{"Signatur": "ZG_OG_001", "Spider": "ZG_Obergericht", "Datum": "2023-09-12", "PDF": {"Datei": "ZG_Obergericht/ZG_OG_001_Z1-2021-20_2023-09-12.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.ch/zg_helper/download.php?pfad=/tribunavtplus/ServletDownload/Z1_2021_20_fdd7631f3f812fe9da3ea4c19349bdaacb5ebdb0303bb254c214ac747caf49d86c1633cf37bc0ddbc74124f7019618ed2f07485c189287d19612bbb391e0d3b8?path=fdd7631f3f812fe9da3ea4c19349bdaacb5ebdb0303bb254c214ac747caf49d86c1633cf37bc0ddbc74124f7019618ed2f07485c189287d19612bbb391e0d3b8&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=Z1_2021_20", "Checksum": "daf99eca5884edb1f3ee924424d80962"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["Z1 2021 20"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Obergericht Zivilabteilung 12.09.2023 Z1 2021 20"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Obergericht Zivilabteilung 12.09.2023 Z1 2021 20"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Obergericht Zivilabteilung 12.09.2023 Z1 2021 20"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Obergericht Zivilabteilung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Obergericht Zivilabteilung"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Obergericht Zivilabteilung"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "I. 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(What is written is adequate.)\n\n(20) […]\n\n(21) Dr. A.________ agrees to pay for any and all expenses incurred by Ms. D.________s\ntravel, on Dr. A.________'s behalf, unless, in accordance with Section 17 of this Agreement, Ms. D.________ is supporting Dr. A.________, in which Ms. D.________ will pay for\nsuch expenses at her sole discretion.\n\n(22) […]\n\n(23) […]\n\n(24) […]\n\n(25) This Agreement shall be enforced in accordance with the laws of the State of\nN.________, in the United States of America.\n\n(26) Both signatures are required in order for this Agreement to be valid.\"\n\n1.4 Dieser Vereinbarung war ab April 2015 eine Auseinandersetzung zwischen den Parteien\nvorausgegangen, wobei der Kläger auch Rechtsanwalt O.________ in die Diskussionen miteinbezog. Nach Unterzeichnung des RSA liess der Kläger noch am selben Tag die Summe\nvon USD 65'258'760.00 (entsprechend EUR 60 Mio.) an die Beklagte überweisen (act. 1/31).\nEbenso veranlasste er, dass die P.________ AG am 23. Dezember 2015 den Betrag von\nUSD 2,78 Mio. an die I.________ LLC überwies mit dem Vermerk, dass die Zahlung für die\nQ.________ AG erfolge und den Kauf der J.________-Grundstücke betreffe (act. 1/33). Ein\nKaufvertrag zwischen der I.________ LLC und der Q.________ AG über die J.________-\nSeite 6/59\n\nGrundstücke war bereits am 3. Dezember 2015 abgeschlossen und öffentlich beurkundet\nworden. Dieser Vertrag wurde mit öffentlich beurkundetem Vertrag vom 23. Dezember 2015\nbezüglich des Kaufpreises noch abgeändert, sodass er mit dem RSA übereinstimmte\n(act. 1/35 und 1/36). Für die I.________ LLC handelte bei der Unterzeichnung beider Verträge R.________ und für die Q.________ AG S.________. Beide fungierten dabei als vollmachtlose Stellvertreter nach deutschem Recht. Damit das Geschäft gültig wurde, war bei\nbeiden Vertragsparteien eine nachträgliche Genehmigung nötig. Die Beklagte weigerte sich\nin der Folge, den Vertrag namens der I.________ LLC zu genehmigen. Über die Gründe für\ndiese Weigerung sind sich die Parteien uneins (act. 1 Rz 52 ff.; act. 24 Rz 111 ff. und 259\nff.).\n\n1.5 Im Juli/August 2016 entfernte die Beklagte während einer Auslandreise des Klägers ihre persönlichen Gegenstände aus dessen Haus in Zug und es kam zur endgültigen Trennung zwischen den Parteien.\n\n1.6 Mit E-Mail vom 2. November 2016 liess der Kläger der Beklagten über seinen Rechtsanwalt\nmitteilen, dass er das RSA wegen arglistiger Täuschung (\"[…] on the grounds that you have\nmaliciously misled Dr. A.________ […]\") anfechte. Im Weiteren wurde festgehalten, dass der\nKläger die Rückzahlung der unter dem RSA erfolgten Zuwendungen fordere und die Geschenke widerrufe, die er seit dem 31. Dezember 2014 der Beklagten gemacht habe\n(act. 1/81).\n\n2.1 Mit Eingabe vom 25. September 2017 reichte der Kläger beim Kantonsgericht Zug gegen\ndie Beklagte Klage ein (act. 1), mit welcher er von der Beklagten in erster Linie die Rückzahlung der Summe von EUR 60 Mio., eventualiter USD 65'258'760.00, verlangte (Rechtsbegehren Ziff. 1 lit. a). Die Beklagte habe ihn – arglistig und in der Absicht sich zu bereichern\n– über ihre wahren Motive für die Eingehung des RSA getäuscht und ihn so veranlasst, dieses zu unterzeichnen und den genannten Betrag zu überweisen. Im Weiteren forderte der\nKläger von der Beklagten auch die Rückzahlung von CHF 90'304.50, EUR 89'927.14 sowie\nUSD 58'100.00 (Ziff. 1 lit. b, c und d des Rechtsbegehrens). Dabei handle es sich – so der\nKläger – um Beträge, welche die Beklagte ebenfalls nur mittels Betrugs bzw. arglistiger Täuschung von ihm erlangt habe. Die Beklagte habe die Schäden, die sie dem Kläger durch ihre\nstrafbaren Handlungen (Art. 146 Abs. 1 und Art. 147 StGB) verursacht habe, gemäss Art. 41\nAbs. 1 OR zu ersetzen (act. 1 Rz 92 und 95-97; s. dazu auch hinten E. II.1).\n\n"}