{"Signatur": "UR_OG_003", "Spider": "UR_Gerichte", "Datum": "2025-11-26", "PDF": {"Datei": "UR_Gerichte/UR_OG_003_2025-OG-S-23-23-Fahr_2025-11-26.pdf", "URL": "https://www.ur.ch/_rte/publikation/41389", "Checksum": "306ea57b9890e07c0dc2787abf17f31b"}, "Scrapedate": "2026-04-02", "Num": ["2025_OG S 23 23_Fahrlässige Körperverletzung"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Uri Obergericht Strafrechtliche Abteilung 26.11.2025 2025_OG S 23 23_Fahrlässige Körperverletzung"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Uri Obergericht Strafrechtliche Abteilung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Uri  Strafrechtliche Abteilung"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Uri  Strafrechtliche Abteilung"}], "ScrapyJob": "446973/59/2080", "Zeit UTC": "02.04.2026 02:49:53", "Checksum": "74ae0befac1625951b522c58401335db", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Uri Obergericht Strafrechtliche Abteilung 26.11.2025 2025_OG S 23 23_Fahrlässige Körperverletzung\n\nOBERGERICHT\nStrafrechtliche Abteilung\n\n__________________________\nOG S 23 23\nUrteil vom 26. November 2025\n\n__________________________\nBesetzung\nVizepräsidentin Lenka Ziegler, Vorsitz,\nOberrichter/in Christoph Wipfli, Angelica Züst,\nHeinz Keller und Rolf Zgraggen\nGerichtsschreiber Matthias Jenal\n\n__________________________\n\nVerfahrensbeteiligte\nA.__\nvertreten durch RA lic. iur. Reto Steimer, LOSINGER Rechtsanwälte, Mainaustrasse 21, 8008 Zürich\n\nPrivatklägerin/Berufungsklägerin\n\nund\n\nB.__\nvertreten durch RA lic. iur. Reto Steimer, LOSINGER Rechtsanwälte, Mainaustrasse 21, 8008 Zürich\n\nPrivatkläger/Berufungskläger\n\ngegen\n\nC.__\nvertreten durch RA MLaw Reto Caprani, meyer & meier\nRechtsanwälte, Zweierstrasse 35, 8004 Zürich\n\nBeschuldigter/Berufungsbeklagter\n\nund\n\nStaatsanwaltschaft des Kantons Uri, Bahnhofstrasse 1,\nPostfach, 6460 Altdorf\nStaatsanwaltschaft/Berufungsbeklagte\n\n__________________________\n\nGegenstand\nFahrlässige Körperverletzung\n\n(BGer 6B_74/2023 vom 29.11.2023)\nProzessgeschichte:\n\nA.\n\nMit Urteil PSA 21 39 vom 3. November 2021 sprach das Landgerichtspräsidium II Uri (nachfolgend:\nVorinstanz) C.__ (nachfolgend: Beschuldigter) gestützt auf den Grundsatz «in dubio pro reo» bzw.\nmangels subjektiver Tatbestandsmässigkeit frei vom Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung (Art.\n125 Abs. 1 StGB), angeblich begangen am 31. Mai 2020, ca. 11:45 Uhr, auf der Gotthardstrasse in Gurtnellen (act. 00.05 LG).\n\nB.\n\nGegen dieses Urteil meldeten die Privatkläger A.__ (nachfolgend: Privatklägerin) und B.__ (nachfolgend: Privatkläger) am 4. November 2021 Berufung an. Die Berufung wurde vom Obergericht des Kantons Uri (Strafrechtliche Abteilung) unter der Geschäftsnummer OG S 22 1 in das Geschäftsprotokoll\naufgenommen. Nach Zustellung der schriftlichen Urteilsbegründung erklärten die Privatkläger am\n18. Februar 2022 die vollumfängliche Berufung (act. 2.1 im Dossier OG S 22 1). Mit Eingabe vom 4.\nMärz 2022 verzichtete der Beschuldigte auf eine Anschlussberufung und beantragte die Bestätigung\ndes erstinstanzlichen Urteils (act. 3.2 im Dossier OG S 22 1). Auf Frage der Verfahrensleitung hin, erklärten sich sowohl der Beschuldigte als auch die Privatkläger und die Staatsanwaltschaft mit der\nDurchführung eines schriftlichen Berufungsverfahrens einverstanden (act. 2.2, 3.3 und 6.2 im Dossier\nOG S 22 1). Mit verfahrensleitender Verfügung vom 9. Mai 2022 wurde gestützt auf Art. 406 Abs. 2 lit.\na StPO das schriftliche Verfahren angeordnet (act. 1.6 im Dossier OG S 22 1). Am 30. Mai 2022 reichten\ndie Privatkläger ihre schriftliche Berufungsbegründung ein (act. 2.3 im Dossier OG S 22 1). Mit Eingabe\nvom 14. Juni 2022 nahm die Staatsanwaltschaft Stellung dazu (act. 6.3 im Dossier OG S 22 1). Am 20.\nJuni 2022 reichte der Beschuldigte eine Stellungnahme zur Berufungsbegründung der Privatkläger sowie eine Kostennote ein (act. 3.4 im Dossier OG S 22 1).\n\nC.\n\nMit Urteil OG S 22 1 vom 29. November 2022 hiess das Obergericht des Kantons Uri (Strafrechtliche\nAbteilung) die Berufung gut. Es erklärte den Beschuldigten schuldig der fahrlässigen Körperverletzung,\nbegangen am 31. Mai 2020, ca. 11:45 Uhr, auf der Gotthardstrasse in Gurtnellen und bestrafte ihn mit\neiner Geldstrafe von 30 Tagessätzen à CHF 120.00 und einer Busse von CHF 840.00. Der Vollzug der\nGeldstrafe wurde aufgeschoben und die Probezeit auf zwei Jahre festgesetzt. Die Ersatzfreiheitsstrafe\nbei schuldhafter Nichtbezahlung der Busse wurde auf 7 Tage festgesetzt. Die adhäsionsweise geltend\ngemachten Zivilforderungen der Berufungskläger wurden auf den Zivilweg verwiesen. Alsdann regelte\ndas Obergericht die Kosten- und Entschädigungsfolgen.\n\nSeite 3 von 27\nD.\n\nGegen dieses Urteil erhob der Beschuldigte beim Bundesgericht Beschwerde in Strafsachen. Dieses\nhiess die Beschwerde mit Urteil 6B_74/2023 vom 29. November 2023 gut, hob das Urteil des Obergerichts OG S 22 1 vom 29. November 2022 auf und wies die Sache zur neuen Entscheidung an das Obergericht zurück.\n\nE.\n\nMit verfahrensleitender Verfügung vom 22. Dezember 2023 teilte das Obergericht mit, dass die Sache\nnach der Rückweisung unter der Verfahrensnummer OG S 23 23 in das Geschäftsprotokoll aufgenommen worden sei und über den weiteren Verfahrensgang/die Sache entschieden werde. Am 16. Juli\n2025 gab das Obergericht den Parteien die Gerichtsbesetzung bekannt und teilte mit, dass das Urteil\nim Anschluss an die Beratung schriftlich zugestellt werde.\n\nErwägungen:\n\n1. Rückweisung, Berufungsverfahren OG S 22 1 und Bindungswirkung des Rückweisungsentscheids des Bundesgerichts\n\n1.1 Allgemeines\n\n"}