{"Signatur": "VS_BZG_999", "Spider": "VS_Gerichte", "Datum": "2008-01-18", "PDF": {"Datei": "VS_Gerichte/VS_BZG_999_A1-07-165_2008-01-18.pdf", "URL": "https://api-justsearche.vs.ch/api/documents/4c7383b5915853144ea806f9f62f8900/file/", "Checksum": "c1daed7fff101cb92bdb59ecc4fcb9c0"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["A1 07 165"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Wallis Sonstiges Gericht Sonstige Kammer 18.01.2008 A1 07 165"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Valais Autre tribunal Autre chambre 18.01.2008 A1 07 165"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Vallese Altro tribunale Altro camera 18.01.2008 A1 07 165"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Wallis Sonstiges Gericht Sonstige Kammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Valais Autre tribunal Autre chambre"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Vallese Altro tribunale Altro camera"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "KGVS A1 Oeffentliches Recht ordentlich"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "19  Bauwesen      KGVS A1 07 165   KGE (öffentlichrechtliche Abteilung) vom 18. Januar 2008 i.S. X. c.   Gemeinde Y. und Kons.   Baurechtlicher Grenzabstand   − Eine Rampe, die auf der ganzen Länge unterhalb des gewachsenen   Terrains verläuft und zu einer untergeschossigen Lagerhalle führt, muss   keinen baurechtlichen Grenzabstand einhalten (Art. 10 Abs. 1, 21, 22 Abs. 1   und 4 BauG.   − Dasselbe gilt für den Grenzabstand der entlang der Rampe verlaufenden,   nicht mehr als 1.50 m hohe Grenzmauer (Art. 19 Abs. 1 Ziff. 3 lit. d BauV).      Distance à la limite      − Une rampe construite, sur toute sa longueur, à un niveau inférieur à celui du   terrain naturel et mène à une dépôt souterrain n'est pas assujettie aux règles   sur la distance à la limite (art. 10 al. 1, 21, 22 al. 1 et 4 LC).   − Il en va de même pour un mur d'une hauteur de 1 m 50 au plus construit en   limite de propriété le long de cette rampe (art. 19 al. 1 ch. 3 lit. d OC).   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Distance à la limite      − Une rampe construite, sur toute sa longueur, à un niveau inférieur à celui du   terrain naturel et mène à une dépôt souterrain n'est pas assujettie aux règles   sur la distance à la limite (art. 10 al. 1, 21, 22 al. 1 et 4 LC).   − Il en va de même pour un mur d'une hauteur de 1 m 50 au plus construit en   limite de propriété le long de cette rampe (art. 19 al. 1 ch. 3 lit. d OC).   Gekürzter Sachverhalt\n\n 19\n\nBauwesen\n\nKGVS A1 07 165\nKGE (öffentlichrechtliche Abteilung) vom 18. Januar 2008 i.S. X. c.\nGemeinde Y. und Kons.\n\nBaurechtlicher Grenzabstand\n− Eine Rampe, die auf der ganzen Länge unterhalb des gewachsenen\nTerrains verläuft und zu einer untergeschossigen Lagerhalle führt, muss\nkeinen baurechtlichen Grenzabstand einhalten (Art. 10 Abs. 1, 21, 22 Abs. 1\nund 4 BauG.\n− Dasselbe gilt für den Grenzabstand der entlang der Rampe verlaufenden,\nnicht mehr als 1.50 m hohe Grenzmauer (Art. 19 Abs. 1 Ziff. 3 lit. d BauV).\n\nDistance à la limite\n\n− Une rampe construite, sur toute sa longueur, à un niveau inférieur à celui du\nterrain naturel et mène à une dépôt souterrain n'est pas assujettie aux règles\nsur la distance à la limite (art. 10 al. 1, 21, 22 al. 1 et 4 LC).