{"Signatur": "VS_BZG_999", "Spider": "VS_Gerichte", "Datum": "2011-07-08", "PDF": {"Datei": "VS_Gerichte/VS_BZG_999_A1-11-45_2011-07-08.pdf", "URL": "https://api-justsearche.vs.ch/api/documents/614ed2946835b22f42bc16a783f2896b/file/", "Checksum": "733da8cbc72d66257b1291a8eea58916"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["A1 11 45"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Wallis Sonstiges Gericht Sonstige Kammer 08.07.2011 A1 11 45"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Valais Autre tribunal Autre chambre 08.07.2011 A1 11 45"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Vallese Altro tribunale Altro camera 08.07.2011 A1 11 45"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Wallis Sonstiges Gericht Sonstige Kammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Valais Autre tribunal Autre chambre"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Vallese Altro tribunale Altro camera"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "KGVS A1 Oeffentliches Recht ordentlich"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Öffentliche Lokale  Etablissements publics  KGE A1 11 45 vom 8. Juli 2011  Verwaltungsgerichtsbeschwerde (kantonale)  – Vorsorgliche Massnahmen dienen einzig dem Schutz von Interessen innerhalb  des Streitgegenstands, weshalb im Rahmen einer neuen Betriebsbewilligungser-  teilung eine vorläufige Schliessung des Betriebs, der sich auf eine davon unab-  hängige gültige Betriebsbewilligung stützt, nicht möglich ist (E. 2).  – Fehlende Beschwerdelegitimation mangels praktischem Interesse, wenn zum  einen die Rechtsbegehren nicht über den angefochtenen Entscheid hinausgehen  und zum anderen lediglich eine rechtstheoretische Korrektur des Dispositivs ver-  langt wird (E. 3 und 4).  Ref. CH :  Ref. VS : Art. 28a VVRG, Art. 7 GBBK, Art. 44 VVRG, Art. 35 VVRG  Recours de droit administratif (cantonal)  – Les mesures provisionnelles servent uniquement à la protection des intérêts liés  à l’objet du litige. Partant, à l’occasion de l’examen d’une nouvelle autorisation  d’exploiter, il n’est pas possible d’ordonner la fermeture provisoire d’un établis-  sement public si celui-ci dispose d’une autorisation d’exploiter antérieure qui est  encore"}], "ScrapyJob": "446973/52/2024", "Zeit UTC": "21.01.2026 02:07:24", "Checksum": "c5c47c587717842cb5e993b8724c5023", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Wallis Sonstiges Gericht Sonstige Kammer 08.07.2011 A1 11 45\nRegeste:\nÖffentliche Lokale  Etablissements publics  KGE A1 11 45 vom 8. Juli 2011  Verwaltungsgerichtsbeschwerde (kantonale)  – Vorsorgliche Massnahmen dienen einzig dem Schutz von Interessen innerhalb  des Streitgegenstands, weshalb im Rahmen einer neuen Betriebsbewilligungser-  teilung eine vorläufige Schliessung des Betriebs, der sich auf eine davon unab-  hängige gültige Betriebsbewilligung stützt, nicht möglich ist (E. 2).  – Fehlende Beschwerdelegitimation mangels praktischem Interesse, wenn zum  einen die Rechtsbegehren nicht über den angefochtenen Entscheid hinausgehen  und zum anderen lediglich eine rechtstheoretische Korrektur des Dispositivs ver-  langt wird (E. 3 und 4).  Ref. CH :  Ref. VS : Art. 28a VVRG, Art. 7 GBBK, Art. 44 VVRG, Art. 35 VVRG  Recours de droit administratif (cantonal)  – Les mesures provisionnelles servent uniquement à la protection des intérêts liés  à l’objet du litige. Partant, à l’occasion de l’examen d’une nouvelle autorisation  d’exploiter, il n’est pas possible d’ordonner la fermeture provisoire d’un établis-  sement public si celui-ci dispose d’une autorisation d’exploiter antérieure qui est  encore\n\n72 RVJ / ZWR 2012\n\nÖffentliche Lokale\nEtablissements publics\nKGVS A1 11 45\nKGE A1 11 45 vom 8. Juli 2011\n\nVerwaltungsgerichtsbeschwerde (kantonale)\n– Vorsorgliche Massnahmen dienen einzig dem Schutz von Interessen innerhalb\ndes Streitgegenstands, weshalb im Rahmen einer neuen Betriebsbewilligungserteilung eine vorläufige Schliessung des Betriebs, der sich auf eine davon unabhängige gültige Betriebsbewilligung stützt, nicht möglich ist (E. 2).