{"Signatur": "ZG_OG_001", "Spider": "ZG_Obergericht", "Datum": "2022-07-22", "PDF": {"Datei": "ZG_Obergericht/ZG_OG_001_Z1-2021-19_2022-07-22.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.ch/zg_helper/download.php?pfad=/tribunavtplus/ServletDownload/Z1_2021_19_fdd7631f3f812fe9da3ea4c19349bdaa87ad6c1883375c16d599d7d5d0634c0766d0a305e0cd863811d72094040f658b8afe74c5e9a6d2cd813428d2a1451e01?path=fdd7631f3f812fe9da3ea4c19349bdaa87ad6c1883375c16d599d7d5d0634c0766d0a305e0cd863811d72094040f658b8afe74c5e9a6d2cd813428d2a1451e01&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=Z1_2021_19", "Checksum": "e1936cce43d4a3d8258a7d80efbb398c"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["Z1 2021 19"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Obergericht Zivilabteilung 22.07.2022 Z1 2021 19"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Obergericht Zivilabteilung 22.07.2022 Z1 2021 19"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Obergericht Zivilabteilung 22.07.2022 Z1 2021 19"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Obergericht Zivilabteilung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Obergericht Zivilabteilung"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Obergericht Zivilabteilung"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "I. Zivilabteilung"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Forderung | übrige Innominatverträge"}], "ScrapyJob": "446973/80/208", "Zeit UTC": "25.03.2026 03:54:09", "Checksum": "0c444068d97b8766a81af5219d0d9ab6", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Zug Obergericht Zivilabteilung 22.07.2022 Z1 2021 19\nRegeste:\nForderung | übrige Innominatverträge\n\n Im Unterricht verweigert H.________ sich stellenweise, unterrichtsrelevante Inhalte zu\nnotieren oder sich überhaupt am Unterricht zu beteiligen. Auch die erteilten Hausaufgaben werden nicht bearbeitet (so bspw. in den Fächern Französisch, Deutsch und\nWirtschaft & Recht zurückgemeldet). In gewissen Fächern weigerte sie sich sogar,\ngeforderte schriftliche und notenrelevante Arbeiten abzuliefern und kommentiert dies\ngleichgültig, dass sie hierfür eine ungenügende Note in Kauf nehmen würde.\n\nDie Art und Weise, in der H.________ sich hierbei gegenüber der Lehrerschaft verhält,\ndies umfasst auch ihre Wortwahl und Lautstärke in ihrer mündlichen Kommunikation,\nsteht in keiner Weise im Einklang mit den Erwartungen bzgl. einem konstruktiven und\nrespektvollen Umgang miteinander, wie sie in unserer Schulordnung formuliert werden.\nEbenfalls verweigert sie sich den Weisungen der Lehrerschaft und erreicht einen\ndestruktiven Einfluss auf das Lernklima in der Klasse.\n\nSituation im Internat\n\nIm Internat wurden über die letzten Wochen diverse Verstösse H.________s gegen die\nSchulordnung registriert. Diese umfassen despektierliches Verhalten gegenüber den\nMitarbeitern und das Nicht-Folgeleisten von klar erteilten Anweisungen, den Verstoss\ngegen Bettzeiten, das nicht Sauberhalten ihres Zimmers sowie das Verlassen des\nCampus ohne Ausgang und Mitteilung an die Hauseltern. Wir haben H.________ in\ndiesem Zusammenhang am 30. Mai 2016 eine mündliche Verwarnung erteilt\n[vgl. act. 23/4].\n\nH.