{"Signatur": "VS_BZG_999", "Spider": "VS_Gerichte", "Datum": "2011-11-11", "PDF": {"Datei": "VS_Gerichte/VS_BZG_999_A1-10-189_2011-11-11.pdf", "URL": "https://api-justsearche.vs.ch/api/documents/1bbb2a5484e263bc273d620ee4a56861/file/", "Checksum": "7b0615a03cbac89c567e2e375dcdd048"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["A1 10 189"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Wallis Sonstiges Gericht Sonstige Kammer 11.11.2011 A1 10 189"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Valais Autre tribunal Autre chambre 11.11.2011 A1 10 189"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Vallese Altro tribunale Altro camera 11.11.2011 A1 10 189"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Wallis Sonstiges Gericht Sonstige Kammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Valais Autre tribunal Autre chambre"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Vallese Altro tribunale Altro camera"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "KGVS A1 Oeffentliches Recht ordentlich"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "RVJ / ZWR 2012  33  Jurisprudence de la Cour de droit public   et de la Commission de recours en matière fiscale  Rechtsprechung der öffentlichrechtlichen Abteilung  und der Steuerrekurskommission  Raumplanung  Aménagement du territoire  KGE A1 10 189 vom 11. November 2011  Raumplanung; Zonenplanänderung  – Gemäss Art. 36 Abs. 2 kRPG berät die Urversammlung die Nutzungszonenpläne  und Reglemente und nimmt sie an. Sie kann gestützt auf Art. 37 Abs. 2 kRPG daran  auch Änderungen vornehmen (E. 4.1).  – Voraussetzungen nach Art. 37 Abs.1-3 kRPG, um beim Staatsrat Beschwerde ein-  reichen zu können (E. 4.1).  – Die Urversammlung ist an einen vom Gemeinderat gefällten Einspracheentscheid  nicht gebunden (E. 4.2).  Ref. CH :  Ref. 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Sie kann gestützt auf Art. 37 Abs. 2 kRPG daran  auch Änderungen vornehmen (E. 4.1).  – Voraussetzungen nach Art. 37 Abs.1-3 kRPG, um beim Staatsrat Beschwerde ein-  reichen zu können (E. 4.1).  – Die Urversammlung ist an einen vom Gemeinderat gefällten Einspracheentscheid  nicht gebunden (E. 4.2).  Ref. CH :  Ref. VS : Art. 36 kRPG, Art. 37 kRPG  Aménagement du territoire ; modification d’un plan d’affectation des zones\n\nRVJ / ZWR 2012 33\n\nJurisprudence de la Cour de droit public\net de la Commission de recours en matière fiscale\nRechtsprechung der öffentlichrechtlichen Abteilung\nund der Steuerrekurskommission\n\nRaumplanung\nAménagement du territoire\nKGVS A1 10 189\nKGE A1 10 189 vom 11. November 2011\n\nRaumplanung ; Zonenplanänderung\n– Gemäss Art. 36 Abs. 2 kRPG berät die Urversammlung die Nutzungszonenpläne\nund Reglemente und nimmt sie an. Sie kann gestützt auf Art. 37 Abs. 2 kRPG daran\nauch Änderungen vornehmen (E. 4.1).\n– Voraussetzungen nach Art. 37 Abs.1-3 kRPG, um beim Staatsrat Beschwerde einreichen zu können (E. 4.1).\n– Die Urversammlung ist an einen vom Gemeinderat gefällten Einspracheentscheid\nnicht gebunden (E. 4.2).