen. Nach erfolgreicher\nUmschulung zum Berufsschullehrer im Rahmen einer von der Invalidenversicherung finanzierten Eingliederungsmassnahme wurde ihm ab August 2007 eine halbe Invalidenrente\nzugesprochen (IV-act. 67 und 72). Diese wurde in der Folge revisionsweise bestätigt,\nzuletzt im Oktober 2015 (IV-act. 114).\n\nAm 11. Mai 2016 machte der Versicherte eine Verschlechterung seines\nGesundheitszustandes geltend (IV-act. 117). In der Folge tätigte die IV-Stelle Zug\nAbklärungen in erwerblicher und medizinischer Hinsicht. Insbesondere liess sie den\nVersicherten psychiatrisch begutachten. Nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens\n(IV-act. 160 ff.) hob sie mit Verfügung vom 27. Juli 2017 die Rente auf (IV-act. 181).\n\nB. Dagegen erhob A.________ am 14. September 2017 Beschwerde mit dem\nRechtsbegehren um Zusprache einer ganzen Invalidenrente und Auferlegung der Kosten\nfür ein von ihm beabsichtigtes fachmedizinisches Gutachten an die IV-Stelle. Zur\nBegründung bestreitet er die Beweiskraft des Administrativgutachtens (act. 1). Mit\nVernehmlassung vom 20. Oktober 2017 schloss die IV-Stelle Zug auf Abweisung der\nBeschwerde (act. 5). Im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an\nihren Standpunkten fest, erklärten sich aber mit der Einholung eines Gerichtsgutachtens\neinverstanden (act. 7 und 9).\n\nC. Am 7. Dezember 2018 legte der Beschwerdeführer das in Aussicht gestellte\nParteigutachten ins Recht (act. 15). Dessen Beweiskraft wurde von der\nBeschwerdegegnerin mit Stellungnahme vom 29. Januar 2019 bestritten (act. 18), worauf\nder Beschwerdeführer mit Eingabe vom 14. Februar 2019 die Einholung eines\npsychiatrischen, neurologischen und neuropsychologischen Gerichtsgutachtens\nbeantragte (act. 20). Um Rückmeldung gebeten, ob sie angesichts der Aktenlage eine\nRückweisung zwecks Vornahme weiterer Abklärungen vorziehe (act. 21), hielt die\nBeschwerdegegnerin am 11. März 2019 am Abweisungsantrag fest (act. 22).\n\nD. Am 3. Juni 2019 teilte das Verwaltungsgericht den Parteien die beabsichtigte\nEinholung eines psychiatrischen Gerichtsgutachtens mit (act. 26). Nachdem sich die\nParteien mit der in Aussicht gestellten Gutachterin einverstanden und ihre\nErgänzungsfragen gestellt hatten (act. 27 f.), gab das Verwaltungsgericht am 1. Juli 2019\ndie Begutachtung in Auftrag (act. 29). Auf Empfehlung der Gutachterin wurde die\nAbklärung – nach Gewährung der Parteirechte – durch eine neuropsychologische\n\nUrteil S 2017 124\n4\n\nBegutachtung ergänzt (act. 31, 35 und 37 f.). Zu den beiden Gutachten äusserten sich die\nParteien am 14. April 2020 sowie am 2. und 19 Juni 2020 (act. 47, 50 und 52).\n\nDas Verwaltungsgericht erwägt:\n\n1. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus\ndem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen\nTeil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] in Verbindung mit § 77 des\nVerwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 des Einführungsgesetzes\nzu den Bundesgesetzen über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die\nInvalidenversicherung [BGS 841.1]). Die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts\ndes Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über\ndie Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) – Zuständigkeit am Ort der IV-Stelle –\ngegeben, stammt doch die angefochtene Verfügung von der IV-Stelle Zug. Die Verfügung\ndatiert vom 27. Juli 2017 (BF-act. 2) und ist frühestens am Folgetag im Herrschaftsbereich\ndes Beschwerdeführers eingetroffen (vgl. act. 1 S. 3). In Anwendung von Art. 69 Abs. 1\nlit. a IVG ist dagegen direkt Beschwerde beim zuständigen Versicherungsgericht\neinzureichen. Die Beschwerdeschrift trägt das Datum des 14. September 2017, wurde\ngleichentags der Post übergeben und ging am darauffolgenden Tag beim\nVerwaltungsgericht ein. Damit gilt die 30-tägige Frist gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG unter\nBerücksichtigung des Fristenstillstandes vom 15. Juli bis und mit dem 15. August 2017\n(Art. 38 Abs. 4 lit. b ATSG) als gewahrt. Der Beschwerdeführer ist von der angefochtenen\nVerfügung direkt betroffen und zur Beschwerde legitimiert. Die Beschwerdeschrift enthält\neinen verständlichen Antrag und eine Begründung. Damit ist den formellen Anforderungen\nGenüge getan, weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist. Die Beurteilung erfolgt auf\ndem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO\nVG; BGS 162.11).\n\n2. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles\ngrundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung (in casu\n27. Juli 2017 eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch: BGE 121 V 362 E. 1b). Dabei sind\nin zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung des\nzu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 V 329 E. 2.2 f. und\n\n"}