{"Signatur": "VS_BZG_999", "Spider": "VS_Gerichte", "Datum": "2007-11-09", "PDF": {"Datei": "VS_Gerichte/VS_BZG_999_A1-07-121_2007-11-09.pdf", "URL": "https://api-justsearche.vs.ch/api/documents/338c85919dea3bba8ae15b285410361d/file/", "Checksum": "e37a96f33dd0097674b6fb0e2384e01f"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["A1 07 121"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Wallis Sonstiges Gericht Sonstige Kammer 09.11.2007 A1 07 121"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Valais Autre tribunal Autre chambre 09.11.2007 A1 07 121"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Vallese Altro tribunale Altro camera 09.11.2007 A1 07 121"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Wallis Sonstiges Gericht Sonstige Kammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Valais Autre tribunal Autre chambre"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Vallese Altro tribunale Altro camera"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "KGVS A1 Oeffentliches Recht ordentlich"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "RVJ/ZWR 2008  13  KGE vom 9. November 2007 i.S. A.B. c. Gemeinde R.  Gültigkeitsdauer einer Baubewilligung für eine Gesamtüberbauung ; Zustim-  mung des Grundeigentümers zu einem Bauvorhaben  – Bewilligung einer Gesamtüberbauung im Sinne von Art. 53 Abs. 3 BauV.  – Das Baugesuch ist vom Gesuchsteller oder von dessen Bevollmächtigten einzu-  reichen und vom Grundeigentümer mit zu unterzeichnen (Art. 33 Abs. 2 BauG).  – Tragweite und Bedeutung dieser Vorschriften.  – Unterschrift will nach der Rechtsprechung Zustimmung bedeuten, die in ver-  schiedener Art und Weise erfolgen kann.  Durée de validité d’un permis de bâtir autorisant un ensemble de constructions;  accord du propriétaire du fonds pour le dépôt d’une demande d’autorisation  – Permis de bâtir autorisant un ensemble de constructions au sens de l’art.  53 al. 3 OC.   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Durée de validité d’un permis de bâtir autorisant un ensemble de constructions;  accord du propriétaire du fonds pour le dépôt d’une demande d’autorisation  – Permis de bâtir autorisant un ensemble de constructions au sens de l’art.  53 al. 3 OC.   KGVS A1 07 121 / KGVS A1 07 122\n\nRVJ / ZWR 2008 13\n\nKGVS A1 07 121 / KGVS A1 07 122\nKGE vom 9. November 2007 i.S. A.B. c. Gemeinde R.\nGültigkeitsdauer einer Baubewilligung für eine Gesamtüberbauung ; Zustimmung des Grundeigentümers zu einem Bauvorhaben\n– Bewilligung einer Gesamtüberbauung im Sinne von Art. 53 Abs. 3 BauV.\n– Das Baugesuch ist vom Gesuchsteller oder von dessen Bevollmächtigten einzureichen und vom Grundeigentümer mit zu unterzeichnen (Art. 33 Abs. 2 BauG).\n– Tragweite und Bedeutung dieser Vorschriften.\n– Unterschrift will nach der Rechtsprechung Zustimmung bedeuten, die in verschiedener Art und Weise erfolgen kann.\nDurée de validité d’un permis de bâtir autorisant un ensemble de constructions ;\naccord du propriétaire du fonds pour le dépôt d’une demande d’autorisation\n– Permis de bâtir autorisant un ensemble de constructions au sens de l’art.\n53 al. 3 OC.\n14 RVJ / ZWR 2008\n\n– La demande d’autorisation de bâtir doit être signée par le requérant ou son représentant et par le propriétaire du fonds (art. 33 al. 2 LC).\n– Portée et signification de cette prescription.\n– La signature du propriétaire manifeste l’accord du propriétaire ; cet accord peut,\nselon la jurisprudence, également être donné d’une autre manière.\n\nGekürzter Sachverhalt\nDrei Miteigentümer einer Liegenschaft beabsichtigten, diese mit\nzwei Mehrfamilienhäusern A. und B. zu überbauen. Sie begründeten auf\nder Grundparzelle Stockwerkeigentum, teilten die einzelnen Anteile\nunter sich auf und trugen diese Rechtsvorkehren im Grundbuch ein.\nSie schufen auch ein für die Häuser A. und B. gültiges Stockwerkeigentümerreglement und liessen dies im Grundbuch anmerken. Die\nGemeinde hatte die gesamte Überbauung im Jahre 1992 bewilligt. Das\nHaus B. wurde denn auch in den Jahren 1993/1994 erbaut. Nach der\nBegründung des Stockwerkeigentums wurden diverse Stockwerkeigentumsanteile an Dritte veräussert.\nDas Haus A. wurde vorerst nicht erstellt. Im Jahre 2006 reichten die\nEhegatten H., die inzwischen alle Stockwerkeigentumsanteile des Hauses A. erworben hatten, bei der Gemeinde ein Baugesuch zur Erstellung dieses Gebäudes ein. Das neue Projekt sah ein Erd- und Dachgeschoss sowie drei Obergeschosse vor, jedoch keinen Schutzraum mehr\nund weniger Kellerabteile und ein Obergeschoss weniger als im ersten\nBaugesuch bewilligt und in der Stockwerkeigentumsbegründungsurkunde geplant. Überdies wichen die Masse und Geschosseinteilungen\nteils vom vormaligen Baugesuch ab. Die Ehegatten K., Miteigentümer\nvon Stockwerkeigentumsanteilen im Haus B., erhoben gegen den\ngeplanten Bau des zweiten Hauses auf der Grundparzelle Einsprache\nim Wesentlichen mit der Begründung, es fehle die erforderliche Zustimmung aller Stockwerkeigentümer zum Baugesuch.\nDer Gemeinderat trat in der Folge am 11. Juli 2006 wegen Fehlens\naller Unterschriften der Stockwerkeigentümer auf das Baugesuch\nnicht ein und wies im Übrigen auf Mängel bei der Ausnützung und bei\nden Grenzabständen hin. Auf Beschwerde der Bauherren hin bestätigte der Staatsrat am 27. Juni 2007 zwar die Ansicht der Gemeinde,\nes brauche die Unterschrift aller Stockwerkeigentümer, hob aber die\nkommunale Verfügung trotzdem auf, weil der Bauherr im Jahre 1992\neine Bewilligung für das Gesamtprojekt erhalten habe und er aufgrund dieser rechtskräftigen Baubewilligung auch das zweite Haus\nerstellen dürfe.\nRVJ / ZWR 2008 15\n\nAuf Beschwerde der Gemeinde und der Nachbarn hin widersprach\ndas Kantonsgericht in seinem Urteil vom 9. November 1007 der Ansicht\ndes Staatsrats sowohl in Bezug auf das Bestehen einer rechtskräftigen\nBewilligung wie auch in Bezug auf die Notwendigkeit der Unterschrift\naller Stockwerkeigentümer.\n\n"}