{"Signatur": "UR_OG_004", "Spider": "UR_Gerichte", "Datum": "2017-03-10", "PDF": {"Datei": "UR_Gerichte/UR_OG_004_2017-OG-V-15-42_2017-03-10.pdf", "URL": "https://www.ur.ch/_rte/publikation/10055", "Checksum": "a1b52947863d22d20e25d2f119d9b2cf"}, "Scrapedate": "2026-01-05", "Num": ["2017_OG V 15 42"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Uri Obergericht Verwaltungsrechtliche Abteilung 10.03.2017 2017_OG V 15 42"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Uri Obergericht Verwaltungsrechtliche Abteilung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Uri  Verwaltungsrechtliche Abteilung"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Uri  Verwaltungsrechtliche Abteilung"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Kirchliches Personalrecht. ARt. 7 Abs. 1 und 2, Art. 8 Abs. 1, 3 und 4, Art. 80 Abs. 1 KV. "}], "ScrapyJob": "446973/59/1992", "Zeit UTC": "05.01.2026 07:11:05", "Checksum": "4137067a2d298d91b4b05b39edabddda", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Uri Obergericht Verwaltungsrechtliche Abteilung 10.03.2017 2017_OG V 15 42\nRegeste:\nKirchliches Personalrecht. ARt. 7 Abs. 1 und 2, Art. 8 Abs. 1, 3 und 4, Art. 80 Abs. 1 KV. \n\n „1. X hat Fr. 25'496.50 zuzüglich 5 % Zins seit 10. März 2015 an die Evangelisch-\nReformierte Landeskirche Uri zurückzubezahlen.\n2. X hat Fr. 79'650.35 zuzüglich 5 % Zins seit 10. März 2015 an die Evangelisch-\nReformierte Landeskirche Uri zurückzubezahlen.\n\nAus den Erwägungen:\n\n1. a) Die Beschwerdegegnerin ist als Landeskirche eine selbstständige Körperschaft\ndes öffentlichen Rechts (Art. 7 Abs. 1 und 2 KV). Sie ist als solche Träger öffentlicher Gewalt\nund hat grundsätzlich hoheitliche Befugnisse und insofern Verfügungskompetenz (vergleiche\nBGE 126 I 251 f. E. 1; Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Aufl.,\nZürich 2016, Rz. 1633 ff.; Bernhard Waldmann, in Basler Kommentar,\nBundesgerichtsgesetz, 2. Aufl., 2011, N. 9 zu Art. 82). Die Landeskirchen ordnen ihre\nAngelegenheiten im Rahmen der Verfassung und der Gesetzgebung selbstständig (Art. 8\nAbs. 1 KV). Jede Landeskirche erlässt für sich ein Organisationsstatut, das vom\nRegierungsrat zu genehmigen ist (Art. 8 Abs. 3 KV). Die Beschwerdegegnerin hat\ndemgemäss das Organisationsstatut der Evangelisch-Reformierten Landeskirche Uri vom\n22. April 1986 erlassen. Dieses stand bis am 30. Juni 2014 in der Fassung vom 19.\nNovember 2001 in Kraft (nachfolgend: Organisationsstatut 2001). Mit Inkrafttreten am 1. Juli\n2014 erliess die Beschwerdegegnerin das Organisationsstatut vom 19. Mai 2014\n(nachfolgend: Organisationsstatut 2014). Daneben hat die Beschwerdegegnerin weitere\nRegelungen, insbesondere was die Anstellungsbedingungen der Mitarbeiter betrifft, in der\nKirchenordnung der Evangelisch-Reformierten Landeskirche Uri vom 7. Mai 2007\n(nachfolgend: Kirchenordnung) sowie dem Dienstreglement für die Pfarrer der Evangelisch-\nReformierten Landeskirche Uri vom 7. Januar 2010 getroffen.\n\nb) Die Beschwerdegegnerin gliederte sich bis zum Inkrafttreten des\nOrganisationsstatuts 2014 in drei Kirchgemeinden (vergleiche Art. 29 Organisationsstatut\n2001). Sie kannte für Verfügungen der Kirchgemeinden einen kircheninternen\nBeschwerdeweg (Art. 37 Abs. 2 Organisationsstatut 2001) vergleichbar der\nverwaltungsinternen Verwaltungsbeschwerde an den Regierungsrat im weltlichen\nGemeinwesen (Art. 43 Abs. 1, Art. 44 Abs. 1 VRPV). Das Verfahren richtete sich nach der\nVRPV (Art. 37 Abs. 2 Organisationsstatut 2001). Eine kircheninterne Gerichtsbarkeit kannte\nund kennt – anders als etwa die Evangelisch-Reformierte Landeskirche des Kantons Aargau\n(vergleiche hierzu Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau vom 11.03.2002,\nAGVE 2002 89 S. 385 ff.) – die Beschwerdegegnerin hingegen nicht. Dazu ist sie –\nwiederum anders als im Kanton Aargau (Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons\nAargau a.a.O. S. 392 E. 4b) – durch die Verfassung des Kantons Uri auch nicht verpflichtet.\nVielmehr untersteht das Handeln der Landeskirchen der Rechtskontrolle des Kantons (Art. 8\nAbs. 4 KV).\n\n"}