4.3.1 Der erste Einwand der Klägerin trifft insoweit zu, als der Beweis für die Einhaltung der Gültigkeitsvorschriften mit der Urkunde alleine noch nicht zwingend erbracht ist. Für die in der Urkunde festgehaltene Selbstlesung durch die Urkundsparteien gilt aber bis zum Beweis des Gegenteils die entsprechend erhöhte Beweiskraft gemäss Art. 9 Abs. 1 ZGB bzw. Art. 179 ZPO (vgl. vorne E. 3.6; Schweizer, a.a.O., Art. 179 ZPO N 8; Weimar, Berner Kommentar, 2009, Art. 501 ZGB N 6). Dieser Beweis des Gegenteils ist der Klägerin – wie sich im Weiteren zeigen wird – nicht gelungen.