{"Signatur": "ZG_OG_001", "Spider": "ZG_Obergericht", "Datum": "2022-11-24", "PDF": {"Datei": "ZG_Obergericht/ZG_OG_001_Z1-2021-23_2022-11-24.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.ch/zg_helper/download.php?pfad=/tribunavtplus/ServletDownload/Z1_2021_23_fdd7631f3f812fe9da3ea4c19349bdaac1c92cda33315d1f7e4e5fe83301273930f103602f0a6abe04a221444dffb09ed2a8ad55c6260820c27a240ea524ecae?path=fdd7631f3f812fe9da3ea4c19349bdaac1c92cda33315d1f7e4e5fe83301273930f103602f0a6abe04a221444dffb09ed2a8ad55c6260820c27a240ea524ecae&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=Z1_2021_23", "Checksum": "929c8f87d29b3e3ebe217efe96cfe286"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["Z1 2021 23"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Obergericht Zivilabteilung 24.11.2022 Z1 2021 23"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Obergericht Zivilabteilung 24.11.2022 Z1 2021 23"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Obergericht Zivilabteilung 24.11.2022 Z1 2021 23"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Obergericht Zivilabteilung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Obergericht Zivilabteilung"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Obergericht Zivilabteilung"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "I. 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Zusammenfassend ergibt sich, dass die Berufung des Klägers gutzuheissen und die Anschlussberufung der Beklagten abzuweisen ist (vgl. vorne E. 6.5).\n\nDie Berufung der Beklagten ist teilweise gutzuheissen, was die Forderung von CHF 7'165.10\nwegen \"Fehlbetrags Kassenbestand per 31. Dezember 2015\" (vgl. vorne E. 8.2.4) sowie die\nRückweisung an die Vorinstanz hinsichtlich der \"Bezüge und Zahlungen mit Maestro-Karten\nohne geschäftliche Begründung bzw. ohne Beleg\" betreffend die Geschäftsjahre 2009-2013,\n2016 und 2017 anbelangt (CHF 14'369.85 + CHF 13'084.20 + CHF 9'520.60 + CHF 27'130.44\n+ CHF 51'900.79 + CHF 16'584.35 + CHF 12'200.43 = CHF 144'790.66; act. 7 Rz 468; vgl.\nvorne E. 7.3.5). Demgegenüber ist die Berufung der Beklagten abzuweisen bzw. darauf nicht\neinzutreten, soweit diese die eingeklagten Schadenersatzforderungen von CHF 14'367.00\nwegen \"Hinterziehung/Falschdeklaration Mehrwertsteuer\" (vgl. vorne E. 7.4.2), CHF 6'995.10\nwegen \"Ankaufs von Wein\" (vgl. vorne E. 8.1.3.2), CHF 3'950.05 wegen \"N.________-Fest-\nnetzanschlusses beim Kläger zu Hause\" (vgl. vorne E. 8.3.4) sowie die \"Bezüge und Zahlungen mit Maestro-Karten ohne geschäftliche Begründung bzw. ohne Beleg\" in Bezug auf die\nGeschäftsjahre 2014 und 2015 im Betrag von CHF 67'390.25 (CHF 45'723.05 +\nCHF 21'667.20; act. 7 Rz 468; vgl. vorne E. 7.3.5) betreffen.\n\nAufgrund der (teilweisen) Rückweisung und des Umstandes, dass die Vorinstanz unter\nBerücksichtigung des vorliegenden Urteils nicht nur über die Klage abschliessend zu befinden, sondern auch bezüglich der Widerklage einen neuen Entscheid zu fällen haben wird und\ndemnach die gesamten Prozesskosten neu zu verteilen sein werden (Art. 106 Abs. 1 und 2\nZPO), sind die Dispositiv-Ziff. 3-5 des angefochtenen Entscheids aufzuheben und zur\n(Neu-)Verteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.\n\n10. Die Prozesskosten sind grundsätzlich der unterliegenden Partei aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1\nZPO). Diese Grundregel gilt auch für das Rechtsmittelverfahren der ZPO (vgl. Schmid/Jent-\nSørensen, in: Oberhammer/Domej/Haas [Hrsg.], Kurzkommentar ZPO, 3. A. 2021, Art. 106\nZPO N 1a unter Hinweis auf BGE 145 III 153 E. 3.3.1 f.) Vorliegend rechtfertigt es sich allerdings, die Verteilung der Prozesskosten des Rechtsmittelverfahrens gemäss Art. 104 Abs. 4\nZPO der Vorinstanz zu überlassen, und zwar aus folgenden Gründen:\n\n10.1 Nach dem Rückweisungsentscheid hat die Vorinstanz – unabhängig davon, welche Partei an\ndas Obergericht gelangt ist – aufgrund der ursprünglichen Parteibegehren neu zu urteilen,\nweshalb der endgültige Ausgang der Streitsache offen ist. Unter diesen Umständen macht es\nSinn, dass die Vorinstanz im neuen Entscheid auch die Prozesskosten des Rechtsmittelverfahrens verteilt, wobei ihr ein erhebliches Ermessen zusteht. Die Festsetzung der Kostenhöhe bleibt aber in jedem Fall Sache der Rechtsmittelinstanz (vgl. Sterchi, Berner Kommentar, 2012, Art. 104 ZPO N 16; Jenny, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.],\na.a.O., Art. 104 ZPO N 11; Rüegg/Rüegg, Basler Kommentar, 3. A. 2017, Art. 104 ZPO N 7).\nSeite 62/64\n\n10.2 Bei der Festsetzung der Entscheidgebühr sind im Rechtsmittelverfahren die für die Vorinstanz\ngeltenden Ansätze und Bemessungsgrundsätze anwendbar. Im erstinstanzlichen Verfahren\nbetrug der Streitwert CHF 462'500.00 (act. 61 E. 12.1). Aufgrund des besonders umfangreichen und schwierigen Falls rechtfertigt es sich vorliegend, die Entscheidgebühr für das Beru-\nfungs- und Anschlussberufungsverfahren auf CHF 35'000.00 festzusetzen (§ 15 Abs. 1 i.V.m.\n§ 11 Abs. 1 sowie § 3 und § 4 Abs. 1 KoV OG; inkl. der Kosten für den Zwischenentscheid\nvom 5. Januar 2022 betreffend Sicherstellung der Parteientschädigung [vgl. act. 81; s. dazu\nauch BGE 148 III 182 E. 3.2]).\n\n"}