\n− Il en va de même pour un mur d'une hauteur de 1 m 50 au plus construit en\nlimite de propriété le long de cette rampe (art. 19 al. 1 ch. 3 lit. d OC).\n\nGekürzter Sachverhalt\n\nDie von der Gemeinde Y. bewilligten Pläne sahen ein mit einer\nüber eine Rampe erreichbares Kellergeschoss mit einer Lagerhalle und\ndiversen technischen Räumen und Kellern, ein Erdgeschoss, drei\nObergeschosse sowie ein Dachgeschoss vor. Die Rampe war zudem\ngegen das Nachbargrundstück hin mit einer 1.50 m hohen\nAbschlussmauer versehen.\nGegen die kommunale Baubewilligung führten die Nachbarn X.\nam 24. Oktober 2006 beim Staatsrat Verwaltungsbeschwerde. Sie\nbrachten neben anderem vor, die Zufahrt werde tiefer als 1.50 m ins\ngewachsene Terrain \"abgeteuft\" und führe zu einem ganzen Stockwerk\nunter dem gewachsenen Terrain. Damit gelte die Zufahrt als\nGebäudeteil und bedürfe eines Grenzabstands von 3 m. Dasselbe gelte\nfür das Garagentor, das rechtwinklig von der Mauer geplant sei; auch\nhier sei ein Grenzabstand von 3 m unerlässlich. Der Staatsrat wies die\nBeschwerden am 29. August 2007 ab. Er sah die\nGrenzabstandsbestimmungen nicht als verletzt an. Die Rampe samt\nStützmauer und das Garagentor seien unterirdische Bauten, die als\nsolche bis an die Parzellengrenze erstellt werden könnten.\nDie am 4. Oktober 2007 bei der öffentlichrechtlichen Abteilung\ndes Kantonsgerichts eingereichte Verwaltungsgerichtsbeschwerde der\nNachbarn X. wies dieses am 18. Januar 2008 ab.\n20\n\nErwägungen\n(….)\n3. 1. Gemäss Art. 10 Abs. 1 des Baugesetzes vom 8. Februar\n1996 (BauG; SGS/VS 705.1) ist der Grenzabstand die kürzeste\nhorizontale Entfernung zwischen der Grundstückgrenze und der\nFassade. Der Grenzabstand beträgt als Grundregel nach Massgabe von\nArt. 22 Abs. 1 BauG ein Drittel der Fassadenhöhe, mindestens aber drei\nMeter von jedem Punkt der Fassade. Im Sinne einer Ausnahmeregelung\ndürfen Bauten und Anlagen, die vollständig unter das gewachsene\nTerrain zu stehen kommen, unter Vorbehalt des Strassengesetzes an\ndie Grenze gebaut werden (Art. 22 Abs. 4 BauG). Im Glossar zur\nBauverordnung vom 2. Oktober 1996 (BauV; SGS/VS 705.100) wird\nunter anderem ausdrücklich auf diesen Art. 22 Abs. 4 BauG Bezug\ngenommen und festgehalten, als unterirdische Baute gelte diejenige, die\nvollständig unter dem gewachsenem Terrain zu stehen komme.\n\n3. 2. Nach Art. 21 BauG können kommunale Vorschriften\ninsbesondere hinsichtlich der zu Nachbargrundstücken und andern\nGebäuden und Anlagen einzuhaltenden Grenz- und Gebäudeabstände\nstrenger als die Bestimmungen des kantonalen Rechts sein. Die\nGemeinde hält unter dem Titel \"Bauabstände\" im Zusammenhang mit\nunterirdischen Bauten in Art. 52 Abs. 2 des Bau- und Zonenreglements\nder Gemeinde Zermatt (BZR), das am 8. Juni 1997 von der\nUrversammlung angenommen und am 18. August 1999 vom Staatsrat\ngenehmigt wurde, fest, unterirdische Bauten dürften bis an die\nNachbargrenze bzw. bis an die Baulinie gestellt werden. Laut Art. 52\nAbs. 1 BZR gelten Bauten dann als unterirdisch, wenn sie den\ngewachsenen, oder falls dieser tiefer liegt, den neu bearbeiteten\nErdboden nicht überragen. In diesem Sinne gehen die kommunalen\nVorschriften nicht weiter als die kantonalen Bestimmungen.\n\n"}