{"Signatur": "ZG_OG_001", "Spider": "ZG_Obergericht", "Datum": "2022-09-21", "PDF": {"Datei": "ZG_Obergericht/ZG_OG_001_Z1-2020-25_2022-09-21.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.ch/zg_helper/download.php?pfad=/tribunavtplus/ServletDownload/Z1_2020_25_fdd7631f3f812fe9da3ea4c19349bdaa08eb05e8aab765a61b4211a4a71d4016db8b5e042e520fc876c5d72df8054d2dbdbadfed2658581aaa4b7428d8663d5f?path=fdd7631f3f812fe9da3ea4c19349bdaa08eb05e8aab765a61b4211a4a71d4016db8b5e042e520fc876c5d72df8054d2dbdbadfed2658581aaa4b7428d8663d5f&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=Z1_2020_25", "Checksum": "d5a9b73c0d7d9cb7a2d07536c6fcf930"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["Z1 2020 25"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Obergericht Zivilabteilung 21.09.2022 Z1 2020 25"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Obergericht Zivilabteilung 21.09.2022 Z1 2020 25"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Obergericht Zivilabteilung 21.09.2022 Z1 2020 25"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Zug Obergericht Zivilabteilung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Zoug Obergericht Zivilabteilung"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Zugo Obergericht Zivilabteilung"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "I. Zivilabteilung"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Nebenfolgen der Scheidung | Ehescheidung"}], "ScrapyJob": "446973/80/208", "Zeit UTC": "25.03.2026 03:53:31", "Checksum": "e9beb7f585d4ed08c93201b3cd1fa554", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Zug Obergericht Zivilabteilung 21.09.2022 Z1 2020 25\nRegeste:\nNebenfolgen der Scheidung | Ehescheidung\n\n (1.) vom 1. September 2022 (erfülltes 10. Altersjahr von F.________) bis zum 31. März 2023\n(Ablauf der der Beklagten gewährten Übergangsfrist zur Ausdehnung der\nErwerbstätigkeit),\n(2.) vom 1. April 2023 bis zum 31. August 2025 (voraussichtlicher Übertritt von F.________ in\ndie Oberstufe),\n(3.) ab dem 1. September 2025 bis zum 29. Februar 2028 (erfülltes 18. Altersjahr von\nE.________), und\n(4.) ab dem 1. März 2028 bis zum Abschluss einer angemessenen Ausbildung der Kinder.\n\n7.1.1 In der ersten Phase ergibt sich basierend auf dem familienrechtlichen Existenzminimum (vgl.\nvorne E. 5.1.4) folgender Bedarf:\n\nKläger E.________ F.________ Beklagte E.________ F.________\nGrundbetrag 1'350.00 260.00 260.00 1'350.00 40.00 340.00\nWohnkosten 780.00 2'650.00\nNebenkosten 700.00\nWohnkosten Anteil Kinder -740.00 370.00 370.00 -1'325.00 662.50 662.50\nKK-Prämien KVG + VVG 400.00 472.00 110.00 100.00\nungedeckte Gesundheitskosten40.00 27.00 40.00 20.00\nVersicherungspauschale 50.00 50.00\nKommunikationspauschale 100.00 100.00\nauswärtige Verpflegung 110.00\nKosten für Kinderbetreuung 0.00\nMobilitätskosten 67.00 67.00\nBeitrag Altersvorsorge (p.m.)\nSteuern 150.00 152.00\n\nTotal 3'007.00 630.00 630.00 3'543.00 1'152.50 1'122.50\n\n7.1.2 Zu einzelnen Positionen dieses Bedarfs ist – soweit diese streitig sind – Folgendes zu bemerken:\n\n– Grundbetrag für die Kinder:\nDie Grundbeträge der Kinder sind entsprechend den Betreuungsanteilen zu 3/7 dem Vater\nund zu 4/7 der Mutter anzurechnen (vgl. Jungo/Arndt, a.a.O., S. 760;\nAeschlimann/Bähler/Schweighauser/Stoll, Berechnung des Kindesunterhalts – Einige\nÜberlegungen zum Urteil des Bundesgerichts vom 11. November 2020 […] 5A_311/2019,\nFamPra.ch 2021, S. 251 ff., 276 ff.; Maier/Waldner-Vontobel, Gedanken zur neuen Praxis\ndes Bundesgerichts zum Unterhaltsrecht aus der Perspektive des erstinstanzlichen\nGerichts, FamPra.ch 2021, S. 871 ff., 887 ff.).\n\n– KK-Prämien KVG + VVG / ungedeckte Gesundheitskosten:\nDie von der Vorinstanz beim Bedarf der Beklagten eingesetzten Krankenkassenprämien\nsind entgegen der Auffassung des Klägers (act. 75 Rz 57) nicht zu beanstanden. Deren\nHöhe ist angesichts der finanziellen Verhältnisse der Parteien als angemessen zu\nbetrachten (vgl. vorne E. 5.1.4; s. dazu auch act. 79 S. 20). Ebenfalls nicht zu überzeugen\nvermag der Vorschlag des Klägers, die ungedeckten Gesundheitskosten vom Bedarf der\nKinder auszunehmen und denjenigen Elternteil die Behandlungskosten tragen zu lassen, die\nSeite 47/67\n\ndieser veranlasst, soweit sie nicht von der Krankenkasse oder anderen Versicherern\ngedeckt werden. Der Kläger begründet dies damit, dass diese klare Regelung mutmasslich\nzur Entspannung der Situation führen und den diesbezüglichen Elternkonflikt nicht\nzusätzlich schüren würde (act. 75 Rz 58). Dabei verkennt er, dass die Eltern gerade bei\nmedizinischen Fragen von gewisser Tragweite (wie z.B. der Behandlung von E.________\nmit Ritalin) auch bei einer alternierenden Obhut einen gemeinsamen Entscheid zu treffen\nhaben (vgl. Jungo/Arndt, a.a.O., S. 752 f.), weshalb die diesbezüglichen Probleme der\nParteien mit seinem Vorschlag offenkundig nicht gelöst werden können. Warum bei den\nungedeckten Gesundheitskosten auch die Kosten für das Fitness-Abo des Klägers erfasst\nwerden sollen (act. 75 Rz 57), ist sodann nicht ersichtlich, zumal vorliegend der Unterhalt\nnicht nach der einstufig-konkreten Methode berechnet wird (vgl. vorne E. 5.1). Schliesslich\nlassen sich die ungedeckten Gesundheitskosten von E.________ und F.________ nur\nschwer abschätzen und belegen, weshalb ermessensweise bei E.________ ein Betrag von\nCHF 40.00 und bei F.________ ein Betrag von CHF 20.00 einzusetzen ist.\n\n– Kosten für die Kinderbetreuung:\nSolche Kosten macht die Beklagte für die Zeit ab 1. September 2022 nicht (mehr) geltend\n(vgl. act. 130 S. 13 f.).\n\n– auswärtige Verpflegung:\nDa der Kläger nach eigenen Angaben mindestens zu 50 % im Homeoffice arbeitet (vgl.\nact. 119 Ziff. 4 f.), sind die Kosten für auswärtige Verpflegung auf die Hälfte des üblichen\nBetrags, d.h. auf CHF 110.00, zu reduzieren.\n\n"}