________ ist aus unserer Sicht eine sehr intelligente Schülerin, die eine sehr gute\nMatura erlangen könnte. Durch ihr unkooperatives Verhalten bringt sie sich jedoch in\ndie Situation, dass wir bei weiteren Verstössen, zu denen auch die Verweigerung der\nMitarbeit bzw. der nicht respektvolle Umgang mit den Mitarbeitern gehört, weitere\nVerwarnungen erteilen müssen, die letztlich ihren erfolgreichen Abschluss an unserer\nSchule gefährden. Sollten psychologische Probleme oder Sorgen Ursache ihres derzeit\nbarschen Verhaltens sein, empfehlen wir eine psychologische Hilfe in Anspruch zu\nSeite 6/27\n\nnehmen. Die Schule hat auch die Möglichkeit, H.________ ein Coaching zu vermitteln,\nwelches ihr helfen könnte, ihr Verhalten zu reflektieren und zu ändern.\n\nSollten Sie zusammen mit H.________ zum Schluss kommen, dass sich H.________\nan unserer Schule nicht an unsere Schulregeln halten kann bzw. nicht mehr wohl fühlt,\ndanken wir Ihnen für Ihre Mitteilung, falls sie C.________ zu den Sommerferien hin\nverlassen möchte. Sollte H.________ hingegen an unserer Schule verbleiben wollen,\nstehen wir gerne auch bereit und versuchen mit Ihnen gemeinsam im Gespräch nach\nLösungen zu suchen, die H.________ helfen könnten, das letzte Schuljahr am\n________ Gymnasium wieder in einem positiveren Kontext zu besuchen. Wie bereits\nerwähnt, ist für uns der Erhalt von gesundheitlichen Informationen Bedingung für eine\nRückkehr ins Internat nach den Sommerferien.\n\n[…]\"\n\n3.3.1 Mit E-Mail vom 18. Juli 2016 kündigte der Direktor der Beklagten eine weitere schriftliche\nVerwarnung an und führte Folgendes aus (act. 23/7):\n\n\"[…]\n\nEbenfalls machen wir darauf aufmerksam, dass sich H.________ durch ihr Verhalten\ndem Risiko aussetzt, unsere Schule während dem letzten Schuljahr aufgrund von\nDisziplinarverstössen verlassen zu müssen. Ihr Verhalten stand in vielen Fällen im\nKonflikt mit der Schulordnung und hat sich nach dem Versand des Briefes [vom 13. Juni\n2016] leider weiter fortgesetzt. Insbesondere für Ihr Verhalten zum Schulabschluss, an\ndem H.________ den Campus ohne Ausgang verliess, ihr Zimmer nicht korrekt an die\nHauseltern und auch in einem unaufgeräumten Zustand an die Hauseltern übergab,\nmüssen wir H.________ eine schriftliche Verwarnung aussprechen, die zum Ende der\nFerien noch offiziell verfügt wird. Bei weiteren Verstössen, müssten wir über eine\nSuspendierung bzw. ein Ultimatum entscheiden und schliesslich auch einen Ausschluss\nerwägen.\n\n[…]\"\n\n3.3.2 Mit E-Mail vom 1. August 2016 klärte die Klägerin die Beklagte offenbar über den\nGesundheitszustand von H.________ auf (act. 23/8); und bat unter anderem darum, keine\nVerwarnung auszusprechen:\n\n\"[Es] muss wohl ein Missverständnis vorliegen: Ich war am Donnerstag vor Schulschluss\nim C.________, um H.________s Gepäck abzuholen und ihr zusätzliche Kisten zu\nbringen. Mit Hausmutter ________ haben wir die Kunstwerke der Primarschüler\nabgeholt und bei dieser Gelegenheit kam zur Sprache, dass H.________ am Freitagnachmittag den Campus für die Ferien verlässt. H.________ hat am Freitagnachmittag\neine Stunde auf Hausmutter ________ gewartet, mit ihr den Checkout gemacht, den\nAusgang unterschrieben bekommen und sie wurde ausdrücklich angewiesen, die\nSachen im Zimmer zu lassen, da der \"storage room\" erst umgeordnet werden müsse,\nbevor neue Kisten hineingebracht werden.\"\n\n3.3.3 Mit E-Mail vom 18. August 2016 liess sich der Direktor der Beklagten hierzu unter anderem\nwie folgt vernehmen (act. 23/9):\n\n"}