{"Signatur": "VS_BZG_999", "Spider": "VS_Gerichte", "Datum": "2006-03-10", "PDF": {"Datei": "VS_Gerichte/VS_BZG_999_A1-06-16_2006-03-10.pdf", "URL": "https://api-justsearche.vs.ch/api/documents/49dcb555940d0faa61367088fa57f569/file/", "Checksum": "38f6d3521c4b0a70d1c296bc5280de15"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["A1 06 16"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Wallis Sonstiges Gericht Sonstige Kammer 10.03.2006 A1 06 16"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Valais Autre tribunal Autre chambre 10.03.2006 A1 06 16"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Vallese Altro tribunale Altro camera 10.03.2006 A1 06 16"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Wallis Sonstiges Gericht Sonstige Kammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Valais Autre tribunal Autre chambre"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Vallese Altro tribunale Altro camera"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "KGVS A1 Oeffentliches Recht ordentlich"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Beamtenrecht  Fonction publique  KGE (öffentlichrechtliche Abteilung) vom 10. März 2006 i.S. A. c. Staatsrat  und DEKS  Ferienanspruch eines Orientierungsschullehrers  – Unterschied zwischen Beamten und Lehrern.  – Spezielle Regelung für Fachhochschullehrer.  – Lehrpersonen der Primar-, Orientierungs-, Mittel- und Berufsschulen haben im  Krankheitsfall grundsätzliche keinen Anspruch auf Nachbezug der in die Zeit der  Krankheit fallenden Ferien.  Droit aux vacances du personnel enseignant des cycles d’orientation  – Il n’y a pas, à cet égard, identité entre le statut des fonctionnaires et celui des  enseignants.  – Règles spécifiquement applicables aux enseignants des hautes écoles   spécialisées.  – Les enseignants des écoles primaires, des cycles d’orientation, des écoles  secondaires du 2e degré et des écoles professionnelles n’ont droit à aucun rat-  trapage des vacances coïncidant avec une période de maladie.  78  KGVS A1 06 16"}], "ScrapyJob": "446973/52/2024", "Zeit UTC": "21.01.2026 02:07:11", "Checksum": "56f7dc51ca6f1c6fe44763147f0adfeb", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Wallis Sonstiges Gericht Sonstige Kammer 10.03.2006 A1 06 16\nRegeste:\nBeamtenrecht  Fonction publique  KGE (öffentlichrechtliche Abteilung) vom 10. März 2006 i.S. A. c. Staatsrat  und DEKS  Ferienanspruch eines Orientierungsschullehrers  – Unterschied zwischen Beamten und Lehrern.  – Spezielle Regelung für Fachhochschullehrer.  – Lehrpersonen der Primar-, Orientierungs-, Mittel- und Berufsschulen haben im  Krankheitsfall grundsätzliche keinen Anspruch auf Nachbezug der in die Zeit der  Krankheit fallenden Ferien.  Droit aux vacances du personnel enseignant des cycles d’orientation  – Il n’y a pas, à cet égard, identité entre le statut des fonctionnaires et celui des  enseignants.  – Règles spécifiquement applicables aux enseignants des hautes écoles   spécialisées.  – Les enseignants des écoles primaires, des cycles d’orientation, des écoles  secondaires du 2e degré et des écoles professionnelles n’ont droit à aucun rat-  trapage des vacances coïncidant avec une période de maladie.  78  KGVS A1 06 16\n\n 78\n\nBeamtenrecht\nFonction publique\nKGVS A1 06 16\n\nKGE (öffentlichrechtliche Abteilung) vom 10. März 2006 i.S. A. c. Staatsrat\nund DEKS\n\nFerienanspruch eines Orientierungsschullehrers\n– Unterschied zwischen Beamten und Lehrern.\n– Spezielle Regelung für Fachhochschullehrer.