\n– Fehlende Beschwerdelegitimation mangels praktischem Interesse, wenn zum\neinen die Rechtsbegehren nicht über den angefochtenen Entscheid hinausgehen\nund zum anderen lediglich eine rechtstheoretische Korrektur des Dispositivs verlangt wird (E. 3 und 4).\nRef. CH :\nRef. VS : Art. 28a VVRG, Art. 7 GBBK, Art. 44 VVRG, Art. 35 VVRG\nRecours de droit administratif (cantonal)\n– Les mesures provisionnelles servent uniquement à la protection des intérêts liés\nà l’objet du litige. Partant, à l’occasion de l’examen d’une nouvelle autorisation\nd’exploiter, il n’est pas possible d’ordonner la fermeture provisoire d’un établissement public si celui-ci dispose d’une autorisation d’exploiter antérieure qui est\nencore en force (consid. 2).\n– La qualité pour recourir fait défaut, par manque d’intérêt pratique, d’une part\nlorsque les conclusions ne vont pas au-delà de ce que prévoit la décision attaquée et, d’autre part, lorsqu’une correction du dispositif est exigée uniquement\npour des motifs juridiques théoriques (consid. 3 et 4).\nRef. CH :\nRef. VS : art. 28a LPJA, art. 7 LHRC, art. 44 LPJA, art. 35 LPJA\n\nGekürzter Sachverhalt\nA. Am 21. Januar 2010 erteilte der Gemeinderat der Gemeinde A.\n(Gemeinde) X. gestützt auf das Gesetz über die Beherbergung, die\nBewirtung und den Kleinhandel mit alkoholischen Getränken vom\n8. April 2004 (GBBK ; SGS/VS 935.3) sowie die Verordnung betreffend\ndas Gesetz über die Beherbergung, die Bewirtung und den Kleinhandel\nmit alkoholischen Getränken vom 3. November 2004 (VBBK ; SGS/VS\n935.300) eine Gastgewerbe-Betriebsbewilligung für das «Kaffee B.».\nDarin wies er unter anderem die Einsprache der Stockwerkeigentümergemeinschaft «Y.» ab. In seinem Entscheid hielt der Gemeinderat fest,\ndass die vom Staatsrat in seinem Entscheid vom 20. September 2006\nverlangten Bedingungen ausnahmslos eingehalten werden müssten, so\nRVJ / ZWR 2012 73\n\nseien unter anderem die Bewirtung und Beschallung auf der Dachterrasse um 19.00 Uhr zu beenden. Die ordentlichen Öffnungszeiten legte\ner von 08.00 - 24.00 Uhr fest.\n\nB. Gegen diesen Entscheid reichte die Stockwerkeigentümergemeinschaft Y. Verwaltungsbeschwerde beim Staatsrat ein und ersuchte,\ndie Betriebsbewilligung nur für die Öffnungszeit von 08.00 - 22.00 Uhr zu\nerteilen, jeweils mit der Auflage ab 19.00 Uhr einen Türsteher zu positionieren. Im Zuge des Schriftenwechsels verlangte sie zudem, die\nBetriebsbewilligung sei mit der Auflage zu verbinden, dass im gesamten Aussenbereich des Restaurationsbetriebs die Bewirtung und\nBeschallung um 19.00 Uhr zu beenden sowie die Gemeinde im Rahmen\nvon vorsorglichen Massnahmen anzuweisen sei, den Betrieb sofort zu\nschliessen. Der Staatsrat wies die Beschwerde kostenpflichtig ab, verpflichtete aber die Gemeinde, ihrer Aufsichtsverpflichtung «gemäss\nEntscheiderwägung 3.4» nachzukommen. Er hielt fest, dass die angefochtene Gastgewerbe-Betriebsbewilligung noch nicht rechtskräftig\nund der Betrieb deshalb, sofern nicht eine andere Person eine gültige\nBetriebsbewilligung besitze, vom Gemeinderat umgehend zu schliessen sei. Die von der Stockwerkeigentümergemeinschaft geforderte\nSchliessungszeit von 22.00 Uhr erachtete der Staatsrat als unverhältnismässig ; ebenso die Forderung der Stockwerkeigentümergemeinschaft, ab 19.00 Uhr ständig einen Türsteher vor dem Lokal zu positionieren. Der Staatsrat erwog ferner, dass der erdgeschossige\nAussenbereich im Zeitpunkt des Staatsratsentscheids vom 20. September 2006 nicht Gegenstand des Baugesuchs gebildet und die Gemeinde\nim laufenden Verfahren keine Ausdehnung der Betriebsbewilligung für\nden Aussenbereich (Gartenterrasse) gestattet habe. Deshalb habe der\nBetreiber des «Kaffee B.» keine Bewilligung zur Ausdehnung des\nBetriebs auf den besagten Aussenbereich und im Betriebsbewilligungsgesuch sei eine solche auch nicht ausdrücklich beantragt, womit keine\nBewilligung zur Bewirtschaftung des erdgeschossigen Aussenbereichs\nbestehe. Dies habe die Gemeinde im Rahmen ihrer Aufsichtsverantwortung durchzusetzen.\n\n"}