{"Signatur": "VS_BZG_999", "Spider": "VS_Gerichte", "Datum": "2012-07-19", "PDF": {"Datei": "VS_Gerichte/VS_BZG_999_A1-11-183_2012-07-19.pdf", "URL": "https://api-justsearche.vs.ch/api/documents/c63ef30b99921bf097cf93cf7ce2eb39/file/", "Checksum": "af7a5b660e029e5b525213b0378b1076"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["A1 11 183"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Wallis Sonstiges Gericht Sonstige Kammer 19.07.2012 A1 11 183"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Valais Autre tribunal Autre chambre 19.07.2012 A1 11 183"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Vallese Altro tribunale Altro camera 19.07.2012 A1 11 183"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Wallis Sonstiges Gericht Sonstige Kammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Valais Autre tribunal Autre chambre"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Vallese Altro tribunale Altro camera"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "KGVS A1 Oeffentliches Recht ordentlich"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "RVJ / ZVR 2013   67   Gemeindewesen   Régime communal   KGE A1 11 183 vom 19. Juli 2012   Finanzierung der Gemeindebeiträge an die Pfarreien; Anfechtung   einer Gemeinderechnung   - System der Finanzierung der Kirchen, die im Kanton Wallis als öffentlich-rechtliche   Institutionen anerkannt sind (E. 4.1 und 4.2).   - Zur Verfassungskonformität dieses Finanzierungssystems insbesondere hinsichtlich   Art. 49 Abs. 6 aBV bzw. Art. 15 BV (E. 4.3).   - Zur Anfechtbarkeit von Gemeinderechnungen (E. 6)   Ref. CH: Art. 49 aBV, Art. 15 BV   Ref. VS: Art. 2 KV, Art. 3 GVKS, Art. 5 GVKS, Art. 9 GVKS, Art. 13 GVKS, Art. 14   GKVS, Art. 20 RKVS   Financement des contributions communales aux paroisses; contesta-  tion des comptes communaux   - Système de financement des églises reconnues par le canton du Valais comme insti-  tutions de droit public (cons. 4.1 et 4.2).   - Constitutionnalité de ce système de financement, notamment au regard des art. 49"}], "ScrapyJob": "446973/52/2024", "Zeit UTC": "21.01.2026 02:08:21", "Checksum": "4f9b2047d5d82631380942cbac91fadd", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Wallis Sonstiges Gericht Sonstige Kammer 19.07.2012 A1 11 183\nRegeste:\nRVJ / ZVR 2013   67   Gemeindewesen   Régime communal   KGE A1 11 183 vom 19. Juli 2012   Finanzierung der Gemeindebeiträge an die Pfarreien; Anfechtung   einer Gemeinderechnung   - System der Finanzierung der Kirchen, die im Kanton Wallis als öffentlich-rechtliche   Institutionen anerkannt sind (E. 4.1 und 4.2).   - Zur Verfassungskonformität dieses Finanzierungssystems insbesondere hinsichtlich   Art. 49 Abs. 6 aBV bzw. Art. 15 BV (E. 4.3).   - Zur Anfechtbarkeit von Gemeinderechnungen (E. 6)   Ref. CH: Art. 49 aBV, Art. 15 BV   Ref. VS: Art. 2 KV, Art. 3 GVKS, Art. 5 GVKS, Art. 9 GVKS, Art. 13 GVKS, Art. 14   GKVS, Art. 20 RKVS   Financement des contributions communales aux paroisses; contesta-  tion des comptes communaux   - Système de financement des églises reconnues par le canton du Valais comme insti-  tutions de droit public (cons. 4.1 et 4.2).   - Constitutionnalité de ce système de financement, notamment au regard des art. 49\n\ndes Bundesgerichts 2C_360/2010 vom 22. November 2011 E. 2.1;\nvgl. auch BGE 128 I 317 E. 2.1). Art. 15 Abs. 1 BV gewährleistet die\nGlaubens- und Gewissensfreiheit; niemand darf gezwungen werden,\neiner Religionsgemeinschaft beizutreten oder anzugehören (Art. 15\nAbs. 4 BV). Daraus kann gefolgert werden, dass das System, wonach\ndie Kirchensteuern über die Gemeindesteuern erhoben werden und\ndie Konfessionslosen eine Rückerstattung verlangen können, verfassungskonform und nicht zu beanstanden ist. Der Beschwerdeführer\nhat als Konfessionsloser damit grundsätzlich einen Rückerstattungsanspruch in Bezug auf jenen prozentualen Anteil seiner Gemeindesteuern, die für die Deckung von Kultusausgaben verwendet wurden.\nZu beantworten bleiben die Fragen, nach welcher Berechnungsformel\ndie Kirchensteuer zurückzuerstatten ist (E. 5.), ob und in welchem\nUmfang auf die Gemeindesteuer 2009 zurückgekommen werden kann\n(E. 6) und wie viele Jahre der Rückforderungsanspruch des Beschwerdeführers zurückreicht (E. 7).\n5. Der Beschwerdeführer stellt zunächst einmal die Berechnungsformel in Frage. Dazu hielt der ehemalige Vorsteher des Departements für Finanzen, Institutionen und Sicherheit in einem Kreisschreiben vom 18. Januar 2007 fest: „Le montant total des frais de culte pris\nen charge par la commune est divisé par le total des dépenses\ncommunales (dépenses totales du compte de fonctionnement). Le\nquotient ainsi obtenu multiplié par le montant de l’impôt dû par le\ncontribuable (sans les taxes communales) donne le montant de la\nréduction.“ - „Das Total der Kultusausgaben, die von der Gemeinde\nübernommen werden, wird durch den Gesamtaufwand der Gemeinde\n(Totalausgaben der laufenden Rechnung) dividiert. Der so erhaltene\nQuotient, multipliziert mit dem Steuerbetrag, den der Steuerpflichtige\nschuldet (ohne Gemeindegebühren), ergibt den Betrag der Reduktion.“ Diese Definition erhellt, dass der Koeffizient für den Rückerstattungsanspruch nicht ein für alle Male ermittelt, sondern jedes\nJahr neu eruiert werden muss. Gegenstand der vorliegend angefochtenen Verfügung ist die Rückerstattung jenes kommunalen Steuerbetrages des Beschwerdeführers aus dem Jahre 2009, der für die\nDeckung des Kultusaufwandes der Gemeinde und der zugehörigen\nKirchgemeinden verwendet wurde. Das Kantonsgericht wird sich\ndeshalb im Rahmen der folgenden Ausführungen (E. 5.1-5.3 und 6)\nebenfalls auf die Steuerrechnung 2009 fokussieren, bevor es zu den\nRückerstattungen für die Steuerrechnungen der Jahre 2002 bis 2008\nStellung nehmen wird (E. 7).\nRVJ / ZVR 2013 71\n\n"}