\n– Lehrpersonen der Primar-, Orientierungs-, Mittel- und Berufsschulen haben im\nKrankheitsfall grundsätzliche keinen Anspruch auf Nachbezug der in die Zeit der\nKrankheit fallenden Ferien.\nDroit aux vacances du personnel enseignant des cycles d’orientation\n– Il n’y a pas, à cet égard, identité entre le statut des fonctionnaires et celui des\nenseignants.\n– Règles spécifiquement applicables aux enseignants des hautes écoles\nspécialisées.\n– Les enseignants des écoles primaires, des cycles d’orientation, des écoles\nsecondaires du 2e degré et des écoles professionnelles n’ont droit à aucun rattrapage des vacances coïncidant avec une période de maladie.\n79\n\nGekürzter Sachverhalt\nOrientierungsschullehrer A. war vom 11. Februar bis zum 31. Oktober 2002 krank und arbeitsunfähig. Er nahm zu Beginn des Monats\nNovember 2002 die Arbeit wieder vollumfänglich auf und ging Ende\nAugust 2005 in Pension. Noch während seiner Krankheitszeit erkundigte sich der Lehrer nach der Möglichkeit, die während seiner Krankheit nicht bezogenen Ferien nachträglich ganz oder teilweise nachholen zu können. Es folgte ein Austausch diverser Korrespondenzen mit\ndem Verwaltungs- und Rechtsdienst des Departements für Erziehung,\nKultur und Sport (nachfolgend: DEKS). Schliesslich verlangte der Lehrer am 09. April und 18. Oktober 2004 eine anfechtbare Verfügung,\nworauf der Vorsteher des DEKS am 20. Januar 2005 sinngemäss einen\nFerienanspruch verneinte. Der Staatsrat schützte den departementalen Entscheid, worauf der Lehrer die Sache an das Kantonsgericht\nweiterzog. Hier verlangte er die Zusprechung eines «kompensatorischen Ferienanspruch(s) von 3 1/2 Wochen (...), welcher aufgrund der\nzwischenzeitlich eingetretenen Pensionierung auszuzahlen» sei. Er sei\nwegen der schweren Erkrankung nicht in der Lage gewesen, sich vor\nder Wiederaufnahme der Arbeit anfangs November 2002 zu erholen. Er\nhabe stets den realen Bezug der Ferien verlangt und könne nun, nachdem er den Schuldienst quittiert habe, diese Ferien nicht mehr real\nbeziehen, weshalb er, entgegen seiner Absicht, nur noch einen pekuniären Ersatz verlangen könne. Die öffentlichrechtliche Abteilung des\nKantonsgerichts wies die Verwaltungsgerichtsbeschwerde am\n10. März 2006 ab.\n\nErwägungen\n\n(...)\n5. Auch der Beschwerdeführer bestreitet den öffentlichrechtlichen Charakter des Anstellungsverhältnisses als Lehrer an der Orientierungsschule in Siders nicht. Demzufolge verlangt er auch nicht\nmehr die direkte Anwendung der Bestimmungen gemäss den Art. 329\nff. des Schweizerischen Obligationenrechts (OR; SR 220). Vielmehr\nkommt Art. 342 lit. a OR zur Geltung, der Bund, Kantonen und Gemeinden die Kompetenz überlässt, das öffentliche Dienstverhältnis, vorbehalten hier nicht relevante Bereiche, zu ordnen. Entscheidend ist\nsomit die kantonale Gesetzgebung und die Regeln des OR kämen höchstens als subsidiär anwendbares, öffentliches Recht des Kantons zur\nAnwendung. Die kantonale Gesetzgebung regelt einerseits das Dienst-\n80\n\nverhältnis der Beamten und Angestellten und andererseits jenes der\nLehrpersonen separat, weil das Lehrpersonal grundsätzlich nicht der\nBeamtenschaft zugeordnet wird. Dabei enthält die Gesetzgebung über\ndas Lehrpersonal jedoch teilweise Verweisungen auf die beamtenrechtliche Regelung. Im Übrigen sieht aber die Gesetzgebung über das\nkantonale Lehrpersonal je nach der Schulstufe und dem Schultypus\nteilweise oder gänzlich unterschiedliche Regelungen vor.\n\n5.1 In Bezug auf die Ferien sind beamtenrechtlich einerseits die\nGesetzgebung über das Statut der Beamten und Angestellten und\nandererseits jene über deren Besoldung heranzuziehen.\n\n"}