{"Signatur": "VS_BZG_999", "Spider": "VS_Gerichte", "Datum": "2012-05-30", "PDF": {"Datei": "VS_Gerichte/VS_BZG_999_A1-11-157_2012-05-30.pdf", "URL": "https://api-justsearche.vs.ch/api/documents/e9c23bce6e7b97c4c006b4c1d2021dde/file/", "Checksum": "62212a1aa47bb45528420bae90ab354f"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["A1 11 157"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Wallis Sonstiges Gericht Sonstige Kammer 30.05.2012 A1 11 157"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Valais Autre tribunal Autre chambre 30.05.2012 A1 11 157"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Vallese Altro tribunale Altro camera 30.05.2012 A1 11 157"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Wallis Sonstiges Gericht Sonstige Kammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Valais Autre tribunal Autre chambre"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Vallese Altro tribunale Altro camera"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "KGVS A1 Oeffentliches Recht ordentlich"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "18   RVJ / ZVR 2013   Bauwesen – KGE A1 11 157 vom 30. Mai 2012   Baubewilligungsgebühr und Äquivalenzprinzip   - Eine als Prozent- oder Promillegebühr ausgestaltete Baubewilligungsabgabe ist nicht   notwendigerweise mit dem Äquivalenzprinzip unvereinbar (E. 4).   Ref. CH: -   Ref. VS: Art. 6 GemG, Art. 105 GemG, Art. 226 SteuerG, Art. 34 BauG, Art. 62 ff. BauV,   Art. 47 VVRG, Art. 78 VVRG   Taxe d’autorisation de construire et principe de l’équivalence   - Une taxe d’autorisation de construire fixée en pour-cent ou en pour-mille n’est pas   nécessairement incompatible avec le principe de l’équivalence (consid. 4).   Réf. CH : -   Réf. VS : art. 6 LCo, art. 105 LCo, art. 226 LF, art. 34 LC, art. 62 ss OC, art. 47 LPJA,   art. 78 LPJA      Erwägungen   (…)   4.  Streitig ist vorliegend die Bemessung der seitens der Gemeinde   von der Beschwerdeführerin erhobenen Gebühr für die Behandlung   ihres Baugesuches vom 23. 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VS : art. 6 LCo, art. 105 LCo, art. 226 LF, art. 34 LC, art. 62 ss OC, art. 47 LPJA,   art. 78 LPJA      Erwägungen   (…)   4.  Streitig ist vorliegend die Bemessung der seitens der Gemeinde   von der Beschwerdeführerin erhobenen Gebühr für die Behandlung   ihres Baugesuches vom 23. Februar 2010\n\nöffentlichen Abgaberecht zu beachtenden Grundsätzen des Äquiva-\nlenz- und des Kostendeckungsprinzips stand hält.\n4.2.1 Das Kostendeckungsprinzip besagt, dass der Gesamtertrag\nder erhobenen Abgaben die Gesamtkosten des Gemeinwesens für\nden betreffenden Verwaltungszweig oder die betreffende Einrichtung\nnicht oder höchstens geringfügig übersteigen darf (BGE 132 II 47\nE. 4.1, 131 II 735 E. 3.2). Dabei sind zum Gesamtaufwand nicht nur\ndie laufenden Ausgaben des betreffenden Verwaltungszweiges, sondern auch angemessene Rückstellungen, Abschreibungen und Reserven hinzuzurechnen (BGE 126 I 180 E. 3a/aa).\n4.2.2 Das Äquivalenzprinzip bestimmt, dass eine Gebühr zum objektiven Wert der Leistung nicht in einem offensichtlichen Missverhältnis\nstehen darf und sich in vernünftigen Grenzen bewegen muss. Es stellt\ndie \"gebührenrechtliche Ausgestaltung des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes\" dar (BGE 126 I 180 E. 3a/bb). Der Wert der staatlichen\nLeistung bemisst sich entweder nach dem Nutzen, den sie der pflichtigen Person bringt oder nach dem Kostenaufwand für die konkrete\nInanspruchnahme im Verhältnis zum gesamten Aufwand des betreffenden Verwaltungszweiges. Es ist nicht notwendig, dass die Gebühren in jedem Einzelfall exakt dem Verwaltungsaufwand entsprechen.\nDeshalb widersprechen schematische, auf Wahrscheinlichkeit und\nDurchschnittserfahrungen beruhende Massstäbe dem Äquivalenzprinzip grundsätzlich nicht. Solche Schematisierungen sollen indessen\nnicht zu sachlich unhaltbaren oder rechtsungleichen Ergebnissen\nführen (BGE 130 III 225 E. 2.3). Eine als Prozent- oder Promillegebühr ausgestaltete Baubewilligungsabgabe ist nicht notwendigerweise\nmit dem Äquivalenzprinzip unvereinbar. Bei der Bemessung von\nVerwaltungsgebühren darf innerhalb eines gewissen Rahmens auch\ndem wirtschaftlichen Interesse des Pflichtigen Rechnung getragen\nwerden. Das Äquivalenzprinzip kann jedoch unabhängig vom Vorliegen eines kantonalrechtlichen Herabsetzungstatbestands bei hohen\nBausummen eine Korrektur der Berechnungsweise gebieten (Urteil\ndes Bundesgerichts 2C_517/2007 vom 15. August 2008 E. 2.4).\n4.2.3 Der Staatsrat hält im Entscheid fest, dass die Baubewilligung\nvom 22. Dezember 2004 nach einer Verlängerung am 22. Dezember\n2008 erloschen und das entsprechende Recht zum Bauen verwirkt\nwar. Der Bauwillige habe ein neues Baugesuch einreichen müssen,\nfür welches die Gemeinde das Baubewilligungsverfahren gemäss den\nRVJ / ZVR 2013 21\n\n"}