\nRef. CH :\nRef. VS : Art. 36 kRPG, Art. 37 kRPG\nAménagement du territoire ; modification d’un plan d’affectation des zones\n– Selon l’art. 36 al. 2 LcAT, l’assemblée primaire délibère et décide de l’adoption des\nplans d’affectation des zones et des règlements. A teneur de l’art. 37 al. 2 LcAT,\nelle peut aussi y apporter des modifications (consid. 4.1).\n– Conditions prévues par l’art. 37 al. 1 à 3 LcAT pour recourir devant le Conseil\nd’Etat (consid. 4.1).\n– L’assemblée primaire n’est pas liée par une décision du conseil communal prise\nsur opposition (consid. 4.2).\nRef. CH :\nRef. VS : art. 36 LcAT, art. 37 LcAT\n\nGekürzter Sachverhalt\nA. Die Gemeinde A. beabsichtigte eine Zonenplanänderung. Das\nentsprechende Dossier mit den Plänen wurde öffentlich aufgelegt. X.\nerhob gegen die beabsichtigte Zonenplanänderung Einsprache, die\nder Gemeinderat guthiess. Die Urversammlung nahm die Zonenplanänderung an, der Einspracheentscheid des Gemeinderats blieb unberücksichtigt.\n34 RVJ / ZWR 2012\n\nErwägungen\n(...)\n\n4. Der Beschwerdeführer macht geltend, die Munizipalgemeinde\nhabe in ihrem Einspracheentscheid vom 19. November 2008 seine Einsprache, in welcher er die Zuweisung der ganzen Parzelle Nr. 22 in die\nBauzone beantragt habe, gutgeheissen. Dieser Entscheid sei von ihm\nnicht angefochten worden und damit formell rechtskräftig. Im Verfahren vor dem Staatsrat habe er betreffend die Parzelle Nr. 22 keine\nRechtsbegehren gestellt und der Staatsrat habe die Parzelle Nr. 22 «in\ndie Erwägungen miteinbezogen, jedoch im Dispositiv lediglich festgehalten, dass die Beschwerde abzuweisen sei». Weil nur das Dispositiv\nrechtsverbindlich sei und in der Sache die angefochtene Verfügung\nersetze, gelte nach wie vor der Einspracheentscheid der Gemeinde\nvom 19. November 2008.\n\n4.1 Dieser Auffassung des Beschwerdeführers kann nicht gefolgt\nwerden. Gemäss Art. 36 Abs. 1 kRPG werden der Urversammlung die\nNutzungszonenpläne und Reglemente sowie die Einspracheakten\nunterbreitet und nimmt sie die Nutzungszonenpläne und Reglemente\nan (Art. 36 Abs. 1 und 2 kRPG). Dabei kann sie an den Zonennutzungsplänen und Reglementen Änderungen vornehmen (Art. 37 Abs. 2 kRPG)\nund können Personen, welche ihre Einsprache aufrechterhalten und\nsolche, die durch allfällige Änderungen durch die Urversammlung an\nNutzungszonenplänen und Reglementen berührt sind und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung haben, beim\nStaatsrat Beschwerde einreichen (Art. 37 Abs. 1-3 kRPG).\n\n4.2 Gemäss diesen gesetzlichen Bestimmungen war die Urversammlung an den vom Gemeinderat gefällten Einspracheentscheid\nnicht gebunden und konnte sie ihrerseits Änderungen am Zonennutzungsplan vornehmen. Somit ist rechtlich auch nicht relevant, ob die\nGemeinde damals aufgrund eines Irrtums oder aus anderen Gründen\ndie Einsprache des Beschwerdeführers betreffend die Parzelle Nr. 22\ngutgeheissen hat. Raumplanungsrechtlich ist der Zonennutzungsplan,\nwelcher der Urversammlung unterbreitet und von dieser angenommen\nworden ist, massgebend. Aufgrund der Akten nahm die Urversammlung\neinen Zonennutzungsplan an, auf dem die Parzelle Nr. 22 teilweise der\nBauzone und teilweise der Landwirtschaftszone zugeteilt war. Der\nBeschwerdeführer macht denn auch nicht geltend, die Urversammlung\nhabe einen Zonennutzungsplan angenommen, gemäss dem die Parzelle\nRVJ / ZWR 2012 35\n\n"}